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Wacken Open Air 2010 – AUSVERKAUFT

Wahnsinn, wie lange es dieses mal dauerte bis zum AUSVERKAUFT beim Wacken Open Air.

Trotz Wacken noch nie so viele gute Bands verpflichten konnte wie 2010, hat es schon lange nicht mehr so lange gedauert bis zum AUSVERKAUFT. Das beste “Billing” aller Zeiten und dennoch konnte Wacken erst am 06.04.2010 das “SOLD OUT” vermelden.

IRON MAIDEN spielen ihr einzigstes Konzert dieses Jahr in Wacken, schon alleine dies sollte ein Grund sein dieses Jahr auf Wacken dabei zu sein, würde es dieses Jahr nicht einen braunen Nachgeschmack geben: VARG

Trotz allen Fakten hat der Veranstalter sich dazu entschloßen, die rechtsextreme Band VARG auf dem Wacken Open Air spielen zu lassen. Ist vielleicht das der Grund, weshalb der Kartenverkauf zu zögerlich dieses Jahr lief, imVergleich zu den Vorjahren?

Wie auch immer, laßt euch von den Möchtegern-Wikingern von VARG nicht die Laune verderben und feiert die Götter des Heavy Metals: IRON MAIDEN

Wacken und PartySan bestätigen den Auftritt von VARG

Nach langer Bedenkzeit haben sowohl das Wacken Festival als auch das PartySan Open Air erklärt, dass die Coburger Band VARG wie geplant auftreten darf.

Die entsprechenden Stellungnahmen der Veranstalter lauten wie folgt:

“Liebe Metalheads,
in den letzten Tagen kamen vermehrt Reaktionen auf, die sich mit dem Auftritt der Pagan-Metal Band Varg beim W:O:A beschäftigen. Unter anderem gab es diverse Massen-Emails, die im Internet verbreiten, eine rechtsradikale Band würde auf dem W:O:A spielen.
Anstoß der Diskussion ist ein Foto von 2007, auf dem der Sänger der Band mit einem “Absurd” T-Shirt zu sehen ist. Varg und deren Sänger Philipp Seiler haben sich in diversen Statements und auf jedem ihrer Konzerte klar gegen Faschismus und Rechtsradikalismus positioniert. Wir haben uns als Veranstalter natürlich auch mit diesem Thema auseinander gesetzt. Die Band hat uns in diversen Gesprächen absolut glaubhaft vermittelt, dass sie den begangenen Fehler sehr bereuen und keinerlei rechtes Gedankengut oder rechte Tendenzen innerhalb der Band oder deren Musikern vertreten werden. Darüber hinaus haben wir uns bei diversen „Kennern“ der Szene und großen Metalmags informiert, die uns auch in den gewonnenen Erkenntnissen bestärkt haben, dass es sich bei Varg nicht um eine Band mit rechten Tendenzen handelt. Unter anderem wird es in der Aprilausgabe des deutschen Rock Hard ein ausführliches Interview von Wolf Rüdiger Mühlmann mit Philipp Seiler geben, in dem die Faktenlage nochmals klar aufgezeigt und durchleuchtet wird. Wir als Veranstalter haben uns darum bei der jetzigen Faktenlage entschieden, Varg auf dem W:O:A spielen zu lassen und nicht vom Billing zu streichen, denn gerade wir Metalheads sind doch dafür bekannt, Menschen die Fehler eingestehen und sich klar positionieren eine zweite Chance zu geben.”

http://www.wacken.com/woa2010/main-news/news/ansicht/article/statement-zum-thema-varg-auf-dem-woa/

“Wir baten euch vor einigen Wochen um ein wenig Geduld, damit wir uns in der Angelegenheit VARG ein umfassendes Bild machen können. Das ist, wie schon mehrfach erwähnt, nicht so einfach gewesen, wie zunächst gedacht. Besonders, da in dieser Angelegenheit viel Engagement von den beiden politischen Extremen in die Kampagne gelegt wurde, so dass wir regelrecht mit Mails zu diesem Thema zugespamt wurden. Nun, da wir viele Gespräche mit VARG, Philipp, Pressevertretern und einer Menge Metal Fans geführt haben, haben wir uns entschieden, VARG auf dem Party.San Billing zu belassen. Da bei der Diskussion in allen Foren viele Emotionen im Spiel waren, wollen wir euch diese Entscheidung in ein paar kurzen Worten erklären.

Das Party.San Open Air ist für eine klare politische Haltung gegen die Unterwanderung der Metal Szene durch rechte Spinner bekannt. Als die ersten Mails bei uns eintrafen, die VARG und Philipp einen rechten Background unterstellten, war klar, dass wir die Band bei uns nicht auftreten lassen, wenn sich diese Anschuldigungen bewahrheiten sollten.

Um das herauszufinden, haben wir uns nicht nur auf die zahlreichen Statements von Philipp verlassen. Wir haben uns weiter in das Thema eingelesen und recherchiert. Dabei wurde deutlich, dass die meisten Informationen, die die Kampagne angeheizt haben, von der rechten Seite kamen. Private Fotos aus der Zeit als Philipp noch mit der rechten Szene zumindest kokettierte, oder sogar seine Schularbeiten konnten nicht so einfach ins Netz gelangen. Sie wurden gezielt eingesetzt, um Philipp zu diskreditieren – auf zum Teil gefakten, rechten Internetpräsenzen. Die extrem Linke und einige, privat von Philipp „Enttäuschte“, ließen sich vor den Karren spannen und schürten die Kampagne weiter. Philipp musste sich – zu Recht – bei seinen Fans, Label, Veranstaltern und der Presse erklären. Daraus ergibt sich, dass Philipp wirklich eine rechtseitig blinde Vergangenheit hat und sich von dieser nun distanziert und er klar gegen die rechte Szene Stellung bezieht.

Was bleibt also unterm Strich, was unsere Entscheidung beeinflusst.

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VARG, eine Band, die kommerziellen Erfolg haben will und weder in Texten noch durch äußere Bekundungen in die rechte Ecke gehört
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der Sänger von VARG, Philipp, der in der Vergangenheit mit der rechten Szene in Berührung gekommen war und sich nun mit aller Kraft davon distanziert und die rechte Szene öffentlich bekämpft.
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eine wütende rechte Szene, die damit eine ihrer gewünschten Lichtgestalten verloren hat
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eine, bei der Rechten abschreibende, extreme Linke die sich beim mopsen erwischen ließ und offenbar keinem rechten Aussteiger eine Chance geben will – und somit negiert, dass der Mensch lernfähig ist

Wir sehen den Menschen als lernfähig an und erkennen den positiven Lern-Ansatz bei Philipp an, so dass wir ihm nicht die Tür vor der Nase zuschlagen werden. Warum sich einer aus dem Dunstkreis der Rechten befreit, ob aus moralischen oder kommerziellen Gründen, ist uns dabei egal. Wichtig ist, dass es so ist und wir den Eindruck haben, dass dieser Vorgang nicht umkehrbar ist. Davon sind wir im Fall Philipp überzeugt.

Wenn wir als Metaller, den Mitläufern und/oder Aussteigern aus der rechten Szene nicht die Möglichkeit geben würden, sich in der Mitte der Gesellschaft neu zu etablieren, müssen wir davon ausgehen, dass keiner mehr seinen ideologisch, verklärten Lebenswandel überdenkt und sich neu positioniert. Somit sehen wir im Verbleib von VARG auf dem Party.San Billing unsere eigene moralische Pflicht.

Das Party.San Team”

http://www.party-san.net/openair/news/index.php?shownews=100&lang=de

Dazu gibt es auch eine Videobotschaft von Philipp Seiler:

http://wackentube.com/video/1549/Varg+Statement+Against+Racism

Die Entscheidung, VARG weiterhin auf diesen Veranstaltungen spielen zu lassen, ist gut und richtig. Aber sie kann nur der Anfang sein! Denn es muß endlich Schluß sein mit dem Ausgrenzen, dem Boykottieren und dem Verfolgen von Musikern in unserer Black- und Pagan Metal-Szene!

Der Fall des Philipp “Freki” Seiler von VARG hat sehr deutlich gezeigt, dass man eben doch Kontakte in die sog. “NSBM”-Szene unterhalten – und sich dort sogar organisatorisch entfalten! – kann, ohne sofort als “Nazi” stigmatisiert zu werden. Philipp Seiler hat erklärt, dass er selbst kein Nationalsozialist, Rassist und Antisemit ist. Deshalb darf er auf Veranstaltungen, die sich ansonsten “gegen rechts” aussprechen und engagieren, auftreten.

Mieze vom PartySan Open Air hat die neue Linie beim Umgang mit Musikern, denen irgendwelche Vorwürfe hinsichtlich ihrer Gesinnung gemacht werden, vorgegeben:

“Warum sich einer aus dem Dunstkreis der Rechten befreit, ob aus moralischen oder kommerziellen Gründen, ist uns dabei egal. Wichtig ist, dass es so ist und wir den Eindruck haben, dass dieser Vorgang nicht umkehrbar ist.”

In Zukunft wird von niemanden mehr, dem eine Meinung, Bekanntschaft, oder Handlung im Zusammenhang mit dem “NSBM” vorgeworfen wird, eine gewundene Erklärung verlangt oder erwartet. Es wird völlig ausreichend sein zu sagen, dass man ab jetzt Geld verdienen, und deshalb mit dem “Nazi-Kram” nichts mehr zu tun haben, will.

Das ist ein wichtiger Fortschritt hin zur Normalisierung in unserer Szene, denn damit bleiben uns pathetische und unglaubwürdige Entschuldigungen und Rechtfertigungsversuche von Seiten der betroffenen Musiker erspart.

Nachdem VARG auf diese Weise rehabilitiert sind, sollten andere Bands bald folgen. Immerhin gibt es in unserer Szene ja viele Musiker, denen aus viel nichtigeren Gründen, als es bei Philipp Seiler der Fall gewesen ist, das Leben schwer gemacht wird.

[Quelle: Ablaze Magazin]

Philipp “Freki” Seiler: Ist der Wolf zum Abschuss freigegeben?

Vargleserbrief-228x300 in Erst sah es so aus, als ob sich Philipp “Freki” S. von VARG auf die Unterstützung der einflußreichen “Metalbrüder” aus den Redaktionen der deutschen Metal-Magazine verlassen kann, nachdem seine Kontakte und Aktivitäten am “rechten Rand” der Metal-Szene im Januar publik gemacht wurden.

Die Vorwürfe an seine Adresse, geäußert zum Beispiel in den Foren von RockHard und Metal Hammer, wurden als “Hetze” und als “Verleumdung” zurückgewiesen. Um die weitere Debatte um S. zu stoppen, wurden die entsprechenden Themen kurzerhand geschlossen oder gelöscht. Auch die Veranstalter von Wacken und vom PartySan Open Air haben die Vorwürfe nicht ernst genommen.

Am 25.01. bzw. am 27.01. wurde sowohl vom Wacken als auch vom PartySan eine Stellungnahme/Entscheidung hinsichtlich des geplanten Auftritts von VARG, unter Beteiligung von Philipp S., auf beiden Festivals angekündigt. Auf eine entsprechende Erklärung wartet man nach wie vor!

Dafür hat S. im Forum seines Wolfszeit-Festivals verkündet:
“Um Diskussionen Mutmaßungen usw vorzubeugen:
Es kommt ein großes Rock Hard Interview das keine Fragen offen lassen wird. Bitte wartet das ab und fragt mich dann falls ihr noch etwas wissen möchtet.
Danke!”

In der Zwischenzeit distanzierten sich sowohl das Ragnarök-Festival (VARG dürfen nur ohne “Freki” auftreten) als auch das Legacy von Philipp S.; letztere veröffentlichten einen umfangreichen Artikel und erklärten:

“Nun geht ihm der Arsch auf Grundeis. Er hat sich beim Schwindeln erwischen lassen, er hat seine Fans enttäuscht und seine Band kompromittiert. Diese Suppe will aus unserer Redaktion keiner für ihn auslöffeln, indem er seinen Namen unter ein „kritisches Interview“ mit VARG setzt. Mit dieser Meinung stehen wir nicht allein, und wollen damit allen den Rücken stärken, die sich im Moment nicht trauen, die Angelegenheit so anzufassen, wie es sich vernünftiger- und verantwortungsvollerweise gehört.”

Mit Spannung wurde das angekündigte Interview mit Philipp S. im RockHard erwartet. Dieses Interview existiert tatsächlich, denn im o.g. Artikel des Legacy wurde darauf Bezug genommen: “Dabei ist längst ohne Belang, ob wirklich alles der Wahrheit entspricht, was Freki vorgeworfen wird, denn alles, was er in einem Interview mit den Kollegen vom Rock Hard einräumt, bewegt sich mit den übrigen im Raum stehenden Vorwürfen auf der mehr oder weniger gleichen Ebene.”

Die aktuelle Ausgabe des RockHard ist jetzt erschienen. Ohne Interview mit Philipp S./VARG. Stattdessen wurde seine Stellungnahme, die bereits im Forum des RockHard veröffentlicht wurde, als Leserbrief abgedruckt. Eine andere Erwähnung der “causa VARG” gibt es nicht.

Überraschen darf das nicht. Redaktionsintern wird man wohl zu der Überzeugung gekommen sein, dass es keine hundertprozentige Sicherheit dafür gibt, dass dieses Interview wirklich einen Schlußstrich unter die Affäre um Philipp S. ziehen kann. Wer kann dafür garantieren das nicht noch mehr Details aus den Machenschaften von S. bekannt werden, die seine Aussagen in dem Interview schließlich konterkarieren?

Also hat man seine Stellungnahme als Leserbrief abgedruckt. Unkommentiert. Ein Leserbrief muss mit der Meinung der Redaktion nicht identisch sein. Auf diese Weise rückt man von Philipp S. ab, jedoch ohne den kalkulierten Knallfeffekt des o.g. Legacy-Artikels. Denn die weitere Vorgehensweise in der “causa VARG” wird man sicherlich von den Reaktionen der Leser, auf diesen Leserbrief, abhängig machen wollen. Erst wenn sich ein Trend abzeichnet, entweder in Form von Desinteresse und Ignoranz oder durch Verurteilungen und Boykottaufrufe, wird die Redaktion des RockHard wohl darüber entscheiden, wie man sich in Zukunft gegenüber Philipp S. verhalten will.

Jedoch kann schon soviel gesagt werden, dass die Tage des “Freki” gezählt zu sein scheinen. Abgesehen von dem VARG-Label Noise Art/Rock The Nation gibt es bislang niemanden aus dem Kreis der “Metalbrüder”, der sich ganz vorbehaltlos zu Philipp S. und VARG bekennen will. Obwohl es am Anfang den Anschein hatte, als würde S. auf die Unterstützung seiner Geschäftspartner und Gönner zählen können, hat sich diese, seine Hoffnung am Ende doch nicht erfüllt.

Das alles (er)klärende Interview mit dem RockHard, welches doch nicht abgedruckt worden ist, legt den Verdacht nahe: Der Wolf ist zum Abschuss freigegeben.

[Quelle: VARG - FREKI - WOLFSZEIT]

Anmerkung: Auch bei diesem offenen Brief, versucht Philipp Seiler aka Freki sich mit vielen Lügen rauszureden. Auf einmal sind es die bösen Nazis. Er erwähnt aber nicht, weshalb er noch vor wenigen Wochen (Januar 2010) mit seiner Band VARG in einem Club der rechten Szene zur “Berliner Schlachtnacht” aufgerufen hat. Er hatte damals längst seine Distanzierungskampagne begonnen und war dennoch weiterhin aktiv am rechten Rand. Oder als er vor gerade mal einem halben Jahr als Veranstalter eines NSBM Konzertes auftrat, auch dies wird bewußt im offenen Brief verschiegen, weil dies alles entgegen seinen Aussagen steht.

Es verwundert zudem das immer so getan wird als wäre nur Philipp Seiler das Proble der Band VARG. Nach mehreren Zeigenaussagen, scheinen auch die anderen Bandmitglieder eine rechtsextreme Gesinnung haben und gerne privat Rechtsrock Bands hören. Auch hatte man im Proberaum NPD Plakate, laut einer Aussage aus dem Umfeld der Band.

Nuclear Blast: VARG wird nicht verkauft

Nuclearblast in Nuclear Blast bleibt konsequent in Sachen Rechtsextremismus.
Nachdem Sie den Plattenvertrag mit der Coburger Viking Metal Band VARG wegen rechtsextremen Umtrieben platzen liesen, bleiben Sie konsequent und vertreiben auch in ihrem Nuclear Blast Online Shop keinerlei Artikel dieser äußerst zweifelhaften Band.

Während Versandhändler wie EMP aus Gründen des Profits keine Skrupel kennen und sogar exclusive T-Shirts der rechtsgerichteten Band VARG vertreiben, bleibt Nuclear Blast standhaft.

Einzig das Ragnarök Festival hat wenigstens teilweise eingesehen das man derartige Umtriebe nicht dulden kann und hat zumindestens den Band-Boss “Freki” der Band VARG vom Festival ausgeladen. Der Rest der Band, darf jeoch auftreten, obwohl diesen ebenso rechtsextremes Gedankengut nachgesagt wird.

Es bleibt spannend ob das weltgrößte Metal Festival, das Wacken Open Air, tatsächlich diese äußerst umstrittende Band auftreten läßt.

Wacken kurz vor dem Ausverkauf

Wacken2010 in

Wacken Open Air 2010 bald ausverkauft?

Der Veranstalter meldet den baldigen Ausverkauf des weltweit größten Festivals für Heavy Metal:

Die Hammerparty wird garantiert wieder unter ausverkauftem Himmel statt finden.

Wer noch nicht zugeschlagen hat, sollte sich beeilen!

Letzte Tickets erhältlich bei:

www.metaltix.com

Philipp “Freki” Seiler: Ein Aussteiger oder ein Aufsteiger?

“rechte black metaller rächen sich an abtrünnigem”, mit dieser reißerischen Schlagzeile wird ein aktueller Artikel im Infoblog “Fight Fascism” überschrieben. Weiter heisst es, dass Philipp “Freki” S. von der deutschen Pagan Metal-Band VARG es “gewagt” habe, sich von dem “rechten Rand” des Black Metal abzuwenden. Deshalb wird ihm nun mit Gewalt gedroht; und eine Rufmord-Kampagne sei ebenfalls aus diesen “rechten Kreisen” gegen S. initiiert worden.

Zugegeben, in so einigen Kommentaren, die man in den vergangenen Tagen im Internet lesen konnte, wurde S. vielleicht zu eilfertig als “Nazi” denunziert. Seine Band VARG kann schon per definitionem gar kein “NSBM” (gewesen) sein, weil diese Band nämlich Pagan Metal – und nicht Black Metal – zu spielen vorgibt. Ab wann ist man ein “Nazi”? Reicht schon das Hören einer Band wie LANDSER, das Tragen eines Hemdes der Band ABSURD, das gelegentliche “Abhitlern” auf Partys und die Phrasendrescherei im Freundeskreis, um als “Nazi” gelten zu können? Zwar gibt es die “Antifaschisten” unter uns, welche diese Annahme unumwunden bejahen werden. Aber realistischerweise sollte ein “Nazi” doch über eine gewisse, ausgeprägte Weltanschauung verfügen – die er auch argumentativ darlegen kann – um als solcher gelten zu können.

Philipp S. wird so einiges nachgesagt. Im Forum des Wacken Open Air schreibt ein “Meister X” von einem Treffen mit der Band VARG, welches folgende Erkenntnisse über S. brachte: “Von klaren Ausländerfeindlichen und antisemitischen Sprüchen, bis zum Bekenntnis das man sich selbst als Rechts sieht und Bands wie Landser, Lunikoff, Stahlgewitter, Division Germania, Racewar, usw. hören würde. (…) Philipp selbst stimmte sogar Lieder von Landser an !!” Ein gewisser Tobias Geipel sekundiert in einem offenen Brief: “Am liebsten hätten Sie (Philipp S. – d.V.) ein paar NSBM Bands spielen lassen, aber Sie meinten das bereits mit den jetzigen Bands schon sehr viel Ärger mit der Stadt Hollfeld bestanden hatte und es sehr schwer ist mit dem Veranstaltungsort.” Dennis Knoll von Schwarze-News.de schildert im Blackpott-Forum seinen Eindruck von den aktuellen Stellungnahmen des Philipp S.: “Wenn man seine ‘Ausreden’ so mit bekommt, dann wirkt das ganze doch peinlich. Vor allem Aktionen auf vorher gegangenen Festivals, wo Gäste dazu spaßeshalber gezwungen wurden (Aussagen von Gästen) Hitler grüße zu machen ist bitter.” Und ein “Daimonic” berichtet bereits 2009 in einem Beitrag auf der Seite resurrection-dead.de, dass Philipp S. mit seinem Kontakt zu Hendrik M. regelrecht geprahlt haben soll.

Aber war S. deshalb ein “Nazi” im eigentlichen Sinne? Besagter Hendrik M. hat dazu im Sonnenritter-Forum geschrieben: “Ich glaube ihm, dass er kein ‘Nazi’ ist. Philipp ist nichts anderes als ein Opportunist, und ein Heuchler/Lügner obendrein. Im Jahr 2007 war eine Wacken-Karrie für Varg noch undenkbar, und er wollte sich damals alle ‘Optionen offenhalten’.”

Man wird einem Hendrik M. wohl zugestehen, dass er seinesgleichen erkennt wenn er sie trifft. Und seine Analyse von Philipp “Freki” S. klingt sehr viel einleuchtender als der schrille “Nazi-Alarm” bei manchen Zeitgenossen. Denn auch wenn alles, was über die Machenschaften von S. berichtet wird, der Wahrheit entsprechen sollte – so darf man ihn sich deshalb noch immer nicht als strammen “Kameraden” und als Parteigänger der NPD vorstellen. Denn S. hätte sich dann einfach nicht sehr viel anders benommen als viele deutsche Heranwachsende ohne Migrationshintergrund. Ihre Verbindung zum Rechtsextremismus ist subkulturell geprägt, und korrespondiert gar nicht mit einer gefestigten Weltanschauung. Man muss sich auch noch einmal die Aussage eines alten Freundes von Philipp S., nämlich Sebastian “Geri/Morsan” F. von der Band IVENBERG, ins Gedächtnis rufen. F. stellt in einem Blog auf dem MySpace-Profil seiner neuen Band fest: “Die jetzigen Mitglieder kenne ich persönlich und ich kann keinerlei politische Interessen bei ihnen feststellen!” Die Betonung liegt auf “keinerlei politische Interessen”. Und in der Tat, ein Hitlergruss macht einen Menschen genauso wenig zum “Nazi” wie das Singen eines Liedes von der Band LANDSER.

Unbestritten sind aber die Kontakte von Philipp S. zu Personen vom “rechten Rand” des Black Metal, die er selbst als “negative Hauptfiguren” bezeichnet. Diese Kontakte hat S. eingeräumt. Um seine Kontaktaufnahme zu verstehen, sollte man sich die Facharbeit, welche S. im Jahr 2007 geschrieben hat und die hier abrufbar ist, genauer durchlesen. Beinahe schon bewundernd schreibt S. über Hendrik M., dass dieser “in der Szene zur Kultfigur” aufgestiegen sei. Dessen ehemalige Band ABSURD kann S. “als einen der Hauptpfeiler benennen, auf die die Beziehung zwischen Rechtsradikalen und dem Pagan Metal seit Anbeginn baut.” Prophetisch erklärt S., dass M. “wohl erst ab Mai 2007 wieder aktiv ins Geschehen eingreifen kann.”

Nun stelle man sich das einmal bildlich vor. Da sitzt ein junger Gymnasiast, der Pagan Metal hört und seine eigene Band, VARG, gegründet hat. Diese Band ist zu jenem Zeitpunkt noch unbekannt, das Debütalbum “Wolfszeit” noch nicht veröffentlicht (i.ü. über ein Label, das man auch als “Tarnfirma” für den als “rechtsradikal” geltenden Wikingerversand bezeichnet hat), und die weitere Karriere ist noch völlig ungewiss. Aber eines weiß Philipp S. wohl ganz genau: Karriere, die will er in dieser Szene des Pagan Metal unbedingt machen! Da gibt es eine “negative Hauptfigur”, die bereits lange vor Philipp S. eine – skandalträchtige – Karriere vorweisen konnte. Philipp S. weiss es bestimmt besser als so mancher Kritiker der Band ABSURD: Die Band, an der Hendrik M. in den 1990-ern mitgewirkt hat, gilt im Jahr 2007 als extrem populär. ABSURD bedienen schon lange kein “Nischenpublikum” mehr; die Musik dieser Band wird auch von solchen Leuten gehört und für gut befunden, welche sich mit den Botschaften, die in dieser Musik transportiert werden sollen, gar nicht identifizieren möchten. So berühmt und erfolgreich möchte Philipp S. mit VARG bestimmt auch gerne sein, natürlich ohne Aufenthalt im Gefängnis und Boykott durch die Musikindustrie. Deshalb ist es auch absolut nachvollziehbar, dass er ein Konzert von ABSURD sozusagen vor seiner eigenen Haustür – in Franken – besucht hat; und seine Kontaktaufnahme mit Hendrik M. erscheint als logische Schlußfolgerung jener Faszination, die S. für eine solche “negative Hauptfigur” zweifelsfrei empfunden haben wird – dazu muss man nur zwischen den Zeilen seiner eigenen Facharbeit lesen.

Zu diesem Zeitpunkt war es tatsächlich nicht absehbar, dass VARG nur drei Jahre später auf den größten Festivals der deutschen Metal-Szene auftreten können – ein Erfolg, der einer Band wie ABSURD aus Gründen, die auf der Hand liegen, wohl immer verwehrt bleiben wird. Aber 2007 war eine derartige Karriere eben außerhalb der Vorstellungskraft, und Philipp S. wird es stattdessen schon genügt haben, dass man seine Band VARG überhaupt irgendwie zur Kenntnis nimmt – egal, in welchen Kreisen.

Sein eigenes Festival – Wolfszeit – hat Philipp S. scheinbar aus hauptsächlich drei Gründen ins Leben gerufen, so steht jedenfalls zu vermuten. Einmal sollte dieses Festival als Vehikel für VARG dienen; zweitens sollte dieses Festival zur Profilierung von Philipp S. beitragen; und drittens sollte mit diesem Festival den eigenen Eltern demonstriert werden, dass man mit Pagan Metal sehr wohl Geld verdienen kann. Aber S. hatte natürlich ein nicht unerhebliches Problem, als ihm die Idee zum Wolfszeit-Festival gekommen ist. Denn es gibt ein anderes Pagan Metal-Festival in Franken, das schon länger existiert und sich kommerziell prächtig entwickelt hat: das Ragnarök-Festival. Natürlich darf man davon ausgehen, dass S. sich vom Ragnarök-Festival überhaupt erst dazu inspirieren ließ, nun sein eigenes Festival aufzuziehen. Aber zwei Pagan Metal-Festivals in der selben Gegend, wo vielleicht auch noch die selben Bands auftreten…? Das hätte nicht funktioniert. Deshalb wird S. sich gedacht haben, dass er sein eigenes Festival vom Ragnarök absetzen muss. Nicht nur andere Bands als auf dem Ragnarök wollte er auf sein Wolfszeit-Festival holen, sondern auch ein anderes Klientel als sein Publikum ansprechen.

Nämlich solche Fans des Pagan Metal, die – wie man es ja auch von S. hört – kein Problem mit Bands wie ABSURD oder TOTENBURG haben. Das Ragnarök hatte nach einem tendenziösen TV-Beitrag 2006 damit begonnen, sich “gegen rechts” abzugrenzen. S. konnte zu Recht darauf hoffen, dass jener Teil des Publikums, der sich ungern vorschreiben lässt welches Bandhemd auf einem Konzert angezogen werden darf, sich vom Ragnarök ab- und zum Wolfszeit-Festival hinwenden wird. Vor diesem Hintergrund kann die Einladung an Hendrik M., doch ebenfalls zu diesem Festival zu kommen, beinahe als geschickter Schachzug im Marketing verstanden werden! Wenn sozusagen die “negative Hauptfigur” des Black und Pagan Metal auf einem solchen Festival unterwegs ist, dann werden die vielen Fans seiner Band ABSURD sich vielleicht ebenfalls gerne dort blicken lassen…!?

Tobias Geipel berichtet in seinem offenen Brief an Philipp S: “Sie erzählten mir von dem Ärger im Vorfeld mit der Antifa und das Sie deshalb den Veranstaltungsort erst kurz vorher bekannt geben konnten und das ganze als geschlossene Veranstaltung laufen müsse, wegen den ‘scheiss Linken’. Am liebsten hätten Sie ein paar NSBM Bands spielen lassen, aber Sie meinten das bereits mit den jetzigen Bands schon sehr viel Ärger mit der Stadt Hollfeld bestanden hatte und es sehr schwer ist mit dem Veranstaltungsort.” Insofern diese Behauptung korrekt ist, wird man wohl davon ausgehen dürfen, dass S. tatsächlich nach Mittel und Wegen gesucht hat um Veranstaltungen mit solchen als kontrovers geltenden Bands, die – wie er in seiner Facharbeit in Bezug auf ABSURD geschrieben hat – sich trotz heftiger Anfeindungen “mit der Zeit zu einem der populärsten Vertreter des Pagan Metals in Deutschland gemausert hat”, durchführen zu können. Schnell wird er eingesehen haben, dass so etwas im Rahmen des Wolfszeit-Festivals undurchführbar ist. Aber als separates Konzert, klandestin organisiert, kann dergleichen auch in Deutschland funktionieren. Laut dem Ablaze Magazin war Philipp S. der Veranstalter eines – kurzfristig abgesagten – Konzertes von KRODA in Annaberg-Buchholz, im Juni 2009. Es bleibt natürlich Spekulation: Aber wenn es in Deutschland kein so aufgeheiztes Klima, welches immer wieder zu abgesagten Konzerten von solchen Bands, denen man eine “rechtsradikale Gesinnung” unterstellt, führt, geben würde – hätte Philipp S. eine Band wie KRODA dann sogar auf sein Wolfszeit-Festival eingeladen?

Hinsichtlich des Wolfszeit-Festivals 2010 hat diese Frage sich ohnehin erübrigt, weil S. sich auf einmal noch antifaschistischer als das Ragnarök-Festival geben will. Wer von ihm oder seiner Security als “Nazi” ermittelt wird, dem droht der unmittelbare Platzverweis. Auch mit der Band VARG schlägt S. plötzlich ganz neue Töne an. “VARG & Fans gegen Nazis”, so lautet das Motto einer virtuellen Kampagne. “Wir sehen die Probleme, kümmern uns darum, was in unserer Szene passiert und lehnen eine Unterwanderung von rechts komplett ab!”, schreibt S. in einem Blog auf dem MySpace-Profil seiner Band. Derartige öffentliche Äußerungen wird man von S. vor 2010 vergeblich suchen. Dabei hat er, man kann es gar nicht oft genug betonen, “die Probleme” einer “Unterwanderung von rechts” doch bereits 2007 in seiner Facharbeit benannt! Woher nun wieder der plötzliche Sinneswandel?

Hat man es – um die Theorie der Antifa aufzugreifen – mit einem “Aussteiger” aus der “rechtsextremen Szene” zu tun? Es ist von S. nicht bekannt, dass er Mitglied einer “rechtsextremen Kameradschaft” o.ä. gewesen sein soll. Dem organisierten “Rechtsextremismus” hat er, allem Anschein nach, zu keinem Zeitpunkt angehört. Ihn nun als “Aussteiger” hinzustellen, das entbehrt jeder Grundlage und Rechtfertigung! Denn aus welchen Strukturen soll er sich gelöst (“befreit”) haben? Organisatorische Strukturen, wie eben festgestellt, waren keine vorhanden. Und Denkstrukturen und -muster?

Weder in den Texten von VARG, soweit von S. verfasst, noch in seinen Interviews macht er den Eindruck eines ideologischen Menschen. Auch sein Interesse an Philosophie und/oder Religion scheint allenfalls rudimentär ausgeprägt zu sein. Man kann Philipp S. nicht gerade als besonders spirituell veranlagten Vertreter des Pagan Metal einstufen. Von daher ist der Versuch, ihn als jungen Mann, der zunächst ideologisch verblendet war, sich dann mit “falschen Freunden” eingelassen hat um schließlich zu einer schmerzhaften Selbsterkenntnis, die ihn zur Abkehr von alledem veranlasst, zu führen, darzustellen, von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Es scheint auf Philipp S. viel eher das Charaktermodell des ehrgeizigen Opportunisten und Karrieristen zu passen, der absolut keine Gelegenheit auslässt um sich “nach oben” zu arbeiten. Dabei bedient er sich wohl auch fragwürdiger Methoden und kontroverser Zeitgenossen, wenn er sich davon nur einen Vorteil verspricht bzw. er sich einbildet, mit deren Hilfe wieder ein gutes Stück auf der Karriereleiter voranzukommen. Und Philipp S. war so gut darin, dass ihn sein eigener und schneller Erfolg überrascht haben dürfte! Sozusagen wurde er augenscheinlich von den Ereignissen überholt, als Nuclear Blast aus Donzdorf, das deutsche Superlabel im Metal-Bereich, Interesse an VARG bekundet hat. Darauf wird S. zwar insgeheim gehofft haben, aber dass das Vertragsangebot so bald kommen würde – sicherlich hat das nicht nur die Metal-Szene, sondern vor allem ihn selbst, sehr überrascht.

Auch diese Überlegung ist wieder spekulativ, aber bei allem, was man nun über S. weiß und erfährt, kann man ihm auch einen gewissen “Masterplan” für seine Karriere als Musiker und Veranstalter unterstellen. In diesem Plan war der Ausflug an den “rechten Rand” des Black Metal nur eine Station auf dem Weg nach oben; eine Station, die S. in absehbarer Zeit hinter sich lassen wollte; darauf vertrauend, dass die ihm jetzt nachgesagten Machenschaften sowieso bald vergessen bzw. auch gar nicht erst bekannt werden. Dieser Zeitpunkt war im Jahr 2009 noch nicht gekommen. Deshalb kam das Angebot, einen Plattenvertrag bei einem Branchenriesen zu unterschreiben, eigentlich um ein, zwei Jahre zu früh.

Wie man weiß, wurde der bereits geschlossene Vertrag (denn Nuclear Blast stellten VARG bereits als Neuzugang auf dem Label vor, weshalb die Verhandlungen zwischen beiden Parteien auch erfolgreich abgeschlossen gewesen sein müssen) kurzerhand aufgekündigt. Über die Gründe wird viel spekuliert. Es erscheint nicht abwegig, dass Nuclear Blast auf Dinge aufmerksam (gemacht) wurde, die Philipp S. nicht zufriedenstellend erklären konnte. Bei Nuclear Blast ist man natürlich auf ein politisch korrektes Image bedacht; und es wäre ein Super-GAU für die Labelpolitik, wenn eine Band, die bei Nuclear Blast unter Vertrag steht, mit jemanden wie Hendrik M. in Verbindung gebracht wird.

Die Theorie, dass Nuclear Blast den Vertrag mit VARG deshalb aufgekündigt haben weil man sich von der anderen Partei “arglistig getäuscht” fühlte, erhält auch Substanz durch die Reaktion von Philipp S. bzw. VARG im Anschluß an die Meldung, dass es keine Veröffentlichung von “Blutaar” über Nuclear Blast geben wird. Auf einmal erkannte S. im Pagan Metal die Gefahr einer “Unterwanderung von rechts” (man erinnere sich jedoch an seine Facharbeit!), gegen die er und seine Band etwas unternehmen wollen. Deshalb wurde nun eine antifaschistische Kampagne inszeniert, die im Pagan Metal ihresgleichen sucht.

Für einen Menschen ohne “politische Interessen” ist das ein sehr bemerkenswertes Engagement; und für einen Menschen mit jahrelangen Verbindungen an den “rechten Rand” des Black Metal ist dieses Engagement sehr verdächtig. Wenn Philipp S. niemals ein “Nazi” war, dann kann er jetzt auch kein “Antifaschist” sein. Aber ein Opportunist ist er nach wie vor, möchte man meinen. Sehr flexibel versucht er sozusagen jede Erwartungshaltung, die ihm ein Weiterkommen im Musikgeschäft ermöglicht, mehr als zufriedenzustellen.

Philipp S. weiß natürlich, dass zum Beispiel der Veranstalter des PartySan Open Air eine klare Linie “gegen rechts” verfolgt. So, wie S. vielleicht dem Hendrik M. mit irgendeinem Verhalten imponieren wollte, wird er nun auch den bekennenden Antifaschisten in der Metal-Szene beweisen wollen, dass er alles aber bloß kein “Nazi” ist. Wie er das macht, beweist einmal mehr seine offenkundig fehlende geistige Reife. Denn er schreibt im erwähnten Band-Blog: “Ich liebe die Vielfalt der Kulturen – und das nicht nur weil ich lettischen und brasilianischen Metal höre und Döner esse! (…) Oder noch klarer ausgedrückt: ich verabscheue Faschismus und Rassismus.” Die Musik die man hört, oder die Mahlzeiten die man verspeist, sollen also ausschlaggebend dafür sein, ob man ein “Nazi” ist – oder nicht? Was soll man da vom Vegetarier Adolf Hitler, der gerne Disney-Filme geschaut hat, halten? So, wie Philipp S. mit dem ihm vorgeworfenen Singen von LANDSER-Liedern eine ideologische Affinität zu “den Rechten” vorgaukeln wollte, so will er der Welt nunmehr allen Ernstes weismachen, das Verspeisen eines Döners mache ihn zum “Antifaschisten”?

Zur Zeit steht für Philipp S. alles auf dem Spiel. Er schreibt davon, dass die Vergangenheit den Menschen manchmal einholt. Daraus kann man schlußfolgern, dass er gemerkt hat, dass der Abstand zwischen seinem geplanten KRODA-Konzert 2009 und seinem geplanten Auftritt mit VARG auf dem Wacken 2010 einfach noch nicht groß genug ist, damit man die Vergangenheit erfolgreich auf Abstand halten kann. Ein gravierender Charaktermakel von Karrieristen ist nämlich ihre Ungeduld und Maßlosigkeit; es kann ihnen nicht schnell genug gehen und sie können auch nie genügend neue Erfolgserlebnisse haben. Dieser Umstand könnte Philipp S. zum Verhängnis werden, und seine Karriere als Musiker im Pagan Metal jäh beenden.

Es sei denn, seine Position als Protegé des RockHard ist schon so sehr gefestigt, dass man ihm den Ausweg als “Aussteiger” eröffnet. Das angekündigte VARG-Interview im RockHard könnte wohl nach dem Schema strukturiert sein, dass Philipp S. tatsächlich zugibt, enger als bisher bekannt mit dem “rechten Rand” des Black Metal verbunden gewesen zu sein. Er habe aber erkannt, wie “falsch” alles bei den “Nazis” sei: deren Ideale und Werte, ihre Kameradschaft, ihre Ziele und Wünsche, etc.pp. – entsprechende Floskeln kann Philipp S. sich ja von anderen “Aussteigern” abschreiben, oder man wird ihm sowieso schon seine Antworten diktieren. Und nachdem S. nun “geläutert” und “gereift” ist, und er “reinen Tisch” mit sich und der Metal-Szene gemacht hat, darf er mit VARG natürlich auch auf dem PartySan Open Air auftreten – als Wiedergutmachung der Metalbrüder für die Seelenpein, welche für Philipp S. mit seinem “Ausstieg” aus der “rechten Szene” verbunden war. Nicht zu vergessen die bestimmt sehr ernstzunehmenden Drohungen gegen ihn, welche in einigen Internet-Foren zirkulieren und S. ganz sicher in Angst und Schrecken versetzen…

Ja, und damit kann es für Philipp “Freki” S. wieder aufwärts gehen. Andere “Aussteiger” glauben, bis auf andere Kontinente flüchten und sich dort vor der Rache ihrer ehemaligen Gesinnungsgenossen verstecken zu müssen. Ein Philipp S. wird stattdessen auf große Tour mit VARG gehen, und auf den Bühnen dieser Welt zu sehen sein.

[Quelle: Varg - Freki - Wolfszeit]

Philipp “Freki” Seiler: Die schützende Hand der Metalbrüder

Philipp “Freki” S: Die schützende Hand der Metalbrüder
(Rückblende):

Anfang 2007 in Essen. Ørjan “Hoest” Stedjeberg betritt völlig betrunken, mit einem aufgemalten Hakenkreuz auf der nackten Brust, die Bühne. Die deutsche Metal-Presse ist außer sich. Stedjeberg wird sich zwar dafür entschuldigen, doch bleibt seine Band TAAKE bis Anfang 2009 in Deutschland boykottiert. Konzerte werden abgesagt bzw. abgelehnt.

Anfang 2007 in Gremsdorf. Philipp “Freki” S. besucht ein Konzert der Band ABSURD. Daraus entsteht eine Bekanntschaft mit Hendrik M., bekannt als “Satansmörder von Sondershausen”, die bspw. zu dessen Einladung auf das Wolfszeit-Festival, von S. veranstaltet, im selben Jahr führt. Die deutsche Metal-Presse schweigt. S. gibt diesen Kontakt zu, aber seine Band VARG darf weiterhin auf dem Wacken und auf dem PartySan Open Air auftreten.

Seit dem 17.01.2010 wurde sehr viel über Philipp “Freki” S. im Internet geschrieben. Die meisten Diskussionen fanden in Online-Foren statt, die zum Beispiel vom RockHard; vom Metal-Hammer; vom Wacken Open Air; vom PartySan Open Air, etc.pp., verwaltet werden. Also an virtuellen Orten, wo sozusagen die gesamte Metal-Szene in ihrer ganzen Vielfalt aufeinandertrifft.

Es ist sehr interessant, die Reaktionen auf das Foto, welches S. mit einem ABSURD-Hemd bekleidet zeigt, sowie auf die sich daran anschließenden Vorwürfe und Stellungnahmen, zu beobachten.

Zunächst gibt es einen grundsätzlichen Abwehrreflex in diesen Foren: Die Kritiker von S. sollen entweder “Linksextreme” auf einer Hexenjagd oder “Rechtsextreme” auf einem Rachefeldzug sein. Mit dieser Einordnung ist für die Mehrzahl der Foren-Mitglieder der Fall auch schon wieder erledigt. Es handelt sich um die Desinteressierten. Sie haben weder ein Interesse an der Person Philipp S., noch an seiner Band VARG, oder gar an irgendeiner Diskussion zu diesem Thema.

Dann gibt es natürlich die Fans von VARG, welche S. als Opfer eines “Rufmords” sehen. Sie können die ganze Aufregung um so ein Hemd gar nicht verstehen; und auch die Tatsache, dass S. sozusagen vor ihrer Nase zwei einander völlig widersprechende Stellungnahmen an ein- und derselben Stelle – dem Blog des VARG-Profils auf MySpace – veröffentlicht, und sich damit als Lügner entlarvt, hat, kann die Fans nicht im geringsten erschüttern. Fairerweise muss man ihnen zugestehen, dass sie parteiisch sind. Etwas anderes sollte man von Fans sowieso nicht erwarten!

Aber dann gibt es die Ignoranten, die es besser wissen könnten – bei denen aber nicht sein kann was nicht sein darf.

In diese Kategorie fallen zum einen alle Geschäftspartner von S.; zum Beispiel sein neues Label NoiseArt/Rock The Nation. Stefan Hattinger von RTN erklärt seinen Standpunkt im Forum des Metalfest so: “Wir lassen uns von euch wichteln nicht zu eurem werkzeug machen und werden VARG NICHT in den dreck kicken – in dem ihr euch sult.” Warum auch? Schließlich hat man das Label NoiseArt extra für die Veröffentlichung des neuen Albums von VARG gegründet, welches am 29.01.2010 erscheinen soll. Die damit verbundene Investition will man natürlich nicht “in den Dreck kicken”, soviel steht fest. Allerdings kann man Stefan Hattinger durchaus zugestehen, dass er wirklich nichts von den Umtrieben, die seinem Schützling Philipp S. nachgesagt werden, wissen kann. Denn die Kreise, in denen S. sich in Mitteldeutschland bewegt haben soll, dürften kaum zu jenen “veranstaltern/agenturen/presseleuten” gehören, mit denen Rock The Nation “seit über 20 jahren” zusammenarbeitet. Demzufolge fehlt es Stefan Hattinger auch an Einblick in eine Szene, die Philipp S. nur zu gut kennt – siehe seine Facharbeit, worin er sich ja ausführlich mit dem “rechten Rand” des Black und Pagan Metal befasst hat.

Es gibt dann auch noch eine Form der Ignoranz, die vor allem in der Redaktion des RockHard anzutreffen ist. Hier arbeiten Menschen, die über vielfältige Kontakte – z.T. auch informeller und inoffizieller Natur – in alle Bereiche der Szene verfügen. Es ist schwer vorstellbar, dass diesen Menschen verborgen geblieben sein soll was sich scheinbar doch landesweit im gesamten Freundes- und Bekanntenkreis von Philipp S. herumgesprochen hat. Jede Grußliste einer Black oder Pagan Metal-Band, die Karriere machen will, wird von diesen Leuten auf Hinweise, die eine Sympathie / Toleranz für bestimmte politische Meinungen vermuten lassen könnten, akribisch durchleuchtet. Wird man fündig, dann helfen dieser Band auch keine “Ausreden” a’la “Man kennt sich halt von Konzerten, und man muss deshalb doch nicht zwangsläufig die selben Meinungen vertreten, etc.pp.” – nein, da werden ganz strenge Maßstäbe angelegt. Nicht so bei Philipp S., der seine “Nazi-Kontakte” – und damit ist niemand geringerer als Hendrik M. gemeint – nach anfänglichen Dementi eingestanden hat.

Andreas Himmelstein vom RockHard erteilte S. schon die Absolution, bevor dessen “mea culpa” überhaupt online ging: “Uns liegt ein sehr gutes Statement von Freki vor, ich warte noch auf sein ok es hier veröffentlichen zu dürfen. Danach dürfte dann ganz sicher Schluss sein, mit dem Unsinn hier.” Also bevor irgendjemand außerhalb der Redaktion des RockHard überhaupt davon erfuhr, dass Philipp S. den Hendrik M. als Ehrengast auf dem Wolfszeit-Festival begrüßt hat, verordnete Himmelstein schon das Ende der Diskussion. Konsequenterweise wurde das Thema kurz darauf geschlossen. In anderen Foren wurde es ebenfalls geschlossen, oder sogar ganz gelöscht.

Auf den ersten Blick mag das als Schutzmaßnahme für Philipp S. erscheinen, damit dieser nicht länger “verleumdet” werden kann. Bei näherer Betrachtung fällt aber auf, dass es keinerlei ernsthafte Diskussion zum Inhalt der dargelegten Vorwürfe gegeben hat (oder geben durfte). Die Vorwürfe an sich wurden als irrelevant abgetan; weil man den Personen, die sie äußerten, alles andere als ehrenwerte Absichten unterstellt.

Natürlich wird jeder, der etwas zur Person von Philipp S. schreibt, eine ganz subjektive Agenda haben. Aber das trifft auch auf die Leute zu, welche ihre schützende Hand über ihn halten!

Worin kann das Motiv des RockHard bei der Unterstützung für S. bestehen? Sicherlich gibt es auch einen finanziellen Aspekt – das Album “Blutaar” von VARG wurde im RockHard groß beworben und hat dafür eine wohlwollende Rezension erhalten. Aber es geht da um mehr. Es geht um einen Gesichtsverlust bei den Redakteuren und Mitarbeitern des RockHard. Sie wollen, sie können nicht eingestehen, dass jemand wie Philipp S. es geschafft haben könnte, sie für dumm zu verkaufen und vor der gesamten Szene dumm dastehen zu lassen. Philipp S. versteht sich gut zu präsentieren und zu vermarkten – die Karriere seiner Band VARG wäre ohne diese Eigenschaft unmöglich. Es ist durchaus denkbar, dass Philipp S. seine Gönner beim RockHard bis zu einem Zeitpunkt belogen hat, als der “point of no return” bereits überschritten war. Denn nachdem man sich in der Redaktion des RockHard erst einmal darauf festgelegt hat, dass S. kein “Nazi” sei und die ihm nachgesagten Machenschaften entweder erfunden oder übertrieben sind, hätte jedes Eingeständnis des Gegenteils eine fatale Auswirkung auf die Glaubwürdigkeit des RockHard als “Szenepolizei” und “Moralapostel” im Black und Pagan Metal. Deshalb kann es jetzt nur noch die Flucht nach vorn geben!

Man kann nur spekulieren, was die genaue Art der Beziehung zwischen Philipp S. und dem RockHard anbetrifft. Aber wenn der Chefredakteur dieser Zeitschrift sich angeblich ganz ungezwungen mit solchen Leuten sozialisiert, die von seinen eigenen Mitarbeitern am “rechten Rand” des Black Metal verortet werden, dann wird man die Kontakte von Philipp S. in dieses Milieu vielleicht mit einer gewissen Nachsicht bzw. Nachlässigkeit betrachtet haben…

Es steht aber fest, dass diese Beziehung sehr eng sein muss. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt arbeitet man gemeinsam an einem umfassenden Interview, welches “keine Fragen offen lassen” soll. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie dieses “Interview” zustande kommt. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird an den Antworten des Philipp S. so lange herumgefeilt, bis passend gemacht ist was unbedingt passen soll. Die Interessen sowohl des RockHard als auch von Philipp S. sind mittlerweile so identisch, dass eine kritische Befragung ausgeschlossen scheint. Nicht von ungefähr war es der RockHard, wo die zweite, umfangreiche Stellungnahme von Philipp S. zuerst veröffentlicht worden ist – nachdem in der Redaktion wohl noch Hand an den Text angelegt wurde, um ihn einigermaßen plausibel erscheinen zu lassen. Zu dumm, dass man dabei wohl ganz vergessen hat auch einmal diese Facharbeit des Philipp S., von der da die Rede ist, zu lesen!

Auch ehemalige Bandkollegen von Philipp S. melden sich jetzt zu Wort, wie zum Beispiel Sebastian “Geri/Morsan” F. von der Band IVENBERG. Er schreibt im Blog seiner Band auf MySpace, dass VARG keine politische Band ist und Philipp S. keine “politischen Interessen” verfolgt. Was soll er denn sonst schreiben? Immerhin war er jahrelang ein Mitglied dieser Band, und ein Weggefährte von Philipp S., bis zur Trennung von VARG. Erst am 08.01.2010 schreibt Sebastian F. in einem anderen Blog-Eintrag auf MySpace über ein klärendes Gespräch zwischen ihm und S: “Dabei wurden viele dieser Gerüchte aus der Welt geschafft, Missverständnisse aufgearbeitet und wir können wieder ganz normal und mit dem nötigen Respekt miteinander umgehen.” Da ist es doch nachvollziehbar, dass er S. nun auch diesen Gefallen tut und ihm attestiert, gar kein “politischer” Mensch zu sein. Aber Moment einmal! Dann ist die Kampagne “VARG & Fans gegen Nazis”, die Philipp S. ins Leben gerufen hat, also gar keine politische Kampagne? Weil S. keinerlei “politische Interessen”, weder in die eine noch in die andere Richtung, besitzt? Demzufolge entsprechen die Behauptungen, S. sei einfach nur ein Opportunist, also doch der Wahrheit? Aber das nur als Randnotiz…

Beim RockHard hat man sich mit der Exkulpation von Philipp S. auf ein regelrechtes Vabanque-Spiel eingelassen, dessen Ausgang völlig offen ist. Dessen ist sich wohl auch “Mieze”, Veranstalter des PartySan Open Air, bewusst. Denn er schreibt in seinem Forum: “Wir beobachten die Entwicklung im Moment sehr genau und werden in Kürze ein Statement dazu abgeben. Bis dahin bitte ich euch Ruhe zu bewahren und euch auch mal die Statements von Philipp anzuschauen.
Es ist nicht so einfach wie man es uns weiß machen will, ( egal von welcher Seite) sich davon ein genaues Bild zu machen. Unberührt läßt uns das definitiv nicht und wir wissen das wir als Party.San Open Air eine klare Linie verfolgen müssen.
Gebt uns und den Entwicklungen noch ein paar Tage.”

Welche Entwicklung soll es in den nächsten Tagen geben? Was könnte noch herauskommen, das bisher unbekannt ist? Wovon macht “Mieze” seine Entscheidung abhängig?

Anfang 2009 haben sich Ørjan “Hoest” Stedjeberg, Philipp “Freki” S., und Hendrik M. übrigens wiedergetroffen. TAAKE spielten ein Konzert in Berlin, das Philipp S. veranstaltet hat. Der einzige Verkaufsstand bei diesem Konzert gehörte – Hendrik M. …

Quelle: Varg – Freki – Wolfszeit

Philipp “Freki” Seiler: Mit 19 ein verantwortungsbewusster Heranwachsender, mit 22 ein dummer Junge?

Philipp “Freki” S: Mit 19 ein verantwortungsbewusster Heranwachsender, mit 22 ein dummer Junge?

Philipp “Freki” S. (Kopf der Coburger Band Varg) hat auf die Veröffentlichung des Fotos, auf dem er mit einem Hemd der Band ABSURD bekleidet zu sehen ist, mit insgesamt drei Stellungnahmen reagiert.

Die erste Stellungnahme wurde am 18.01.2010 im Blog des MySpace-Profils seiner Band VARG veröffentlicht. S. erklärt das Zustandekommen dieses Fotos mit einem Aufenthalt im Krankenhaus Ende 2007. Seine Freunde hätte ihn von dort abgeholt, damit
man gemeinsam nach Niedersachsen fahren kann. Er schreibt: “Da ich nicht wirklich viel Kleidung für diesen überraschenden Trip hatte wurde ich kurzerhand u.a. mit diesem T-Shirt ausgestattet. Für mich war das keine große Sache zur damaligen Zeit, es war einfach ein T-Shirt das ich an diesem Wochenende trug.”

S. behauptet, dass das Hemd nicht ihm gehört. Freunde hätten es ihm ausgeborgt. Er habe es auch nur einmal getragen, und sich dabei nichts weiter gedacht. Aber: “Es war verdammt dämlich diesen „Spaß“ mitzumachen. Ich würde aus heutiger Sicht wohl lieber 3 Tage mit einem verschwitzten getragenen weissen Shirt rumlaufen, aber was geschehen ist kann man nun nicht mehr ändern.”

Am 19.01.2010 hat Hendrik M., der als “Satansmörder von Sondershausen” bekannt gewordene Ex-Schlagzeuger der Band ABSURD, im “Sonnenritter”-Forum folgendes dazu geschrieben:

“Philipp war auf dem Absurd-Konzert in Gremsdorf, Frühjahr 2007. Danach hat er mich als V.I.P. auf sein Wolfszeit-Festival eingeladen. Er war nämlich sehr begierig auf ein persönliches Gespräch mit mir, da er sich – gemeinsam mit seinem nicht minder schwachsinnigen Kumpel “Lee” aus Annaberg-Buchholz – gedacht hat, man könnte doch sozusagen ein NSBM-Pendant zum Wolfszeit organisieren: Also ein Festival mit Bands wie Absurd, Totenburg, Temnozor, Nokturnal Mortum, etc.pp. Der “Lee” sollte das einfädeln, und Philipp wollte es aus dem – vermeintlich sicheren – Hintergrund heraus finanzieren.

Jedenfalls bin ich zu diesem Wolfszeit-Festival gefahren, wo ich, wie von ihm versprochen, auch umsonst reinkam. Viel miteinander gesprochen haben wir zwar nicht, weil er verständlicherweise immer irgendwo unterwegs war. Aber ich hatte den Kofferraum voll mit Absurd-Hemden (Weltenfeind & Ulfhednir), deren Erstauflage zu diesem Zeitpunkt fertig war. Die Hemden wurden von den WZ-Besuchern fleißig gekauft, und auch Philipp hat sich jeweils ein Exemplar von beiden Motiven zugelegt. Weil er nämlich, wie er damals sagte, ein Fan dieser Band ist.”

Daraufhin hat S. seine eigene Stellungnahme komplett überarbeitet. Im Forum des RockHard wurde am 20.01.2010 diese Aussage von S. veröffentlicht:

“Ich bin jetzt 22 Jahre alt/jung, Student der sozialen Arbeit und die Band ist mein Leben. Vor einigen Jahren war ich mir der Problematik, wie sich zunehmend rechte Tendenzen in unsere Szene einschleichen, nicht bewusst. Ich war jung, dumm und naiv. Andererseits war ich aber mittendrin, als der Boom dessen begann, was heute gemeinhin als Pagan/Viking-Metal bekannt ist. Alles war sehr aufregend, familiär, überschaubar, unkommerziell. Leider kann es passieren, dass, wenn ein junger Mensch derart abgeschottet wie in einer Blase heranwächst, man den Überblick, die Weitsicht verliert. Menschen können jedoch ihre Ansichten (wenn man überhaupt von Ansichten bei einem naiven Teenager sprechen kann) ändern, dazulernen, über den Tellerrand hinausblicken. Ich denke, ich habe mittlerweile eindeutig bewiesen, wie sehr ich mir der Gefahr einer Unterwanderung durch die rechte Szene bewusst bin und wie ich aktiv dagegen etwas unternehme.

Doch starten wir beim Anfang:

Im Jahr 2007 schrieb ich meine Facharbeit zum Thema „Pagan Metal Subkultur und politische Verbindungen“. In dieser Zeit begann ich, mich intensiv mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Im Rahmen dieser Facharbeit habe ich mich in einem Kapitel ausgiebig mit der Band „Absurd“ und speziell der Person Hendrik Möbus beschäftigt – was die Neugier weckte, mir das Ganze einmal mit eigenen Augen anzuschauen. In jugendlicher Dummheit und Leichtsinn ließ ich mich dazu verleiten, im Frühjahr 2007 auf ein Absurd Konzert mitzukommen. Ich ließ mich zwar bereits nach dem dritten Song wieder abholen, aber das tut nichts zur Sache, denn bis dahin war ich anwesend.

Gedacht habe ich mir dabei nichts, vor allem nicht, dass all dieser Mist irgendwann in der Zukunft Konsequenzen nach sich ziehen würde. Für mich war das einfach ein Konzert, das man sich mal reinziehen wollte, weil man sich ein Jahr mit der Thematik trocken und auf dem Papier befasst hatte und weil es so „geheim“ war.
Hendrik Möbus war so etwas wie der negative Hauptdarsteller dieser Szene, natürlich ging von ihm eine gewisse Faszination aus und ich wollte einmal mit dem Menschen sprechen, über den ich ein Jahr recherchiert hatte. Diese Faszination war keine Bewunderung, die grausame Tat für die er verurteilt wurde, ist abscheulich und verachtenswert, genau wie seine obskuren und verquerten politischen Ansichten, keine Frage. Dennoch war ich interessiert, wie sich dieser Mensch verhält, wie er heute spricht usw. Einmal angeschrieben kommt man aus dieser Nummer natürlich nicht so einfach wieder raus, vor allem nicht wenn das ganze nicht bekannt werden soll. Sein Name stand also 2007 sogar auf der Gästeliste zum Festival, wer sich aber mit der aktuellen Wolfszeit Geschichte beschäftigt, weiß wie strikt wir gegen Shirts jeder rechten Band vorgehen. Und aus dieser Ecke kommt nun die Schlammschlacht auf meine Person. Sie betiteln mich als Oportunisten, Heuchler, Wendehals – ich sage: ich habe dazugelernt. Nebenbei erwähnt: in meinem direkten Umfeld gab es viele, die ich persönlich kannte, die korrekte Menschen waren – und sie hörten trotzdem Absurd. Ist es nicht ein bisschen verständlich, wenn ein junger Mensch die „Gefahr“ unterschätzt!?

Heute gibt es für mich keine Trennung mehr zwischen der Musik und der Meinung der Menschen, die dahinter stehen. Damals war es so, daran kann ich nichts mehr ändern. Ich kann mich nur dafür entschuldigen.”

S. gibt zu, dass er auf dem Konzert der Band ABSURD in Gremsdorf, im Frühjahr 2007, anwesend war. Weiterhin gibt er zu, dass er Hendrik M. persönlich kennt, und diesen auf sein Wolfszeit-Festival eingeladen hat.

Dadurch wird die o.g. Aussage von M. hinreichend verifiziert, um auch die dort enthaltene Information, woher S. das Hemd der Band ABSURD, mit dem er auf besagten Foto abgelichtet ist, erhalten hat, als glaubwürdig einzustufen.

Dadurch wird S. der Lüge, in seiner ersten Stellungnahme, überführt! Denn während er am 18.01. noch schreibt, dass das Hemd jemand anderen gehört und er es sozusagen notgedrungen angezogen hat, ohne über den Hintergrund der Band ABSURD auch nur nachgedacht zu haben, sieht die Faktenlage nur zwei Tage später ganz anders aus. Auf einmal kennt S. nicht nur die Band ABSURD, sondern er hat sogar deren prominentes (und berüchtigtes) Gründungsmitglied Hendrik M. auf sein Wolfszeit-Festival eingeladen!

Aber auch mit der neuen, zweiten Stellungnahme hat S. wieder viele Fragen aufgeworfen und Widersprüche aufgezeigt.

S. schreibt, dass er im Jahr 2007 eine “Facharbeit zum Thema ‘Pagan Metal Subkultur und politische Verbindungen’” im Geschichtsunterricht geschrieben hat. Diese Facharbeit kann hier heruntergeladen werden.

Diese Facharbeit ist selbst erklärend. Mehrere Seiten beschäftigen sich nur mit Hendrik M. und dessen Band ABSURD. S. hat diese Facharbeit unter folgender Prämisse verfasst:

“Der Verfasser geht von folgenden Thesen aus
1. Es besteht eine Verbindung zw. Pagan Metal und dem
politischen Rechtsradikalismus, die jedoch überschätzt
wird
2. Pagan Metal stellt eine Rückbesinnung auf traditionelle
Werte und damit verbundene Ablehnung moderner Werte
dar
3. Es bestehen Verbindungen zwischen den Werten und
Ideologien des Heidentums mit denen des
Rechtsradikalismus.”

Also bereits 2006/2007, als er 18 bzw. 19 Jahre alt war, hat S. von einer “Unterwanderung” des Pagan Metal durch Rechtsextremisten gewusst. Seine eigenen Worte:
“Dass der Heiden Metal oft auch von den Werten des Heidentums handelt, macht es allerdings auch für viele Rechtsradikale attraktiver ihre radikalen Botschaften in diesem Kontext eingebunden zu verbreiten.”

Man kann sich S. also als einen verantwortungsbewussten, jungen Mann vorstellen, der für die Gefahren, die vom Rechtsextremismus für die Subkultur des Pagan Metal ausgehen, hinreichend sensibilisiert ist. Im Jahr 2007, wohlgemerkt!

Doch wie stellt S. sich heutzutage dar, liest man seine Stellungnahme vom 20.01.2010?

“In jugendlicher Dummheit und Leichtsinn ließ ich mich dazu verleiten, im Frühjahr 2007 auf ein Absurd Konzert mitzukommen. (…) Ist es nicht ein bisschen verständlich, wenn ein junger Mensch die „Gefahr“ unterschätzt!?”

Wie glaubwürdig erscheint diese Aussage?

Es bleibt festzustellen:

1. Philipp S. war im Jahr 2007 kein 14-jähriger Jugendlicher, der durch “falsche Freunde” zu etwas verleitet wird. Er hat im Jahr 2007 eine Facharbeit geschrieben, die ganz klare Aussagen zu Hendrik M.; zu ABSURD; und zu “Rechtsextremismus und Pagan Metal” enthält. S. wusste also ganz genau worauf er sich einlässt!
2. Philipp S. hat in seiner ersten Stellungnahme vom 18.01.2010, hinsichtlich des Besitzes von besagten ABSURD-Hemd, eindeutig gelogen. Seine Glaubwürdigkeit auch in anderer Hinsicht ist nunmehr anzuzweifeln.
3. Philipp S. will im Jahr 2010 die Entschuldigung des “jugendlichen Leichtsinns” für sich beanspruchen. Demnach entsprechen die Angaben in seiner Facharbeit also nicht der Wahrheit, da er zu dem Zeitpunkt, als er diese verfasst hat, doch ein dummer und naiver Junge gewesen sein will?

Mittlerweile gibt es eine dritte Stellungnahme, die ebenfalls am 20.01.2010 im Blog des MySpace-Profils von VARG veröffentlicht wurde. Mit dieser Stellungnahme wurde die vorherige Stellungnahme vom 18.01.2010 einfach ersetzt; diese Stellungnahme befindet sich nicht mehr online.

Philipp S. unterlässt nun jede Bemerkung hinsichtlich seiner Bekanntschaft mit Hendrik M., und schreibt nur noch ganz pauschal:

“Es gibt einige Dinge aus der Vergangenheit auf die ich nicht stolz bin. Bekanntschaften und ihre Feiern/Musik, den dämlichen „Spaß“ den man mitmacht, jugendlicher Leichtsinn, Interesse an negativen Hauptfiguren…”

Zu den konkreten Vorwürfen, die gegen ihn geäußert werden, will er sich erst in einem Interview mit dem RockHard äußern. S. schreibt im Forum seines Wolfszeit-Festivals:

“Um Diskussionen Mutmaßungen usw vorzubeugen:

Es kommt ein großes Rock Hard Interview das keine Fragen offen lassen wird. Bitte wartet das ab und fragt mich dann falls ihr noch etwas wissen möchtet.”

Im Grunde genommen ist das überflüssig, denn die grundsätzlichen Fragen hat S. durch seine drei Stellungnahmen bereits beantwortet.

Hat S. persönliche Beziehungen an den “rechten Rand” des Black Metal unterhalten? Ja, das hat er. Er hat zugegeben, ein Konzert von ABSURD besucht und Hendrik M. auf sein eigenes Festival eingeladen zu haben.

Wusste S. was er tat? Ja, das wusste er. Er hat laut eigener Aussage “ein Jahr lang” über Hendrik M. und ABSURD recherchiert. Somit ist er nicht als “dummer und naiver Junge” an Hendrik M. herangetreten, sondern im vollen Bewusstsein über dessen Werdegang, seine Ideologie und seine Rolle am “rechten Rand” des Black Metal.

Hat S. die Wahrheit gesagt? Nein, S. hat bereits einmal gelogen. Der Wahrheitsgehalt seiner Stellungnahmen kann nur durch die Aussagen anderer Leute verifiziert werden; dazu gibt es eine Äußerung von Hendrik M. selbst, wodurch zumindest die Verbindungen zwischen Philipp S. und Hendrik M. eine Bestätigung erfahren.

Es ist davon auszugehen, dass auch die anderen Vorwürfe, die gegen Philipp S. erhoben werden, nicht frei erfunden sind. Nicht von ungefähr hat man ihm offenkundig geraten, erst einmal keine weitere Stellungnahmen mehr zu veröffentlichen.

Quelle: Varg – Freki – Wolfszeit

Wacken Opfer von Hacker-Angriff

Statement der Wacken Orga zum Hacker-Angriff vom Sonntag 17.01.2010

Am vergangenen Sonntagnachmittag wurde unsere Seite Opfer eines Hacker-Angriffs. Die Sicherheitslücke wurde umgehend wieder geschlossen, so dass die Seite nur für eine kurze Zeit außer Betrieb war.

Durch diesen Hackerangriff waren keinerlei persönliche Kundendaten betroffen, da sich diese auf einem anderen Server befinden. Nach Durchsicht der Logfiles durch unsere Entwicklung gibt es keinen Anhaltspunkt dafür, dass diese Lücke bereits vorher genutzt wurde. Sie besteht auch erst seit kurzer Zeit, da ein bereits eingespielter Fix bei Spiegelung auf einen zweiten Server nicht nachgezogen wurde.

Die Einleitung von Rechtsschritten behalten wir uns bei derartigen Handlungen vor – dennoch sehen wir auch eine gewisse Mitschuld bei uns und werden deshalb in diesem speziellen Fall von weiteren rechtlichen Schritten absehen.

Auch wenn uns der Hacker mit seinem Angriff auf eine Sicherheitslücke hinweisen wollte, bleibt dennoch zu sagen, dass dies eine rechtswidrige Handlung bzw. eine Straftat ist. Wir hätten uns gewünscht, dass wir direkt über diese Sicherheitslücke informiert worden wären und diese Person nicht den Weg des Hacks bzw. der Öffentlichkeit gewählt hätte.

2010 spielt erstmalige eine NSBM Band auf Wacken

Mit Varg aus Coburg hat das größte Metal Festival der Welt erstmalig eine rechtsextreme Band verpflichtet.

Varg, welche gerade ihr 2. Album “Blutaar” veröffentlichen, wurden für das Wacken Festival bestätigt.
Die Band gilt als sog. “NSBM Band”, ihre Texte handeln von Blut & Ehre und könnten auch von jeder beliebigen Rechtsrock Band stammen.
Zwar bemühmt man sich wegen neuerlichem Erfolg von “Nazis” zu distanzieren, doch bestätigen Personen aus dem Umfeld der Band immer wieder die rechte Gesinnung der Bandmitglieder. Erst kürzlich ist wieder ein Foto vom Varg Frontmann aufgetaucht, wo dieser mit einem T-Shirt der NSBM Band Absurd zu sehen ist.

Wacken wäre gut damit beraten, die rechtsextreme Coburger Kapelle VARG wieder auszuladen.

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