Abgesagt: Northern Lights Festival 2012
- Januar 12th Januar 2012
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Das Northern Lights Festival in Österreich wird vorerst in keine neue Runde gehen; für das Jahr 2012 wurde die Veranstaltung abgesagt.
Das Northern Lights Festival (NLF) hatte von Anfang an mit Anfeindungen von Seiten der sog. “Antifa” zu kämpfen, weil auch solche Bands, denen irgendein “Ruf” nachgesagt wird, auf dieser Veranstaltung auftreten konnten bzw. sollten.
Daraus entwickelte sich im Vorjahr eine regelrechte mediale Hetzjagd auf das NLF, an der sich sogar Vertreter von politischen Parteien und Journalisten von überregionalen Zeitungen und TV-Sendern in Österreich beteiligt haben. Dabei wurde allerlei Staub aufgewirbelt, der allerdings nur vordergründig über die Substanzlosigkeit der Vorwürfe hinwegtäuschen konnte.
Dennoch reichte diese Skandalisierung aus, um diverse Bands – darunter auch der Headliner, KRODA aus der Ukraine – zur selbständigen Absage ihres Auftritts auf dem NLF zu veranlassen.
Zwar konnte das Festival auch dank der Unterstützung durch den Eigentümer der Lokalität, und des Bürgermeisters von Reichenthal, am Ende stattfinden. Allerdings haben weniger Gäste als erwartet das NLF besucht, weil die Bands, wegen denen sie ursprünglich anreisen wollten, eben nicht gespielt haben.
Im Jahr 2012 sollte es zum vierten Mal ein Northern Lights Festival geben, aber die Veranstalterin, Michaela Seinader, wurde jetzt mit der Vorgabe, dass der österreichische Verfassungsschutz jede Band, die auf dem NLF auftreten soll, auf ihre “politische Korrektheit” hin überprüfen soll, konfrontiert. Wie sich alsbald herausstellte, besteht diese Prüfung nicht etwa aus sachkundiger Expertise bei der z.B. die Liedtexte auf “NS-Wiederbetätigung” o.ä. untersucht werden. Stattdessen wurden die Bandnamen mit Hilfe einer Suchmaschine im Weltnetz überprüft. Dabei kam es zu “Bedenken” hinsichtlich solcher Bands wie INFERNO, ETERNITY, DIES ATER, MOR DAGOR, und AHNENGRAB. Diese “Bands sind zumindest in unmittelbarem Zusammenhang mit nationalsozialistischem Gedankengut in einschlägigen Foren genannt oder angeführt”, so der Verfassungsschutz gegenüber der Veranstalterin. Was damit gemeint ist, teilte man Michaela Seinader auch gleich mit: Nämlich Einträge und Erwähnungen bei Indymedia oder Fight Fascism! Weil bekennende Linksextremisten behaupten, eine Band XY sei “rechtsextrem” bzw. “nationalsozialistisch”, bleibt dem Verfassungsschutz also gar nichts weiter übrig als sich dieser Einschätzung anzuschließen. Eigene Ermittlungen hat man keine angestellt, und die betroffenen Musiker auch gar nicht erst anhören wollen. Der Veranstalterin wurde noch mit auf den Weg gegeben, doch das Gespräch mit den “Kritikern” von der sog. “Antifa” zu suchen und sich mit einem deutlichen Hinweis auf ihrer Netzseite “gegen Rechts” auszusprechen.
Sie kommentierte dieses Ansinnen folgendermaßen: “Interessant zu sehen, dass sich Behörden, die der Bürger eigentlich ernst nehmen sollte, hier scheinbar diesen Möchtegern-Diktatoren von Links unterordnen, anstatt anhand der Rechtslage zu entscheiden, wann eine Band als ‘NS’ eingestuft wird! Ich sehe keinen Sinn, mit diesem Kindergartenverein von der ‘Antifa’ zu kooperieren… man kann mir ein unbehelligtes Lineup auch nachträglich noch schlecht reden, dazu reicht schon eine Zeile im Internet!”
Michaela Seinader blieb schließlich keine andere Wahl, als das NLF für das Jahr 2012 – und auf unbestimmte Zeit in der Zukunft – abzusagen. Das finanzielle Risiko und die unablässige Hetze hätten das NLF in diesem Jahr zu einem Wagnis gemacht, das sie am Ende nicht mehr eingehen wollte – auch, um weiteren Schaden von den Bands und ihren Fans abzuwenden.
Wir wünschen Michaela Seinader alles Gute und die Kraft, das NLF zu einer anderen Zeit und vielleicht an einem anderen Ort wieder aufleben zu lassen!
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