Archiv für März, 2010

BUSHIDO hat bei DARK SANCTUARY geklaut?

Das Hamburger Landgericht hat den Berliner Rapper zu Schadenersatz wegen Urheberrechtsverletzungen verurteilt. Außerdem sollen diverse Tonträger von BUSHIDO aus dem Verkauf genommen, und vernichtet, werden.

Die französische Gothic Metal-Band DARK SANCTUARY, bei der auch einige namhafte Vertreter des Black Metal-Undergrounds mitwirken, konnte sich im einem Rechtsstreit um Urheberrechtsverletzungen gegen BUSHIDO durchsetzen:

“Wegen Urheberrechtsverletzungen muss Bushido nämlich Schadenersatz in noch unbekannter Höhe an eine französische Band und deren Plattenfirma zahlen. Das Hamburger Landgericht sprach den 31-Jährigen am Dienstag schuldig, in insgesamt 13 Liedern Songfragmente der Gothic-Band Dark Sanctuary ohne entsprechende Erlaubnis verwendet und damit deren Rechte als Komponisten, Künstler und Inhaber der Verwertungsrechte verletzt zu haben. Die elf Alben, Singles und Sampler, auf denen die Songs veröffentlicht worden waren, dürfen laut Beschluss der Richter ab sofort nicht mehr verkauft werden. Bereits ausgelieferte Tonträger muss die Plattenfirma zurückrufen und vernichten.”

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bereits 2007 gab es eine ähnliche Auseinandersetzung zwischen DIMMU BORGIR und BUSHIDO, die allerdings außergerichtlich beigelegt wurde.

Woher die Vorliebe des Rappers für Black Metal kommt ist unbekannt.

[Quelle: Spiegel]

ZORN – Schwarz Metall CD Re-Release mit Bonus

Zorn-schwarz-metall in ZORN - Schwarz Metall CD Re-Release mit Bonus

Das Debut-Album aus dem Jahre 2001, welches für viel Aufsehen im Black Metal Underground sorgte, ist ab dem 30. April 2010 wieder erhältlich. Diesmal sogar mit einem Bonus-Titel, was dieses Re-Release für ZORN Fans zu einen Pflichtkauf machen wird.

Wo 2001 unter dem Titel “Genickschuss” nur ein Schuß zu hören war, ist nun das komplette Lied enthalten, welches bisher nur auf einer Split LP veröffentlicht wurde.

Erscheinen soll das Re-Release im Digipack bei dem Berliner Label Helheim Productions und ist über den Lübecker Twilight Vertrieb erhältlich. Endkunden erhalten das Meisterwerk bei allen gut sortierten Händlern, wie z.B. bei EMP oder Nuclear Blast

Die durchgehend sehr guten Reviews zu diesem Album sprechen Bände:

Metal Hammer (5 von 7 Punkten)
“Eine starke Scheibe, die bei entsprechender Neigung zu diesem Genre einigen Genuss bietet!” (Markus Eck)

Metal Heart (8.5 von 10 Punkten)
“Mit diesem Release dürften sich Zorn wohl bald zu den besseren Black Metal Bands der deutschen Szene zählen, gelingt es ihnen doch, die glorreichen Zeiten alter Kultformationen wiederzubeleben.” (Christian Hector)

LEGACY (11 von 15 Punkten)
„Musikalisch drischt man kompromisslos in die vorgegebene Schiene und veröffentlicht hier eine absolut erbarmungslose Orgien der Gewalt und Zerstörung. Ein gelungenes Album, das vor allem für ein Debut äußerst beachtlich ist und Zorn mit Sicherheit für einen festen Platz in der deutschen Black Metal Szene präsdestiniert.“ (Diana Glöckner)

Schwermetall.ch
“Kompositorisch orientieren sich Zorn an Darkthrone. Zorn schaffen es, Darkthrones grimmige Atmosphäre in ihre Songs einzubauen und klingen trotzdem nicht wie eine billige Kopie. Hier und da schimmern auch alte Gorgoroth Passagen durch. Man fühlt sich bei diesem Album in die guten alten Tage, als der Black Metal noch mit Leidenschaft gespielt wurde, zurückversetzt. Jetzt bitte nicht an stumpfsinniges Gebolze denken. Zorn besitzen durchaus Wiedererkennungswert und werden sicher bald zu den grösseren Black Metal Acts aus Deutschland zählen – wenn sie es schaffen, ihre Linie beizubehalten.”

Die Rache des Mephisto? Abschließendes zur “causa VARG”…

Die so genannte “Affäre” um Philipp “Freki” Seiler, Gitarrist und Sänger von VARG, hat ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht – und zwar, in Form eines Interviews im aktuellen RockHard-Magazin.

In diesem Interview geht es vornehmlich um die Bekanntschaft zwischen Philipp Seiler und Hendrik Möbus. Während Seiler als ein junger und naiver Faust, der in einen “Teufelskreislauf” geraten ist, beschrieben wird, bekommt Möbus die Rolle des Mephisto zugedacht. Dieser habe Seiler erst an den so genannten “rechten Rand” im Black- und Pagan Metal herangeführt, um dann, nachdem Seiler sich distanzieren wollte, eine Hetzkampagne gegen ihn und VARG anzuzetteln.

Während Seiler sich in dem RockHard-Interview ausführlich als Opfer der eigenen Dummheit, und der Boshaftigkeit anderer Leute, präsentieren darf, hat man auf die Befragung von Möbus ganz verzichtet. Dabei gehört es doch zu den Grundsätzen von guter journalistischer Arbeit, dass man nie einseitig berichtet sondern immer alle Betroffenen anhört bzw. zu Wort kommen lässt. Da sich unser “Kollege” Wolf-Rüdiger Mühlmann nicht an diesen Grundsatz halten will, haben wir Hendrik Möbus kontaktiert und ihm die Fragen gestellt, welche – aus unserer Sicht, jedenfalls! – zum besseren Verständnis der “causa VARG” dringend beantwortet werden müssen.

Gleich zu Beginn die Frage an Dich, Hendrik, ob es der Wahrheit entspricht, dass Du die so genannte “Rufmord”-Kampagne gegen Philipp Seiler und VARG orchestrierst?
>>Sowas gehört wohl in die Rubrik der Verschwörungstheorien. Zwar habe ich mich, angesprochen auf den Kontakt zwischen Philipp Seiler und mir, mehrfach geäußert. Allerdings gibt es für mich gar keinen Anlass – noch verfüge ich über die nötige Zeit und Aufmerksamkeit – für irgendeine Kampagne gegen irgendwen oder irgendwas; ganz besonders nicht gegen jemanden wie Philipp. Die Welt ist zwar rund und klein; dennoch wäre es vermessen von sich zu behaupten, sie würde sich nur um einen selbst drehen. Philipp soll sich und seine Band nicht so furchtbar wichtig nehmen. Wenn er jetzt das Feindbild von irgendeiner Randgruppe ist, dann hat er sich das selbst zuzuschreiben.<<

Inwiefern?
>>Seien wir doch mal ehrlich. Kein 19-jähriger kann in Deutschland für sich beanspruchen, einfach nur ein dummer Junge zu sein. Mit 18 Jahren ist man volljährig. Rein rechtlich ist man ab diesem Zeitpunkt ein Erwachsener, und wird im Allgemeinen auch so und nicht anders behandelt. Wenn nun ein 19-jähriger, junger Mann Entscheidungen darüber trifft, mit wem er Kontakt aufnimmt, wohin er am Wochenende geht, und was er alles tut um sich Anerkennung zu verschaffen, dann sollte man einfach voraussetzen, dass er genau weiss was er da tut. Da kann er nicht nachträglich kommen und seine Taten mit Ausreden, wie man sie allenfalls einem Kleinkind zubilligen würde, erklären wollen. Durch so etwas werden Leute angewidert und abgenervt, und von daher kommt die allgemeine Aversion gegen Philipp.<<

Stichwort: “Kontaktaufnahme”. Seiler hat zugegeben, dass er Dich angeschrieben und auf sein Wolfszeit-Festival im Jahr 2007 eingeladen hat. Was kannst Du darüber berichten?
>>Wie dieser Kontakt überhaupt zustande kam, das kann ich nicht mehr sagen. Es war für mich keinesfalls ungewöhnlich, dass man aus dieser Szene heraus den Kontakt zu mir sucht. Jedenfalls gab es diese Einladung auf das Wolfszeit-Festival, die ich auch angenommen habe. Es hat mich schon interessiert, mir anzuschauen wie ein 19-jähriger ein Festival von dieser Größenordnung aufziehen kann. Die Beweggründe von Philipp, für diese Einladung, sind sicherlich nicht darin zu sehen, dass er mich einfach nur kennenlernen wollte. Stattdessen hat er mir die Idee von einem Festival mit Bands wie ABSURD, TOTENBURG, TEMNOZOR, usw. usf., dargelegt – sozusagen ein Zwilling vom Wolfszeit-Festival, nur eben mit Bands die dort aus unterschiedlichen Gründen nicht auftreten können. Philipp wollte dieses Festival finanzieren; organisieren sollte es ein Kumpel von ihm, genannt “Lee”, aus Annaberg-Buchholz. Was mir bei alledem unangenehm aufgefallen ist, das war die Verhaltensweise von besagten “Lee”. Er hat gegenüber Philipp schon von angeblichen Gagenforderungen und Terminvorschlägen seitens der Bands gesprochen, obwohl diese Bands überhaupt nichts davon wussten. Das habe ich Philipp auch gesagt. Für weiterführende Gespräche war keine Zeit, und ich habe Philipp dann erst am zweiten Tag des Festivals wiedergesehen, als er gekommen ist um zwei ABSURD-Hemden von mir zu kaufen.<<

Hat Seiler denn zu irgendeinem Zeitpunkt davon gesprochen, dass er Deine Tat als “abscheulich und verachtenswert” und Deine politische Meinung als “obskur und verquer” ansieht?
>>Nein, wir haben zu keinem Zeitpunkt über meine Taten und/oder meine Ansichten gesprochen. Im Gegenteil, Philipp war stets bemüht sich als Sympathisant einer gewissen Ideologie, die er mit meiner Person assoziierte, darzustellen.<<

Worin hat sich das geäußert?
>>Insbesondere durch seine Kommentare in Bezug auf die “Antifa”, welche er für Probleme, die er mit dem Wolfszeit-Festival und mit seiner Band VARG bekommen hat, verantwortlich machte.<<

Aber als “Nazi” würdest Du Seiler dennoch nicht bezeichnen?
>>Er hat sich selbst als “unpolitisch” dargestellt, wenn ich mir seine aktuellen Äußerungen so durchlese. Dieser Behauptung kann ich nicht widersprechen. Politik war nie ein Thema zwischen Philipp und mir. Da ging es in erster Linie ums Geschäft. Und so ist auch mein Eindruck von ihm, dass er nämlich auf seinen Vorteil bedacht ist und jede Situation, die sich ihm für das Weiterkommen im Musikgeschäft bietet, für sich selbst bestmöglich ausnützen will. Sein Verständnis von Politik ist bei genauer Betrachtung doch sehr kümmerlich entwickelt. Ganz so, wie man es von einem Gymnasiasten in der BRD leider erwarten muss! Gegenüber dem RockHard spricht Philipp davon, dass er kein “Rechter” ist – und meint damit, er sei kein “Nazi”. Dabei hat das eine mit dem anderen kaum etwas zu tun. Mehr noch, die Texte von VARG – mit ihrem positiven Bezug auf Kampfgemeinschaft, Heimatliebe, Naturverbundenheit, etc. – sind so konservativ – ja, fast schon reaktionär! – dass Philipp, der sie verfasst hat, mehr ideologische Gemeinsamkeiten mit der politischen “Rechte” aufweist als ihm scheinbar bewusst ist.<<

Wie bewertest Du in diesem Zusammenhang die Kampagne “VARG & Fans gegen Nazis”?
>>Extrem albern. Sowas wird hierzulande und heutzutage doch gerne und oftmals gedankenlos getan, sich einfach einen “Gegen rechts”-Anstecker anheften. Wobei “rechts” immer mit “nationalsozialistisch” gleichgesetzt wird, was historisch gesehen ein einziger Blödsinn ist. Philipp ist aus dem selben Grund “gegen Nazis” wie -zig andere Leute in der BRD: Weil es gerade opportun ist! Das Abspulen von Allgemeinplätzen, mit denen Philipp seinen ach-so-heroischen “Kampf gegen rechts” legitimieren will, sorgt auch nur für Heiterkeit. Denn es ist ja sehr komisch, dass ihm diese Sachen erst jetzt einfallen. Vor einem Jahr hat er sich jedenfalls noch nicht um den Holocaust u.ä. gekümmert, sondern – man kann es zumindest vermuten – wohl eher, zusammen mit seinen “Spaß-Nazis” (was auch immer das sein soll), Judenwitze gemacht. Das Symbol für diese Kampagne ist dann die Krönung des Schwachsinns. Ein Wolf zerbeißt ein Hakenkreuz – eingedenk der Tatsache, dass das Hakenkreuz das wohl wichtigste religiöse Symbol in allen heidnischen Religionen darstellt, ist das doch sehr bemerkenswert für eine angebliche “Pagan Metal”-Band wie VARG.<<

Kannst Du uns noch etwas über Deine Zusammenarbeit mit Seiler berichten?
>>Ich würde das nicht gleich als enge Zusammenarbeit auslegen. Er hat mich mehrfach um Hilfe in Bezug auf sein Festival gebeten, außerdem habe ich ihm einige Bands für von ihm geplante und/oder veranstaltete Konzerte vermittelt, und schließlich habe ich, als sich die Gelegenheit ergeben hat, auch einen Verkaufsstand auf einem TAAKE-Konzert in Berlin, das Philipp organisierte, im März 2009 gemacht. Der letzte Kontakt war dann im Juni 2009, als Philipp ein Konzert mit KRODA in Annaberg-Buchholz veranstalten wollte. Business as usual, so war das.<<

Wenn Du ihn jetzt siehst, zum Beispiel in der Wacken-Videobotschaft, was denkst Du dann?
>>Philipp war nicht naiv in Bezug auf die Dinge die er getan hat und auf die Leute mit denen er zu tun hatte, sondern allenfalls hinsichtlich der sich daraus ergebenden Konsequenzen. Er hat sich wohl gedacht, und das ist eigentlich als Ausdruck von Normalität zu werten, dass er ein freier Mensch in einem freien Land ist. Es ihm also freisteht, sich mit wem auch immer einzulassen. Spätestens jetzt hat er ja gemerkt, dass das ein Irrglaube ist. Jede Entscheidung hat ihre Konsequenzen, jede Wirkung ihre Ursache. Und diesbezüglich ist Philipp nicht ehrlich. Er sieht in diesem Video so aus wie ein Schuljunge der vom Lehrer beim Abschreiben erwischt wurde, und redet etwas wirr von einer angeblichen Verschwörung gegen ihn und die Band. Ein peinlicher Auftritt. Alles was ihm passiert, das hat er selbst zu verantworten. Wäre er ein Mann und ein echter Heide, dann würde er zu dieser Verantwortung stehen. Stattdessen gibt es Ausreden, Ausflüchte, und Schuldzuweisungen an andere Leute. Klar, er hat fast alles zugegeben. Aber verpackt in die Ausrede, er sei halt jung und naiv gewesen. Wenn man das alles noch in Bezug setzt zu den Texten und dem Auftreten von VARG, dann weiss ich nicht ob ich das nun lustig oder zum kotzen finden soll. Philipp ist das Epitom des deutschen “Heidenmetallers”, der wild das Methorn schwenkt und einen fürchterlichen Mummenschanz veranstaltet. Aber nur so zum Spass, versteht sich! Aber das braucht doch kein Mensch, oder?! Zumal die Musik von VARG, die ich überhaupt erst mit “Blutaar” gehört habe, völlig belanglos ist. Ich gehe davon aus, dass sich schon im nächsten Jahr niemand mehr für Philipp und seine Band interessieren wird.<<

Abschließend noch die persönliche Frage, ob es eigentlich dem eigenen Ego schmeichelt wenn man im RockHard als “Mephisto” dargestellt wird.
>>Mephisto – so wie Loki – ist eigentlich gar kein Verführer und Manipulator. Er bringt die Menschen nicht dazu etwas zu tun, was sie normalerweise nie tun würden. Sondern er verschafft ihnen das Alibi das zu tun, was sie ohnehin zu tun begehren. Um die Frage zu beantworten: Ist mir ziemlich egal was irgendwer über mich irgendwo schreibt. Und wenn es zudem noch jemand wie dieser Mühlmann ist, dann ist der gleich gar nicht ernst zu nehmen. Mühlmann hat sich 1994 vor dem so genannten “Inner Circle” versteckt, weil er Todesangst hatte. Wohlgemerkt, ein “Inner Circle”, den er zunächst herbei fantasierte um ihn zum Aufhänger in einem lächerlichen Zeitungsartikel zu machen. Vielleicht sollte Mühlmann als nächstes seinen Chefredakteur interviewen, zum Thema “Kontakte an den rechten Rand”… da soll es ja sehr viel spannendere Geschichten geben, als Philipp sie zu erzählen weiss.<<
(SF)

[Quelle: Ablaze Magazin]

TAAKE, HORNA, ANGANTYR – Tour wird sabotiert

Die Skandinavier von TAAKE, HORNA, und ANGANTYR befinden sich z.Z. auf einer Tour quer durch Europa. Doch nicht überall sind die Bands willkommen.

Ein Konzert in der “Szene Wien”, am 29.03.2010, wurde durch das Engagement so genannter “Antifaschisten”, in Zusammenarbeit mit den Grünen, verhindert. Vorausgegangen war die – in diesen linken Kreisen durchaus so übliche – Denunzierung der Bands als “Nazis” oder zumindest Sympathisanten des Nationalsozialismus. Als Argumentationshilfe der Konzertgegner dienten einmal mehr Aussagen in Interviews, die zum einen schon 10 Jahre her sind und zum anderen aus dem Zusammenhang gerissen wurden, und geschäftliche Aktivitäten einzelner Bandmitglieder, die mit der Selbstdarstellung der Bands aber gar nichts zu tun haben.

Einmal in Fahrt gekommen, wurde auch gleich die nächste Black Metal-Band aus dem Norden ins Visier der linken Demagogen genommen. URGEHAL, die Anfang April auf dem “Vienna in War”-Festival auftreten sollten, erhielten von den Betreibern der Lokalität “Szene Wien” ein Auftrittsverbot. Der Band wurden Liedtitel und -texte zum Verhängnis, zum Beispiel “Holocaust in Utopia”. In der linken Vorstellungswelt kann es nur einen Holocaust geben, und zwar die Vernichtung der Juden während des 2. Weltkriegs. Deshalb muss wohl jede Verwendung des antiken Begriffs “Holocaust”, der für nichts anderes als “Brandopfer” steht, unweigerlich auf ein nationalsozialistisches Verbrechen bezogen sein, so ihre Interpretation.

Was sich die Band dabei gedacht haben könnte, das spielt in der Debatte gar keine Rolle. Die Einwände aller betroffenen Bands, die man weiter unten im Text nachlesen kann, werden entweder ignoriert oder als belanglos verworfen. Einzig und allein die Auffassung linker Eiferer und Dogmatiker, die mit dem Black Metal absolut nichts zu tun haben, soll als Entscheidungsgrundlage, ob eine Band in unseren Breitengraden auftreten darf oder nicht, gelten.

Mittlerweile wurde auch das TAAKE/HORNA/ANGANTYR am 18.03.2010, in der “Markthalle Hamburg”, vom Betreiber der Lokalität abgesagt.

Bisher ist keine öffentliche Stellungnahme, zu diesen Vorfällen, von Seiten deutscher Metal-Magazine, Veranstalter, etc. bekannt. Dabei wurde TAAKE noch vor einem Jahr durch Interviews in RockHard, Legacy, usw. rehabilitiert. Und durch die Affäre um Philipp Seiler von VARG, die das Thema “Kontakte zum sog. NSBM”, und sich daraus ergebende Konsequenzen, kurzzeitig auf die Tagesordnung der deutschen Metal-Presse gesetzt hat, hat man eigentlich doch eine deutlich hör- und sichtbare Verteidigung der Kunst- und Meinungsfreiheit von TAAKE, HORNA, ANGANTYR, und URGEHAL, durch die Meinungsmacher bei RockHard, Metal Hammer, Legacy…, vorausgesetzt und erwartet! Schließlich sind die Vorwürfe, die z.B. an URGEHAL gerichtet sind, so fadenscheinig und albern, dass die Umtriebe eines Philipp Seiler, am so genannten “rechten Rand des Black Metal”, dagegen wie Kapitalverbrechen aussehen. Seiler darf weiterhin auf den großen Festivals Wacken und PartySan auf der Bühne stehen. TAAKE, HORNA, ANGANTYR, und URGEHAL müssen Konzertabsagen hinnehmen. Aber wenn das eine möglich ist dann muss das andere unmöglich sein! Freiheitsrechte sind entweder universal oder sie sind Makulatur, hinter der sich ganz andere Interessen verbergen… Was sich ja auch an der Hetze aus linken Kreisen zeigt, denn die Meinungsfreiheit, die man für sich selbst beansprucht, will man anderen – in diesem Fall den betroffenen Bands – nicht zugestehen.

Stellungnahme von TAAKE:
The Antifa kindergarten still desperately insists we are a nazi-band and keep trying to trick promoters into cancelling our shows. Every now and then they succeed and this time our scheduled performance at Szene Wien on March 29th will not happen.
They claim our tour mates Horna and Angantyr are nazis as well, for the most ridiculous reasons.
To Hell with them and anyone who believes them..

On behalf of Taake,
Iqbal Tombs

http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=395005805&blogId=530937380

Stellungnahme von HORNA:
Once again the same old problems arrive and Antifa try to get as many gigs on the European cancelled as they can with their terrorism. It is apparently irrelevant what we do or say when they have already decided what we stand for, and as anyone can tell, HORNA has always had big political messages, symbols and pictures in our releases and live shows… or quite the opposite!! A big fuck off to Antifa and their fascist intolerant propaganda!! HORNA has never been a band with NS message. We are satanist, religious, devil-worshipping, alcohol-consuming occult bastards and our band has NOTHING to do with NS.

http://www.legion-horna.com/index2.php


Stellungnahme von ANGANTYR:

Angantyr is a 100% NON political band. Let there be no misunderstanding about this!
The song lyrics are arranged as fictional stories taking place in the years 500-1000 in Scandinavia and England.  I choose to write in Danish because it is my mother tongue and I express myself best in this language.

http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=54283939&blogId=530781014


[Quelle: Ablaze Magazin]

Wacken und PartySan bestätigen den Auftritt von VARG

Nach langer Bedenkzeit haben sowohl das Wacken Festival als auch das PartySan Open Air erklärt, dass die Coburger Band VARG wie geplant auftreten darf.

Die entsprechenden Stellungnahmen der Veranstalter lauten wie folgt:

“Liebe Metalheads,
in den letzten Tagen kamen vermehrt Reaktionen auf, die sich mit dem Auftritt der Pagan-Metal Band Varg beim W:O:A beschäftigen. Unter anderem gab es diverse Massen-Emails, die im Internet verbreiten, eine rechtsradikale Band würde auf dem W:O:A spielen.
Anstoß der Diskussion ist ein Foto von 2007, auf dem der Sänger der Band mit einem “Absurd” T-Shirt zu sehen ist. Varg und deren Sänger Philipp Seiler haben sich in diversen Statements und auf jedem ihrer Konzerte klar gegen Faschismus und Rechtsradikalismus positioniert. Wir haben uns als Veranstalter natürlich auch mit diesem Thema auseinander gesetzt. Die Band hat uns in diversen Gesprächen absolut glaubhaft vermittelt, dass sie den begangenen Fehler sehr bereuen und keinerlei rechtes Gedankengut oder rechte Tendenzen innerhalb der Band oder deren Musikern vertreten werden. Darüber hinaus haben wir uns bei diversen „Kennern“ der Szene und großen Metalmags informiert, die uns auch in den gewonnenen Erkenntnissen bestärkt haben, dass es sich bei Varg nicht um eine Band mit rechten Tendenzen handelt. Unter anderem wird es in der Aprilausgabe des deutschen Rock Hard ein ausführliches Interview von Wolf Rüdiger Mühlmann mit Philipp Seiler geben, in dem die Faktenlage nochmals klar aufgezeigt und durchleuchtet wird. Wir als Veranstalter haben uns darum bei der jetzigen Faktenlage entschieden, Varg auf dem W:O:A spielen zu lassen und nicht vom Billing zu streichen, denn gerade wir Metalheads sind doch dafür bekannt, Menschen die Fehler eingestehen und sich klar positionieren eine zweite Chance zu geben.”

http://www.wacken.com/woa2010/main-news/news/ansicht/article/statement-zum-thema-varg-auf-dem-woa/

“Wir baten euch vor einigen Wochen um ein wenig Geduld, damit wir uns in der Angelegenheit VARG ein umfassendes Bild machen können. Das ist, wie schon mehrfach erwähnt, nicht so einfach gewesen, wie zunächst gedacht. Besonders, da in dieser Angelegenheit viel Engagement von den beiden politischen Extremen in die Kampagne gelegt wurde, so dass wir regelrecht mit Mails zu diesem Thema zugespamt wurden. Nun, da wir viele Gespräche mit VARG, Philipp, Pressevertretern und einer Menge Metal Fans geführt haben, haben wir uns entschieden, VARG auf dem Party.San Billing zu belassen. Da bei der Diskussion in allen Foren viele Emotionen im Spiel waren, wollen wir euch diese Entscheidung in ein paar kurzen Worten erklären.

Das Party.San Open Air ist für eine klare politische Haltung gegen die Unterwanderung der Metal Szene durch rechte Spinner bekannt. Als die ersten Mails bei uns eintrafen, die VARG und Philipp einen rechten Background unterstellten, war klar, dass wir die Band bei uns nicht auftreten lassen, wenn sich diese Anschuldigungen bewahrheiten sollten.

Um das herauszufinden, haben wir uns nicht nur auf die zahlreichen Statements von Philipp verlassen. Wir haben uns weiter in das Thema eingelesen und recherchiert. Dabei wurde deutlich, dass die meisten Informationen, die die Kampagne angeheizt haben, von der rechten Seite kamen. Private Fotos aus der Zeit als Philipp noch mit der rechten Szene zumindest kokettierte, oder sogar seine Schularbeiten konnten nicht so einfach ins Netz gelangen. Sie wurden gezielt eingesetzt, um Philipp zu diskreditieren – auf zum Teil gefakten, rechten Internetpräsenzen. Die extrem Linke und einige, privat von Philipp „Enttäuschte“, ließen sich vor den Karren spannen und schürten die Kampagne weiter. Philipp musste sich – zu Recht – bei seinen Fans, Label, Veranstaltern und der Presse erklären. Daraus ergibt sich, dass Philipp wirklich eine rechtseitig blinde Vergangenheit hat und sich von dieser nun distanziert und er klar gegen die rechte Szene Stellung bezieht.

Was bleibt also unterm Strich, was unsere Entscheidung beeinflusst.

*
VARG, eine Band, die kommerziellen Erfolg haben will und weder in Texten noch durch äußere Bekundungen in die rechte Ecke gehört
*
der Sänger von VARG, Philipp, der in der Vergangenheit mit der rechten Szene in Berührung gekommen war und sich nun mit aller Kraft davon distanziert und die rechte Szene öffentlich bekämpft.
*
eine wütende rechte Szene, die damit eine ihrer gewünschten Lichtgestalten verloren hat
*
eine, bei der Rechten abschreibende, extreme Linke die sich beim mopsen erwischen ließ und offenbar keinem rechten Aussteiger eine Chance geben will – und somit negiert, dass der Mensch lernfähig ist

Wir sehen den Menschen als lernfähig an und erkennen den positiven Lern-Ansatz bei Philipp an, so dass wir ihm nicht die Tür vor der Nase zuschlagen werden. Warum sich einer aus dem Dunstkreis der Rechten befreit, ob aus moralischen oder kommerziellen Gründen, ist uns dabei egal. Wichtig ist, dass es so ist und wir den Eindruck haben, dass dieser Vorgang nicht umkehrbar ist. Davon sind wir im Fall Philipp überzeugt.

Wenn wir als Metaller, den Mitläufern und/oder Aussteigern aus der rechten Szene nicht die Möglichkeit geben würden, sich in der Mitte der Gesellschaft neu zu etablieren, müssen wir davon ausgehen, dass keiner mehr seinen ideologisch, verklärten Lebenswandel überdenkt und sich neu positioniert. Somit sehen wir im Verbleib von VARG auf dem Party.San Billing unsere eigene moralische Pflicht.

Das Party.San Team”

http://www.party-san.net/openair/news/index.php?shownews=100&lang=de

Dazu gibt es auch eine Videobotschaft von Philipp Seiler:

http://wackentube.com/video/1549/Varg+Statement+Against+Racism

Die Entscheidung, VARG weiterhin auf diesen Veranstaltungen spielen zu lassen, ist gut und richtig. Aber sie kann nur der Anfang sein! Denn es muß endlich Schluß sein mit dem Ausgrenzen, dem Boykottieren und dem Verfolgen von Musikern in unserer Black- und Pagan Metal-Szene!

Der Fall des Philipp “Freki” Seiler von VARG hat sehr deutlich gezeigt, dass man eben doch Kontakte in die sog. “NSBM”-Szene unterhalten – und sich dort sogar organisatorisch entfalten! – kann, ohne sofort als “Nazi” stigmatisiert zu werden. Philipp Seiler hat erklärt, dass er selbst kein Nationalsozialist, Rassist und Antisemit ist. Deshalb darf er auf Veranstaltungen, die sich ansonsten “gegen rechts” aussprechen und engagieren, auftreten.

Mieze vom PartySan Open Air hat die neue Linie beim Umgang mit Musikern, denen irgendwelche Vorwürfe hinsichtlich ihrer Gesinnung gemacht werden, vorgegeben:

“Warum sich einer aus dem Dunstkreis der Rechten befreit, ob aus moralischen oder kommerziellen Gründen, ist uns dabei egal. Wichtig ist, dass es so ist und wir den Eindruck haben, dass dieser Vorgang nicht umkehrbar ist.”

In Zukunft wird von niemanden mehr, dem eine Meinung, Bekanntschaft, oder Handlung im Zusammenhang mit dem “NSBM” vorgeworfen wird, eine gewundene Erklärung verlangt oder erwartet. Es wird völlig ausreichend sein zu sagen, dass man ab jetzt Geld verdienen, und deshalb mit dem “Nazi-Kram” nichts mehr zu tun haben, will.

Das ist ein wichtiger Fortschritt hin zur Normalisierung in unserer Szene, denn damit bleiben uns pathetische und unglaubwürdige Entschuldigungen und Rechtfertigungsversuche von Seiten der betroffenen Musiker erspart.

Nachdem VARG auf diese Weise rehabilitiert sind, sollten andere Bands bald folgen. Immerhin gibt es in unserer Szene ja viele Musiker, denen aus viel nichtigeren Gründen, als es bei Philipp Seiler der Fall gewesen ist, das Leben schwer gemacht wird.

[Quelle: Ablaze Magazin]

Carsten Molitor (Solistitium Records) geht in die Politik

Mit Solistitium Records hat er so wichtige Bands wie BILSKIRNIR, BEHEMOTH, HORNA, HELHEIM, ISVIND, und PERISHED in den 1990ern veröffentlicht.

Aber schon seit vielen Jahren hat sich Carsten Molitor aus der Black Metal-Szene zurückgezogen, und auch seine Label-Aktivitäten weitgehend eingestellt.

Jetzt ist er im Landesverband Niedersachsen der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) aufgetaucht. “‘Politik die aufgeht’ im dünn besiedelten Landkreis Leer bekannt zu machen, bringt weite Wege mit sich. Aber Aufbrechen und Schaffen gehören in meinen Tag – das Haus, der Garten, Orchideen und ein paar Tiere runden ihn ab”, schreibt er über sich.

Eine politische Karriere, die ihn in irgendeine parlamentarische Institution bringt, wird er mit der ÖDP zwar nicht machen können. Aber es ist dennoch interessant zu erfahren, was aus den Protagonisten der deutschen Black Metal-Szene, wie sie während der 1990er existierte, geworden ist. Der eine wird zur “Frau”, der andere baut Boote in Norwegen, und Carsten Molitor wird zum Politiker.

Na dann – viel Glück & Erfolg, Carsten!

Quelle: http://www.oedp-niedersachsen.de/index.php?inhalt=3148

Carstenm090413 2 in Carsten Molitor (Solistitium Records) geht in die Politik

Northern Lights Festival 2010

Northernlights in Northern Lights Festival 2010

Eklat bei SHINING-Konzert in Erfurt

Am 06.03.2010 spielten die schwedischen SHINING als Headliner auf dem Höllenfeuer-Festival in Erfurt. Doch der Auftritt verlief anders als geplant.

Niklas Kvarforth, der illustre Frontmann von SHINING, ist bekannt für seine exzentrische Bühnenshow, die nicht selten Unverständnis und Widerwillen beim Publikum auslöst.

Als er bei seinem Auftritt in Erfurt eine Deutschland-Fahne verbrennen wollte, war es einem Zuschauer zuviel. Er ging auf die Bühne und hat Niklas Kvarforth an der Flaggenverbrennung gehindert.

Dem ist der Vorfall sehr peinlich, denn er schreibt:

“Liebe, veehrte deutsche Fans.
Auf dem zweiten Konzert unserer laufenden Tour in Erfurt habe ich einen schrecklichen Fehler gemacht. Ich habe versucht eine Deutsche Fahne anzuzünden. Warum auch immer, dies sollte so nicht sein!
Geplant war, eine schwedische Flagge auf der Bühne anzuzünden (denkt an unseren Song „Submit To Selfdestruction“), es wurde mir aber eine deutsche gegeben. Wir haben es immer geliebt in Deutschland aufzutreten und zu spielen. So bitte ich euch zu verstehen, dass ich nicht Deutschland, sondern Schweden treffen wollte.
Ich hatte eine nicht geringe Menge Alkohol getrunken und zusammen mit bestimmten Medikamenten, die ich täglich zu mir nehmen muss, ist meine Verhaltensweise evtl. zu erklären, aber natürlich nicht zu entschuldigen. Trotzdem bitte ich hier um euer Verständnis. Ich habe die Art der Fahne erst erkannt, als es schon passiert war.

Und noch einmal: es tut mir sehr Leid, euch in eurem Land derart provoziert zu haben und möchte mich hiermit wirklich und in aller Klarheit, auch im Namen der Band, entschuldigen.

Hoch lebe Deutschland und ihr, unsere Fans!”

http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=86383379&blogId=530716023

Der besagte Zwischenfall wurde auch auf Video dokumentiert:

Hoellenfeuer in Eklat bei SHINING-Konzert in Erfurt

Philipp “Freki” Seiler: Eine zwielichtige “Lichtgestalt”?

Das PartySan Open Air (PSOA), bekannt für seine harte Haltung gegen “rechte Tendenzen” im Metal, hat sehr lange für eine Stellungnahme, zum geplanten Auftritt von Philipp “Freki” S. und VARG auf dem diesjährigen PSOA, gebraucht.
Seit vorgestern erklärt man folgendes:
“Wir baten euch vor einigen Wochen um ein wenig Geduld, damit wir uns in der Angelegenheit VARG ein umfassendes Bild machen können. Das ist, wie schon mehrfach erwähnt, nicht so einfach gewesen, wie zunächst gedacht. Besonders, da in dieser Angelegenheit viel Engagement von den beiden politischen Extremen in die Kampagne gelegt wurde, so dass wir regelrecht mit Mails zu diesem Thema zugespamt wurden. Nun, da wir viele Gespräche mit VARG, Philipp, Pressevertretern und einer Menge Metal Fans geführt haben, haben wir uns entschieden, VARG auf dem Party.San Billing zu belassen. Da bei der Diskussion in allen Foren viele Emotionen im Spiel waren, wollen wir euch diese Entscheidung in ein paar kurzen Worten erklären.

Das Party.San Open Air ist für eine klare politische Haltung gegen die Unterwanderung der Metal Szene durch rechte Spinner bekannt. Als die ersten Mails bei uns eintrafen, die VARG und Philipp einen rechten Background unterstellten, war klar, dass wir die Band bei uns nicht auftreten lassen, wenn sich diese Anschuldigungen bewahrheiten sollten.

Um das herauszufinden, haben wir uns nicht nur auf die zahlreichen Statements von Philipp verlassen. Wir haben uns weiter in das Thema eingelesen und recherchiert. Dabei wurde deutlich, dass die meisten Informationen, die die Kampagne angeheizt haben, von der rechten Seite kamen. Private Fotos aus der Zeit als Philipp noch mit der rechten Szene zumindest kokettierte, oder sogar seine Schularbeiten konnten nicht so einfach ins Netz gelangen. Sie wurden gezielt eingesetzt, um Philipp zu diskreditieren – auf zum Teil gefakten, rechten Internetpräsenzen. Die extrem Linke und einige, privat von Philipp „Enttäuschte“, ließen sich vor den Karren spannen und schürten die Kampagne weiter. Philipp musste sich – zu Recht – bei seinen Fans, Label, Veranstaltern und der Presse erklären. Daraus ergibt sich, dass Philipp wirklich eine rechtseitig blinde Vergangenheit hat und sich von dieser nun distanziert und er klar gegen die rechte Szene Stellung bezieht.

Was bleibt also unterm Strich, was unsere Entscheidung beeinflusst.

  • VARG, eine Band, die kommerziellen Erfolg haben will und weder in Texten noch durch äußere Bekundungen in die rechte Ecke gehört
  • der Sänger von VARG, Philipp, der in der Vergangenheit mit der rechten Szene in Berührung gekommen war und sich nun mit aller Kraft davon distanziert und die rechte Szene öffentlich bekämpft.
  • eine wütende rechte Szene, die damit eine ihrer gewünschten Lichtgestalten verloren hat
  • eine, bei der Rechten abschreibende, extreme Linke die sich beim mopsen erwischen ließ und offenbar keinem rechten Aussteiger eine Chance geben will – und somit negiert, dass der Mensch lernfähig ist
Wir sehen den Menschen als lernfähig an und erkennen den positiven Lern-Ansatz bei Philipp an, so dass wir ihm nicht die Tür vor der Nase zuschlagen werden. Warum sich einer aus dem Dunstkreis der Rechten befreit, ob aus moralischen oder kommerziellen Gründen, ist uns dabei egal. Wichtig ist, dass es so ist und wir den Eindruck haben, dass dieser Vorgang nicht umkehrbar ist. Davon sind wir im Fall Philipp überzeugt.

Wenn wir als Metaller, den Mitläufern und/oder Aussteigern aus der rechten Szene nicht die Möglichkeit geben würden, sich in der Mitte der Gesellschaft neu zu etablieren, müssen wir davon ausgehen, dass keiner mehr seinen ideologisch, verklärten Lebenswandel überdenkt und sich neu positioniert. Somit sehen wir im Verbleib von VARG auf dem Party.San Billing unsere eigene moralische Pflicht.

Das Party.San Team”

Diese Erklärung muss genau analysiert werden, weil sie sozusagen die Quintessenz der Doppelmoral beim Umgang der “Metalbrüder” mit S. darstellt.
Die wesentlichen Kriterien für die Entscheidung, dass VARG weiterhin auf dem PSOA auftreten dürfen, sollen sein:
VARG, eine Band, die kommerziellen Erfolg haben will und weder in Texten noch durch äußere Bekundungen in die rechte Ecke gehört”
- Die Texte von VARG sind zwar nicht rassistisch oder anderweitig nationalsozialistisch. Aber die pathetische Germanentümelei, welche sozusagen das Kernthema dieser Band darstellt, erinnert allzu oft an völkische Blut & Boden-Fantastereien aus “rechtsextremen Kreisen”. Ein T-Shirt, welches auf einer ersten Tour von VARG verkauft wurde, zeigt das Bandlogo mit einem Hakenkreuz. Irgendwie gehört ein Hakenkreuz hierzulande doch “in die rechte Ecke”, oder täuscht dieser Eindruck? Germanen + Hakenkreuz = Nazi. Diese Formel wird auch von den Veranstaltern des PSOA auf andere Bands angewendet. Aber nicht im Fall von VARG. Eine Band wie SKYFORGER aus Lettland, die bereits durch ihre Herkunft nicht automatisch als “Nazis” gelten sollten, musste sogar ihr altes Logo ändern, weil es immer wieder zu Problemen in Deutschland gekommen ist – obwohl die Band beteuerte, dass das Hakenkreuz im Logo nichts anderes als ein antikes, heidnisches Symbol darstellt…

der Sänger von VARG, Philipp, der in der Vergangenheit mit der rechten Szene in Berührung gekommen war und sich nun mit aller Kraft davon distanziert und die rechte Szene öffentlich bekämpft
- Philipp S. ist nicht mit der “rechten Szene in Berührung gekommen”, sondern er hat die Nähe dieser Szene regelrecht gesucht. Man erinnere sich: Im Jahr 2006 warnt er, in seiner Facharbeit (hier abrufbar), vor der Unterwanderung des Pagan Metal von “rechtsaußen”. Ein Jahr später besucht er ein ABSURD-Konzert, und er lädt Hendrik M. – bekannt als “Satansmörder” – als Ehrengast auf sein Wolfszeit-Festival ein. S. spielt vor “rechten” Publikum, und er veranstaltet Konzerte mit “rechten Bands”. Noch vor einem Jahr arbeitet er mit Hendrik M. auf einem TAAKE-Konzert zusammen. Bei alledem handelt es sich um Tatsachen, die noch nicht einmal von S. selbst geleugnet werden. Und jetzt distanziert er sich davon “mit aller Kraft”? Nein, er ist zur Distanzierung gezwungen, weil er sich nicht länger mit Lügen über seine Vergangenheit (siehe erste Stellungnahme zum Foto mit ABSURD-Hemd) herausreden kann und weil er unbedingt Karriere mit VARG machen will. Wie sieht denn sein “Kampf gegen rechts” aus? Er brüllt “Nazis fuck off” von der Bühne. Wie ernst ist es ihm damit? Ihm wurde von mehreren Seiten attestiert, dass er gar kein “politischer Mensch” ist. Seine Parolen “gegen rechts” erfolgen auf Aufforderung, und auf Abruf. Sie haben keine Substanz. Als er mit “Nazi-Metallern” per Du war, da hätte er die “rechte Szene” doch an vorderster Front “bekämpfen” können – aber nichts ist passiert.

eine wütende rechte Szene, die damit eine ihrer gewünschten Lichtgestalten verloren hat
- Inwiefern sich die “rechte Szene” überhaupt mit der causa VARG befasst, sei noch zu beweisen. Nirgendwo, ausser in einigen Black Metal-Internetportalen, gibt es irgendeinen Kommentar zu dem Thema. Von Philipp S. als “gewünschter Lichtgestalt” der “rechten Szene” zu sprechen, das grenzt geradezu an Ironie. Die “Nazis” wollten Philipp S. anwerben und VARG vereinnahmen? Bei aller gebotener Distanz, aber man wird doch auch den “Nazis” mehr Geschmack und Verstand bei der Auswahl ihrer Führungsfiguren zutrauen dürfen. Die Faktenlage in der causa VARG belegt zudem, dass S. auf die “rechte Szene” zugegangen ist und sich dort angebiedert hat.

eine, bei der Rechten abschreibende, extreme Linke die sich beim mopsen erwischen ließ und offenbar keinem rechten Aussteiger eine Chance geben will – und somit negiert, dass der Mensch lernfähig ist
- Eben war Philipp S. noch jemand, der doch nur mit der “rechten Szene in Berührung gekommen war”, nun ist er auf einmal ein “rechter Aussteiger”. Aussteiger, das impliziert doch den Einstieg in diese “rechte Szene”. Genau den will S. aber nie vollzogen haben, glaubt man seinen Äußerungen und den wohlwollenden Kommentaren der “Metalbrüder”. Stefan Hattinger von Rock the Nation bezeichnet S. als jemanden, der sich irgendwo angelehnt und dabei “etwas braune Farbe” abbekommen hat. Eine geradezu verharmlosende Umschreibung jener Machenschaften am “rechten Rand” des Black und Pagan Metal, die Philipp S. nachgewiesen werden können. Und inwiefern ist S. nun “lernfähig”?

Man denke einfach an 2006, und seine Facharbeit zum Thema Politik & Pagan Metal, zurück. Hat S. denn nicht schon damals, BEVOR er sich mit den “Nazi-Metallern” eingelassen hat, alles über die Gefahren und den Mißbrauch von “rechtsaußen” gewusst?!

DAMALS schreibt er: “Die Pagan Metal Szene muss dem politischen Rechtsradikalismus als lohnendes Rekrutierungsfeld für neue Mitglieder erscheinen, weil eine grundsätzliche Übereinstimmung besteht: eine Ablehnung der bestehenden Gesellschaft und ihrer Kultur.”
DANACH sucht er den Anschluß an eben jene Exponenten des “politischen Rechtsradikalismus”, welche in der Pagan Metal-Szene neue Anhänger ihrer Ideologie rekrutieren wollen.
JETZT distanziert er sich von alledem und schreit “Nazis fuck off!”.

Was hat er denn JETZT gelernt was er nicht schon DAMALS gewusst hat?!
Wieso redet man von einer “zweiten Chance”, die Philipp S. verdient haben soll? Zwar ist es ein weit hergeholter Vergleich, aber er kann durchaus als Denkanstoß dienen: Ein Künstler, der noch in der Weimarer Republik einen Aufsatz verfasst in dem er vor den Nationalsozialisten warnt, der aber nach 1933 ein Mitglied der NSDAP wird um seine Karriere voranzutreiben – ihm hätte man nach 1945 nicht attestiert, ein geläuterter “Aussteiger” zu sein, der Fehler gemacht und aus ihnen gelernt hat. Eine “zweite Chance” wäre ihm vewehrt geblieben.
Die Stellungnahme des PSOA ist doch einigermaßen verblüffend, weil man Philipp S. geradezu in Schutz nimmt und so gut wie keine Kritik an ihm übt. Andere Bands wurden, wegen – im Vergleich zu den Umtrieben des Philipp S. – geradezu lachhaften “Vergehen”, vom PSOA verjagt. Aber bei VARG entdeckt man auf einmal eine “moralische Pflicht”, die den Verbleib der Band auf dem Festival geradezu zwingend notwendig macht. Vor den Fakten, welche die Schlußfolgerungen des PSOA ad absurdum führen, verschließt man die Augen. Ob die Veranstalter demnach von der Lichtgestalt Philipp S. oder doch einfach nur vom fabelhaften Reichtum seines Labels geblendet wurden, darüber lässt sich trefflich spekulieren.

Philipp “Freki” Seiler: “Oberflächliche Hetze von Rechtsaußen”?

Varg-shirt-300x200 in Philipp Freki Seiler: Oberflächliche Hetze von Rechtsaußen?

Da hat Philipp “Freki” S. von VARG noch einmal Glück gehabt. Obwohl nicht alle deutschen “Metalbrüder” zu seiner Verteidigung gekommen sind, so konnte er doch immerhin die beiden führenden, deutschen Metal-Zeitschriften RockHard und Metalhammer auf seine Seite ziehen. Wie nun bekannt wurde, soll das Interview mit S., welches schon seit Januar angekündigt ist, in der kommenden Ausgabe von RockHard bzw. Metalhammer abgedruckt werden.
Auch das Wacken Festival hat sich endlich zu einer Stellungnahme zur causa VARG durchgerungen. Man schreibt am 01.03.2010: “Liebe Metalheads,
in den letzten Tagen kamen vermehrt Reaktionen auf, die sich mit dem Auftritt der Pagan-Metal Band Varg beim W:O:A beschäftigen. Unter anderem gab es diverse Massen-Emails, die im Internet verbreiten, eine rechtsradikale Band würde auf dem W:O:A spielen.
Anstoß der Diskussion ist ein Foto von 2007, auf dem der Sänger der Band mit einem “Absurd” T-Shirt zu sehen ist. Varg und deren Sänger Philipp Seiler haben sich in diversen Statements und auf jedem ihrer Konzerte klar gegen Faschismus und Rechtsradikalismus positioniert. Wir haben uns als Veranstalter natürlich auch mit diesem Thema auseinander gesetzt. Die Band hat uns in diversen Gesprächen absolut glaubhaft vermittelt, dass sie den begangenen Fehler sehr bereuen und keinerlei rechtes Gedankengut oder rechte Tendenzen innerhalb der Band oder deren Musikern vertreten werden. Darüber hinaus haben wir uns bei diversen „Kennern“ der Szene und großen Metalmags informiert, die uns auch in den gewonnenen Erkenntnissen bestärkt haben, dass es sich bei Varg nicht um eine Band mit rechten Tendenzen handelt. Unter anderem wird es in der Aprilausgabe des deutschen Rock Hard ein ausführliches Interview von Wolf Rüdiger Mühlmann mit Philipp Seiler geben, in dem die Faktenlage nochmals klar aufgezeigt und durchleuchtet wird. Wir als Veranstalter haben uns darum bei der jetzigen Faktenlage entschieden, Varg auf dem W:O:A spielen zu lassen und nicht vom Billing zu streichen, denn gerade wir Metalheads sind doch dafür bekannt, Menschen die Fehler eingestehen und sich klar positionieren eine zweite Chance zu geben.”
Außerdem hat man VARG um ein Bekenntnis “gegen rechts” gebeten, dem S. auch nachgekommen ist. Anzuschauen hier:
Philipp S. wird als jemand dargestellt, der “einen Fehler” begangen, diesen eingesehen und bereut, und somit eine “zweite Chance verdient” hat. Dazu passt auch die Aussage von Stefan Hattinger, der mit Rock The Nation die aktuelle “Paganfest”-Tour mit VARG veranstaltet und ihr aktuelles Album “Blutaar” auf dem extra zu diesem Zweck gegründeten Label Noise Art Records veröffentlicht hat, im Interview mit dem österreichischen Webzine Stormbringer am 23.02.2010: “Was bei der ganzen Geschichte passierte ist, dass der Philipp sich in seiner Vergangenheit irgendwo angelehnt hat und dabei ein wenig braune Farbe abbekommen hat.
Nach allem was man mittlerweile über Philipp “Freki” S. und seine Umtriebe in den vergangenen drei Jahren weiß, ist die Annahme, er sei ein naiver Junge der sich mit “falschen Freunden” eingelassen hat, nun wirklich das letzte woran man denkt.
Die – bestätigte – Faktenlage sieht im Großen und Ganzen folgendermaßen aus:
  1. S. hat im Jahr 2006 eine Facharbeit zum Thema “Politik & Pagan Metal” geschrieben und sich darin ausführlich mit Absurd und dem “rechten Rand” in der Black und Pagan Metal-Szene befasst. Naiv in dem Sinne, dass er von alledem nichts gewusst hat, war er also von Anfang an überhaupt nicht.
  2. S. hat im Frühjahr 2007 ein Konzert der Band Absurd im fränkischen Gremsdorf besucht. Angeblich will er schon nach drei Liedern gegangen sein; aber entscheidend ist nicht wann er von dort gegangen ist, sondern, dass er überhaupt erst dorthin gegangen ist. Auf eine Veranstaltung der NPD gerät man auch nicht durch Zufall…
  3. S. hat den “Satansmörder von Sondershausen”, Hendrik M., auf das Wolfszeit-Festival im Jahr 2007 eingeladen. Dort wurde M. als “V.I.P.” behandelt. S. hat Hemden von Absurd, darunter auch das “Ulfhednir”-Hemd mit dem er Ende 2007 fotografiert wurde, von M. gekauft. Es soll dann auch eine Absprache hinsichtlich zukünftiger Zusammenarbeit gegeben haben. Das hat doch eindeutig mit mehr als nur der Faszination für einen “negativen Hauptdarsteller” zu tun.
  4. Das erste Album von VARG, “Wolfszeit”, wurde von einem Label, hinter dem der Wikingerversand stecken soll, veröffentlicht. Gleichzeitig wurde ein T-Shirt von VARG veröffentlicht (siehe Foto), auf dem ein Hakenkreuz (in Deutschland auch in dieser, abgerundeten Form strafbar) abgebildet ist. Da Philipp S. sich mit der Politisierung des Pagan Metal durch “Rechtsextreme” hinreichend beschäftigt hat – siehe seine o.g. Facharbeit, die man sich hier herunterladen kann – kann er schwerlich behaupten, er habe sich bei alledem gar nichts weiter gedacht.
  5. Eine weitere Firma aus dem Umfeld des Wikingerversands, der – mittlerweile eingestellte – Nordahl-Versand, trat als Sponsor des Wolfszeit-Festivals in den Jahren 2007 und 2008 auf. Medienpartner beim Wolfszeit-Festival 2008 war das Ablaze Magazin, in dem regelmäßig solche Bands, die dem “rechten Rand” des Black und Pagan Metal zugerechnet werden, zu Wort kommen. Offenbar hatte S. keinerlei Berührungsängste, als er diese Kontakte knüpfte und zu seinem Vorteil nutzte.
  6. VARG haben zwei Konzerte mit solchen Bands, die mehr oder weniger eindeutig am “rechten Rand” des Black und Pagan Metal angesiedelt sind, zusammen gespielt. Einmal mit ISOLFUR und einmal mit EUGENIK, in Thüringen bzw. in Sachsen. Außerdem hat S. mindestens ein Konzert mit der ukrainischen Band KRODA, die ebenfalls den Ruf hat, eine “rechte” Pagan Metal-Band zu sein, organisieren wollen. In Anbetracht seines Hintergrundwissens zu der Verflechtung des Pagan Metal mit “Rechtsextremisten” muss man S. eine Absicht bei alledem unterstellen. Ein “Fehler” war es jedenfalls nicht.
  7. S. hat im Frühjahr 2009 eine Deutschland-Tour mit TAAKE organisiert. Hendrik M. hat einen Verkaufsstand auf dem Konzert, welches in Berlin stattfand, machen können. Der Kontakt zwischen S. und M. muss offenbar mehr gewesen sein, als nur eine flüchtige Bekanntschaft. Auch ohne Facharbeit zur “Politik im Pagan Metal” hätte S. wissen müssen wer M. ist, was M. getan hat und wofür M. steht. Wer sich freiwillig mit diesem Mann einlässt, der lehnt sich nicht einfach irgendwo an, wie es Stefan Hattinger nun darstellen möchte. Nein, der sucht ganz bewusst diesen Kontakt, entweder weil er mit M. sympathisiert oder weil er sich von diesem Kontakt irgendeinen Vorteil verspricht. Mit einem “Fehler” hat das ganz bestimmt nichts zu tun!
  8. S. hat in der Vergangenheit auf jede Kritik an VARG, hinsichtlich der Annäherung an den “rechten Rand” des Black und Pagan Metal, mit Arroganz und mit Spott reagiert. Dazu kann man auch hier noch eine sehr aussagekräftige Stellungnahme vom 10.10.2008 finden: http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=156693868&blogId=440002282 Zu keinem Zeitpunkt hat er von sich aus “reinen Tisch” machen, sich offenbaren und seine Kontakte an den “rechten Rand” des Black und Pagan Metal einstellen, wollen. Im Grunde genommen hat er seine Fans jahrelang belogen. Aber auf einmal steht er als glaubwürdiger, reuiger Sünder da?
  9. Das Donzdorfer Label Nuclear Blast Records hat einen bereits abgeschlossenen Vertrag mit VARG, der sogar schon in der Öffentlichtkeit verkündet wurde, annulliert, weil ihnen die Machenschaften und Kontakte von Philipp S. eindeutig zu weit gingen und er diese wohl auch nicht zufriedenstellend erklären bzw. die sich daraus ergebenden Fragen nicht beantworten konnte. Erst jetzt kam S. auf die Idee, die Kampagne “VARG & Fans gegen Nazis” ins Leben zu rufen. Das hat auch nichts mit Einsicht in irgendein Fehlverhalten zu tun. Es ist nichts anderes als Opportunismus und Heuchelei!
Um von all den offenen Fragen und Widersprüchlichkeiten in der causa VARG abzulenken, wird Wolf-Rüdiger Mühlmann vom RockHard ein groß angelegtes Ablenkungsmanöver starten, so hat es jedenfalls den Anschein. Denn dem Vernehmen nach geht es in dem angekündigten Interview mit Philipp S., in der nächsten Ausgabe des RockHard, gar nicht so sehr um den Inhalt der gegen ihn gerichteten Vorwürfe – sondern darum, aus welcher Ecke diese Vorwürfe stammen sollen.
Angeblich soll es sich um eine Verschwörung von “Rechten”, allen voran besagter Hendrik M., handeln, die sich an S. “rächen” wollen. Weil er es “gewagt” habe, sich von ihnen “abzuwenden”. Aus diesen Kreisen heraus würde eine “Kampagne” gegen VARG lanciert, um diese Band als “Nazis” zu diffamieren.
Philipp S. stellt sich in seiner o.g. Videobotschaft auch als Opfer einer solchen Kampagne dar, und spricht von einer “oberflächlichen Hetze von Rechtsaußen”.
So einfach will man es sich jetzt machen, aber man kann es nicht.
Zunächst gibt es gar keine Kausalität zwischen der angeblichen Distanzierung von Philipp S., vom “rechten Rand” des Black und Pagan Metal, und den Vorwürfen, die seit Januar 2010 im Internet über ihn geäußert werden. Bereits 2008 wurde im Ablaze Magazin darüber berichtet, dass S. auf seinem Wolfszeit-Festival die Kontrolle von Bandhemden eingeführt hat, um “rechte” Besucher von seiner Veranstaltung fernhalten zu können. Auch die Band VARG hat ja immer wieder betont, man sei alles aber keine “Nazi”-Band. Die o.g. Stellungnahme vom 10.10.2008 betitelte man so: “Wir sind GEGEN Nazis!”. Dennoch gab es zu diesem Zeitpunkt keine “Hetze von Rechtsaußen” gegen VARG und gegen Philipp S., im Gegenteil – kein halbes Jahr später haben sich Philipp S. und Hendrik M. in Berlin auf dem TAAKE-Konzert die Hand gegeben.
Ganz egal aus welcher Ecke, und mit welcher Motivation, die Vorwürfe gegen Philipp S. geäußert werden; es steht mittlerweile doch fest, dass diese Vorwürfe eben nicht aus der Luft gegriffen sind sondern tatsächliche Begebenheiten wiedergeben. Das hat nichts mit “Hetze” oder gar mit “Rufmord” zu tun. Denn es kommt jetzt nur zum Vorschein, was lange Zeit über verdrängt oder ignoriert worden ist. Auch und gerade von jenen “Metalbrüdern” die sich jetzt die Ehrenrettung von Philipp S. auf die Fahne geschrieben haben – und dabei doch alles andere als selbstlos und uneigennützig handeln.
Selbst wenn es so wäre, dass die Vorwürfe gegen Philipp S. von irgendwelchen “Rechtsextremisten” verfasst werden: Werden diese Informationen dadurch wertlos?
Genau diesen Eindruck wollen Wolf-Rüdiger Mühlmann und Stefan Hattinger vermitteln. Weil es doch “Nazis” sein sollen, die hier mit “braunen Dreck” auf VARG werfen, darf man sich das, was sie zu sagen haben, gar nicht erst anhören. Und tut man es doch, dann darf man nichts von alledem glauben. Weil “Nazis” immer lügen, und sowieso nur aus niederen Beweggründen heraus handeln…
Nein, gelogen hat Philipp S. – und er wird es wohl weiterhin tun, wenn es um seine Vergangenheit geht – und die niederen Beweggründe wird man zunächst bei denen, die seine Lügen decken und bagatellisieren, vermuten müssen. Denn es geht ums Geschäft und ums Geld, sowohl bei dem einen wie auch bei dem anderen. Andernfalls hätte man Philipp S. schon längst genauso zur Rechenschaft gezogen, wie es in vergleichbaren Fällen passiert ist.
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