Archiv für Juli, 2010

Jörg Kachelmann ist wieder auf freiem Fuß

Wettermoderator Jörg Kachelmann ist wieder auf freiem Fuß. Strafrechtler Gregor Rose erklärt im Interview, was die Entscheidung für Kachelmanns Prozessaussichten bedeutet und ob er nun Entschädigung bekommt.

FOCUS Online: Nach 132 Tagen in Untersuchungshaft durfte der Wettermoderator Jörg Kachelmann heute das Gefängnis verlassen. Wie trifft das Gericht so eine Entscheidung?

Gregor Rose:
Für die Untersuchungshaft muss auf der einen Seite der dringende Tatverdacht bestehen und andererseits ein Haftgrund vorliegen. Im Fall Kachelmann war dies der Haftgrund der Fluchtgefahr. Nun hat das Oberlandesgericht Karlsruhe entschieden, dass kein dringender Tatverdacht mehr besteht. Die Entscheidung ist bei Sexualstraftaten immer schwierig, weil es, wie hier, meist nur das Opfer und den Täter gibt. Aussage steht gegen Aussage, Zeugen gibt es nicht, und das Beweismaterial ist dürftig.

FOCUS Online:
Trotzdem ist die Entscheidung eine Überraschung, nachdem Kachelmann über ein Vierteljahr hinter Gittern verbringen musste – so lange war der Verdacht ja angeblich dringend.

Rose:
Ja, man fragt sich schon, warum die Staatsanwaltschaft nicht vor der Festnahme sorgfältiger ermittelt hat. Die Aufhebung des Untersuchungshaftbefehls beruht ja unter anderem darauf, dass die Angaben der ehemaligen Lebensgefährtin, die Kachelmann vorwirft, sie vergewaltigt zu haben, unzutreffend waren. Es stehe Aussage gegen Aussage, und es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Ex-Freundin sich die Verletzungen selbst beigebracht habe. Das ist eindeutig ein Rüffel für die Staatsanwaltschaft und das Landgericht Mannheim, das die Haftbeschwerde abgewiesen hatte.

FOCUS Online:
Hat Kachelmann jetzt Anspruch auf Entschädigung?

Rose:
Dafür ist es noch zu früh. Der Anspruch entsteht erst, wenn er im Prozess tatsächlich freigesprochen wird oder das Verfahren gegen ihn eingestellt wird. Dann bekommt er für jeden Tag Untersuchungshaft 25 Euro Haftentschädigung. Bei 132 Tagen wären das also 3300 Euro. Das macht den tatsächlichen Schaden natürlich nicht wieder gut.

FOCUS Online:
Ist das alles?

Rose:
Er kann darüber hinaus den sogenannten Vermögensschaden geltend machen, der ihm durch die Haft entstanden ist, also beispielsweise seinen Verdienstausfall. Ich weiß nicht, in welcher Größenordnung sich das bei ihm als Selbstständigem bewegt. Zudem ist ungewiss, ob die ARD ihn wieder als Anchorman das Wetter moderieren lassen wird. In diesen Fällen entsteht oft ein Schaden, der nicht wieder gutzumachen ist. Ein unvorsichtiges Vorgehen der Staatsanwaltschaft kann Existenzen bedrohen.

FOCUS Online:
Was kann Kachelmann gegen seine Ex-Freundin unternehmen?

Rose:
Zum einen kann er strafrechtlich gegen sie vorgehen, sie also zum Beispiel anzeigen wegen falscher Verdächtigung. Dieses Vorgehen hätte allerdings, solange das Verfahren gegen ihn noch läuft, keine Erfolgsaussichten. Nach Abschluss des Verfahrens wird es auch schwierig, weil es bei Sexualdelikten häufig zu einem in-dubio-pro-reo-Freispruch kommt, also einem Freispruch nicht wegen erwiesener Unschuld, sondern aus Mangel an Beweisen. Zivilrechtlich könnte er sie auf Schadenersatz wegen des entgangenen Gewinns verklagen. Das ist jedoch aus den genannten Gründen schwierig.

FOCUS Online:
Das alles beruht ohnehin auf der Prämisse, dass Kachelmann freigesprochen wird. Ist diese Annahme nicht voreilig?

Rose:
Klar muss man abwarten, wie das Gericht urteilt. Aber die Entscheidung des Oberlandesgerichts hat schon eine gewisse präjudizielle Wirkung. Es scheint kaum noch möglich, dass am Ende ein anderes Urteil als ein Freispruch steht.

Kachelmannidcv in Jörg Kachelmann ist wieder auf freiem Fuß

Quelle:  Focus.de

Am Fall Kachelmann sieht man, wie einfach eine Frau es hat um einen Mann in den Knast zu bringen. Gleichberechtigung? Gehl am Platz! Man glaubt der verlogenen Frau! Ich will nicht wissen wieviele unschuldige “Vergewaltiger” im Knast sitzen.

Drowning The Light & Evil – Split Kassetten-Fassung (Hammer Of Damnation)

Schon länger angekündigt, habe ich endlich mal Lust dieses Review auch wirklich zu verfassen. Die Split zwischen D.T.L. aus Australien und Evil aus Brasilien erschien ja nun schon vor einiger Zeit, ist aber immer noch einigermaßen aktuell (jedenfalls aus der Sicht von Evil)…

Zunächst werden dem Hörer die fünf Songs des Herrn Azgorh von Drowning The Light und seinen Mannen um die Ohren gehauen. Diese präsentieren sich im soliden, für Drowning The Light typischen, Stil, d.h. es wird hier eher eine schwermütigere, melancholischere Form des Black Metal dargeboten. Was jedoch nicht heißen soll, dass es sich hier um Pseudo-Depressiven Schwuler-Emo-Black-Metal handelt, sondern eher um eine Art Bastard aus Satanic Warmaster, Mütiilation und Eigenständigkeit. Dabei geht man auch sehr beherzt und spielfreudig zu Werke, was mir durchaus gefällt. So muss mystischer, okkulter Black Metal klingen.
Drowning The Light: 8.0 / 10 Punkte

Die zwei Herren von Evil aus Brasilien gehen da doch schon subtiler zu Werke. Hier wird rotziger Black Metal in Reinkultur geboten. Eingängige Hasstriaden, die man hier geschaffen hat. Alleine schon das erste der insgesamt fünf präsentierten Lieder hat es in sich. Sägende Gitarren, peitschende Drums – immer nach vorne, stolz und erhaben. Die vor Hass nur so keifende und kotzend-schreiende Stimme tut ihr übriges. Das jagt mir eine Gänsehaut nach der anderen ein! Würde es Moonblood heute noch geben – sie würden mit Sicherheit nicht anders klingen! Wobei mit “Hopeless, pt. 1″ hat man sogar ein relativ melancholisches Lied im Stile von Burzum zu “Filosofem”-Zeiten geschaffen.
Evil: 9.5 / 10 Punkte

Fazit:
In meinen Augen eine mehr als lohnenswerte Split zweier sehr guter ausländischer Bands, wobei mich Evil hier ne Spur mehr begeistern, als Drowning The Light. Aber das ist und bleibt ja Ansichtssache.
Resultat:

9.0 / 10 Punkte   Kraehenblut666

Monumentum – In Absentia Christi (Misanthropy Records)

Und jetzt einmal Hand auf’s Herz… wer von euch Unwürdigen kennt noch dieses, zugegebenermaßen recht unbekannte Meisterwerk aus dem Jahr 1995?! Na… wenn nicht, habt ihr euch auf jeden Fall etwas großes entgehen lassen…

“In Absentia Christi” erschien in seiner Erstauflage als Vinyl unter dem oben genannten Label. Geplant war die Veröffentlichung zwar unter dem Banner von Deathlike Silence Prod., doch aus mehr als bekannten Gründen kam diese Konstellation niemals zustande. So wurde “In Absentia Christi”, das erste Album der Italiener Monumentum auf Misanthropy Records, wo auch Bands wie Burzum, Katatonia, Primordial und In the Woods… ein Zuhause gefunden hatten, veröffentlicht. Limitiert war die Platte damals auf gerade einmal 99 Exemplare, und so kamen verständlicherweise auch nur wenige in den Genuss dieses Albums. Aber der schnelle Ausverkauf lässt einen auch erahnen, dass es sich hier um etwas Besonderes gehandelt hat. So vermochten Monumentum einen auf Anhieb in ihren Bann zu ziehen, mit ihrer Mischung aus Doom/Gothic, Dark Wave und orientalisch angehauchtem Mittelalter (u.a. traditonell anmutende Grabgesänge). Zudem fand sich eine für manchen wohl eher untypische, für diese Szene aber gar nicht so ungewöhnliche, Coverversion auf dem Album, die Rede ist von dem genialen 80er-Jahre-Geheimtipp “Fade to Grey” des Duos Visage, was sehr gut, wenn auch eigenwillig interpretiert wurde.

Lange war es still um die Gruppe, bis sage und schreibe 12 Jahre später das erste Album erneut aufgelegt wurde. Und zwar in einer edlen Digi-CD, wiederrum veröffentlicht von Misanthropy Records. Allerdings war auch diese Neuauflage aufgrund ihrer Limitierung von 99 Stück ebenfalls wieder sehr schnell vergriffen, da sich zu diesem Zeitpunkt der Name Monumentum auch schon als Geheimtipp herumgesprochen hatte. Und so sahen wieder viele Leute ins Leere… bis das Album dann schließlich im Jahre 2009 nochmals neu aufgelegt wurde von Displeased Records (u.a. Striborg, Vinterriket und Abigail), als normale CD mit einem zusätzlichen Lied und anderem Coverartwork.

Im Jahr 2002 folgte ein weiteres Album, welches allerdings kaum mehr mit dem Debüt zu vergleichen ist, besitzt es doch weder die Klasse noch die Intensität des Erstwerkes.

Indes – wer sich im Besitz eines Exemplares von “In Absentia Christi” wissen möchte, hat dank der Wiederveröffentlichung aus dem Jahre 2009 gewiss gute Chancen, bei seinem bevorzugten Händler fündig zu werden.


Kraehenblut666

VARGRIMM – Des Wolfes Zorn CD (Asatru Klangwerke)

Ein Jahr nach ihrer namenlose Demo haben VARGRIMM mit „Des Wolfes Zorn“ nun auch ihr Debüt-Album auf den Markt gebracht. Hat die Demo damals bereits gezeigt, dass man es hier mit einer Gruppe zu tun hat, die ihr Handwerk beherrscht, wird man nun mit dem Debüt-Album förmlich verzaubert. Es handelt sich um guten Black- bzw. Pagan Metal, die Musik ist abwechslungsreich – von melodisch bis hart ist alles dabei, ohne dass das Werk jedoch konzeptlos erscheint, im Gegenteil: Es passt alles gut zusammen. Die verzerrte Stimme ist erfreulicherweise gut verständlich, die verschiedenen Stimmen wechseln sich auch gut ab. So gut die Musik sein mag, gibt es doch noch Stellen, wo man wirklich den Hut ziehen muss, wie etwa bei dem genialen Geflüster bei „Namenlos“ oder dem mehrstimmigen Gesang am Ende von „Herrscher des Feuers“, der wirklich göttlich ist! Besonders positiv überrascht das „Lied der Walküre“, das (fast) komplett von einer Frau gesungen wird. Bei der gesanglichen Leistung könnte sich die Dame auch überlegen, selbst mal ein Werk auf den Markt zu bringen, Frauen sind in der Pagan-Metal-Szene bisher immer noch unterrepräsentiert. Auch die Kinderstimmen bei dem kurzen Lied „Flackerndes Feuer“ wissen zu überzeugen – ob es bisher überhaupt ein Metal-Album gibt, wo man so etwas gemacht hat? Black-Metal-Prominenz ist auf diesem Album auch vertreten, so ist bei „Namenlied“ Rico, der aktuelle Sänger von MINAS MORGUL zu hören, bei „Vargrimm – Des Wolfes Zorn“ Ingo von RIGER. Textlich dreht es sich hauptsächlich um Themen aus der nordischen Mythologie, besonders (!) gut geraten ist dabei der Text zu „Vam Vater zum Sohne“, ein sehr schönes Lied über heidnische Tradition und Brauchtum. Es lässt sich noch sagen, dass die Lieder im Schnitt eine gute Länge besitzen, also auf keinen Fall zu kurz ausgefallen sind. Wirklich eine gelungene Scheibe, so viel Kurzweile sucht man bei vielen anderen Werken dieser Zeit leider vergebens. Die Illustrationen bewegen sich ebenso wie die Musik auf einem hohen Niveau und machen sich gut zu den Inhalten dieses Albums, das farbige Beiheft ist optisch ansprechend. Hier hat man sich wirklich viel Mühe gegeben, was man auch entsprechend würdigen sollte. Die limitierte Digipak-Version des Albums beinhaltet noch eine akustische Version von „Lied der Walküre“, die man zwar nicht gehört haben muss, aber dennoch nett anzuhören ist. Was bleibt noch zu sagen? Der Wolf ist los und man kann nur hoffen, dass er so schnell nicht wieder zur Ruhe kommen wird.

(PY) Ablaze Magazin #9

VARGRIMM Merchandising sowie das limitierte Digipak gibt es beim Asatru Versand aus Berlin zu bestellen. Dort gibt es auch Exclusive eine sehr hochwertige Posterflagge mit dem Vargrimm Mjöllnir, welchen ebenfalls von Ingo (RIGER) gezeichnet wurde.

Sieghetnar & Uruk-Hai – Split CD (NordSturm Productions)

Das jüngste Erzeugnis aus dem Hause NordSturm Productions stellt den hier vorliegenden Gemeinschaftstonträger zwischen Sieghetnar und Uruk-Hai aus Österreich dar… beide Gruppen können ja auch schon bisher auf eine beachtliche Anzahl an Veröffentlichungen zurückblicken und musikalisch gesehen, scheint es auch zu passen. Was die Split nun letztendlich taugt, erfahrt ihr im folgenden…

Beginnen wir mit Sieghetnar. Das Projekt von Thorkraft steuert die ersten drei Lieder bei. Diese führen den Stil, der schon auf dem letzten Voll-Album “Kältetod” Verwendung fand, konsequent fort… d.h. es werden kalte, melancholische Klangwelten erzeugt, die einem einen angenehmen Schauer über den Rücken laufen lassen. Musikalisch geht man dabei den gewohnten Weg – Ambienter Black Metal ohne Gesang ist die Devise. Wobei mir hier doch sehr angenehm auffällt, dass man den Black Metal eindeutig in den Vordergrund gestellt hat, was die drei hier präsentierten Lieder um einiges besser macht als das Gesamtwerk “Kältetod” (in meinen Augen bleibt “Flug des Raben” aber dennoch ein alles überragender Song dieses Genres!). Trotzdem werden hier aber noch genügend Keyboard-Passagen geboten, was dem ganzen noch die, für Sieghetnar typische, hypnotisch-träumerische Atmosphäre verleiht. So vergehen die etwas mehr als 17 Minuten beinahe schon zu schnell und am Ende fühlt man sich wie aus einem tiefen Traum gerissen.
Sieghetnar: 9.5 / 10 Punkte

Die letzten drei Songs werden von Uruk-Hai dargeboten. Eingeleitet wird das ganze durch ein englisches Sample aus dem Film “Der Herr der Ringe – Die zwei Türme”. Was nun mit dem Lied “March to War” folgt, ist vergleichbar mit dem letzten Summoning Album “Oath Bound”, da der Song nicht zu leugnende Parallelen aufweist. Zugegeben, das gefällt mir zwar – aber da kann ich ehrlich gesagt auch gleich Summoning hören. Wobei Uruk-Hai schon versuchen auch Original-Melodien aus dem DHdR-Soundtrack unter zu bringen – natürlich verfremdet. Bei den nächsten beiden Songs verhält es sich ähnlich. Diese weisen zwar eine Spur mehr Eigenständigkeit auf, aber alles in allem hätte ein bisschen mehr davon wirklich nicht geschadet.
Uruk-Hai: 6.0 / 10 Punkte

Fazit:
Sieghetnar hat es mal wieder geschafft, mich zu überraschen und mich in einen musikalischen Bann zu ziehen. So Black Metal-lastig hat man diese Ein-Mann-Band selten zu hören bekommen. Die Musik von Uruk-Hai ist zwar auch gut, aber im Vergleich zu früheren Werken muss ich auf jeden Fall einen Abzug machen, da mir hier auch die wirkliche Eigenständigkeit fehlt. Mit der Bewertung hab ich mich schwer getan, aber ich finde im Falle von Uruk-Hai sind 7-8 Punkte einfach nicht gerechtfertigt. Lohnen tut sich die Split CD aber allemal, alleine schon wegen der Sieghetnar-Songs. Und Leute, die noch nie Summoning gehört haben, könnten sogar in Uruk-Hai eine Erfüllung sehen.
Resultat:

8.0 / 10 Punkte   Kraehenblut666

Leichenstätte – Das finstere Irrlicht (Depressive Illusions)

Die aktuelle Kassette der Deutschen Band Leichenstätte beinhaltet einen neuen Song, der eine Länge von etwa 10 1/2 Minuten aufweist. Dabei ist er klassisch in einen einleitenden Part (Ambient-Klänge), und in einen Hauptteil (Black Metal) gegliedert. Auf einen ambienten Schlußteil hat man verzichtet, was aus meiner Sicht auch nicht weiter schlimm ist. Mir persönlich gefällt das hier präsentierte Material sehr gut, vorallem im Gegensatz zum Split Tape aus dem Hause Hammerbund, welches ich ja vorher bewertet hatte. Da muss ich schon sagen, dass Leichenstätte sich hier zu 100% gesteigert haben, instrumental als auch gesangstechnisch hörenswert. Schnörkelloser Suizid Black Metal, der aber nicht etwa ultra-schleppend und langgezogen daher kommt, sondern wirklich in die Vollen geht. Allerdings fehlt mir ehrlich gesagt ein wirklicher Höhepunkt bei dem ganzen. So baut man zwar gekonnt eine Atmosphäre auf, diese lässt doch aber irgendwie im Verlauf des Hörens ab.

Fazit:
Gute Produktion, jedoch ohne das gewisse Etwas. Zwar ein sehr guter Anfang, jedoch verläuft sich der Song spätestens zur Mitte hin doch irgendwie im Nichts. Und schließlich hat man das Gefühl, so etwas schon mindestens ein Dutzend mal gehört zu haben, wenn auch nicht unbedingt in besserer, jedoch zumindest in gleichwertiger Form. Insgesamt betrachtet, kein Release, was mich völlig kalt lässt, aber auch nichts, was mich wirklich begeistert. Für alle, die ein Exemplar haben wollen heißt es schnell beim Label ordern – denn limitiert ist die Kassette auf strikte 66 Exemplare.

6.0 / 10 Punkte  Kraehenblut666


Lagerverkauf beim Asatru Versand in Berlin

Wie J. Steilberg (Geschäftsführer des Asatru Versand) in einer Rundmail informiert, benötigt der Asatru Versand mehr Platz im Versandlager und veranstaltet daher erstmalig einen Lagerverkauf am 26.07.2010, in der Zeit von 16 bis 20 Uhr.

Zum Herbst plant der Asatru Versand, welcher sich in erster Linie auf germanisches Heidentum & Pagan Metal spezialisiert hat, einen Umzug in ein größeres Versandlager.

Beim Lagerverkauf am Montag, den 26.07.2010 bietet man den Kunden ein ganz besonderen Leckerbissen: Jeder Kunde erhält eine kostenlose Promo-CD + Asatru Feuerzeug, zudem gibt es die beliebten Propaganda-Aufkleber in begrenzter Sückzahl kostenlos zum mitnehmen.

Restposten-Shirts sollen für nur 10.- EUR und CDs für nur 8.- EUR verkauft werden.

Der eigentliche Versandhandel selbst ist an diesem Tag bereits geschlossen, da laut J. Steilberg nach dem Lagerverkauf der 2-wöchige Betriebsurlaub beginnt.

Die Berliner Metal Szene und insbesondere Pagan Metaller sollten sich diesen Tag im Kalender ankreuzen.

Eisenfeld – Vita Reducta (Eigenproduktion)

Neben einem Debüt-Album erschien letztes Jahr auch dieses erste Demo des Ein-Mann-Projektes Eisenfeld aus Nordfriesland. Die Veröffentlichung erfolgte in Eigenregie auf 100 handnummerierte Kassetten.

Diese enthält inklusive Intro und Outro immerhin fünf Lieder. Die Musik lässt sich als Burzum-inspirierter Black Metal beschreiben, der allerdings noch genügend eigene Fascetten bietet, um eine Daseinsberechtigung zu haben. So hört man auch viele Elemente der eher depressiven Seite des Black Metal heraus, jedoch auch dieses, gerade für Burzum typische, melancholische und zugleich misanthropische. Aber auch Tastenklänge sind vereinzelt zu vernehmen im Hintergrund, etwas Pagan-Einschlag besitzt Eisenfeld ebenfalls, und so kommt einem als Vergleich vielleicht noch die erste Nordisk Velde Platte in den Sinn. Aber scheiß auf die Vergleiche! Die Kassette lässt sich in einem Schwung durchhören, ohne dass es einem langweilig wird oder man denkt, das unbedingt schon einmal gehört zu haben.

Fazit:
Empfehlenswertes Demo für alle, die die bereits oben erwähnten Bands lieben, aber auch nichts gegen ein gewisses Maß Eigenständigkeit in der Musik einzuwenden haben. Für mich zwar nicht DIE Erfüllung, aber ich muss schon sagen, dass ich “Vita Reducta” ohne wenn und aber zu den besten Demos einer Deutschen Band des letzten Jahres zählen würde.

8.5 / 10 Punkte – Kraehenblut

Les Fleurs du Mal – Schattenfeuer (Dunkelheit Produktionen)

Les Fleurs du Mal aus Österreich gründeten sich im letzten Jahr, bereits dieses Jahr erschein ihr erstes Album mit dem Titel “Schattenfeuer” über das Label Dunkelheit.

Nun, wenn sich eine Band eben erst gegründet hat, und direkt ein ganzes Album raushaut, bin ich persönlich zunächst einmal immer etwas skeptisch. Da sich die Alben dann auch aufgrund der fehlenden Demo-Erfahrung, die man eigentlich noch hätte machen sollen, meist sehr unbeholfen anhören. Teils trifft das auch auf Les Fleurs du Mal zu, aber glücklicherweise scheinen die Herren doch etwas von ihrem Handwerk zu verstehen, und so wirkt sich diese leichte Unbeholfenheit eher als eine charismatische Untergrund-Attitüde aus, welche dem Album eine gewisse Authensität und eine Art Charme verleiht. Was aber wird denn nun musikalisch geboten? Nun musikalisch beschreiten Les Fleurs du Mal den Pfad des melancholischen Melodic Black Metals. Melodic Black Metal? Nein, für jeden, der an dieser Stelle schon aufhören will weiterzulesen, kann ich Entwarnung geben. Mit dieser Umschreibung möchte ich nur betonen, dass diese Band nicht etwa eine weitere einfältig-monotone DSBM-Band darstellt, sondern eher in der Liga alter Sachen von Empyrium bis alter Burzum mitspielt. Dass die insgesamt vier Songs der CD bei einer Gesamtspielzeit von knapp 60 Minuten trotzdem keine einfache Kost für zwischendurch darstellen, versteht sich wohl von selbst.

Fazit:
Ein relativ aktuelles Album, welches mich wirklich einmal förmlich umgehauen hat – vorallem wenn man bedenkt, dass es Österreicher sind, die hinter der Musik stecken. Am besten hört man die CD allein in einem dunklen Zimmer bei Kerzenschein. Hammer!
Limitiert ist das Album auf nur 300 handnummerierte Exemplare, also schnell sein!

9.0 / 10 Punkte – Kraehenblut

VARGRIMM – Des Wolfes Zorn CD

Am 30.07.2010 erscheint das Album “Des Wolfes Zorn” der Berliner Pagan Metal Band VARGRIMM.

Die CD wird in zwei Versionen veröffentlicht:  Als normale JewelCase CD und als limitiertes Digipack mit der akustischen Version des Titels “Lied der Walküre” als Bonus.  Das komplette Artwork wurde von Ingo Tauer (Riger) gefertigt und umfasst volle 20 Seiten mit allen Texten und Bandfotos.

Aufgenommen, gemixt und gemastert wurde das Album von Marc Wüstenhagen (MAW Recordings) im Zeitraum Januar bis März 2010.

Als Gäste beteiligten sich u.a.  Rico (Minas Morgul) und Ingo (Riger).

http://www.myspace.com/vargrimm

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