Vargleserbrief-228x300 in Philipp Freki Seiler: Ist der Wolf zum Abschuss freigegeben?Erst sah es so aus, als ob sich Philipp “Freki” S. von VARG auf die Unterstützung der einflußreichen “Metalbrüder” aus den Redaktionen der deutschen Metal-Magazine verlassen kann, nachdem seine Kontakte und Aktivitäten am “rechten Rand” der Metal-Szene im Januar publik gemacht wurden.

Die Vorwürfe an seine Adresse, geäußert zum Beispiel in den Foren von RockHard und Metal Hammer, wurden als “Hetze” und als “Verleumdung” zurückgewiesen. Um die weitere Debatte um S. zu stoppen, wurden die entsprechenden Themen kurzerhand geschlossen oder gelöscht. Auch die Veranstalter von Wacken und vom PartySan Open Air haben die Vorwürfe nicht ernst genommen.

Am 25.01. bzw. am 27.01. wurde sowohl vom Wacken als auch vom PartySan eine Stellungnahme/Entscheidung hinsichtlich des geplanten Auftritts von VARG, unter Beteiligung von Philipp S., auf beiden Festivals angekündigt. Auf eine entsprechende Erklärung wartet man nach wie vor!

Dafür hat S. im Forum seines Wolfszeit-Festivals verkündet:
“Um Diskussionen Mutmaßungen usw vorzubeugen:
Es kommt ein großes Rock Hard Interview das keine Fragen offen lassen wird. Bitte wartet das ab und fragt mich dann falls ihr noch etwas wissen möchtet.
Danke!”

In der Zwischenzeit distanzierten sich sowohl das Ragnarök-Festival (VARG dürfen nur ohne “Freki” auftreten) als auch das Legacy von Philipp S.; letztere veröffentlichten einen umfangreichen Artikel und erklärten:

“Nun geht ihm der Arsch auf Grundeis. Er hat sich beim Schwindeln erwischen lassen, er hat seine Fans enttäuscht und seine Band kompromittiert. Diese Suppe will aus unserer Redaktion keiner für ihn auslöffeln, indem er seinen Namen unter ein „kritisches Interview“ mit VARG setzt. Mit dieser Meinung stehen wir nicht allein, und wollen damit allen den Rücken stärken, die sich im Moment nicht trauen, die Angelegenheit so anzufassen, wie es sich vernünftiger- und verantwortungsvollerweise gehört.”

Mit Spannung wurde das angekündigte Interview mit Philipp S. im RockHard erwartet. Dieses Interview existiert tatsächlich, denn im o.g. Artikel des Legacy wurde darauf Bezug genommen: “Dabei ist längst ohne Belang, ob wirklich alles der Wahrheit entspricht, was Freki vorgeworfen wird, denn alles, was er in einem Interview mit den Kollegen vom Rock Hard einräumt, bewegt sich mit den übrigen im Raum stehenden Vorwürfen auf der mehr oder weniger gleichen Ebene.”

Die aktuelle Ausgabe des RockHard ist jetzt erschienen. Ohne Interview mit Philipp S./VARG. Stattdessen wurde seine Stellungnahme, die bereits im Forum des RockHard veröffentlicht wurde, als Leserbrief abgedruckt. Eine andere Erwähnung der “causa VARG” gibt es nicht.

Überraschen darf das nicht. Redaktionsintern wird man wohl zu der Überzeugung gekommen sein, dass es keine hundertprozentige Sicherheit dafür gibt, dass dieses Interview wirklich einen Schlußstrich unter die Affäre um Philipp S. ziehen kann. Wer kann dafür garantieren das nicht noch mehr Details aus den Machenschaften von S. bekannt werden, die seine Aussagen in dem Interview schließlich konterkarieren?

Also hat man seine Stellungnahme als Leserbrief abgedruckt. Unkommentiert. Ein Leserbrief muss mit der Meinung der Redaktion nicht identisch sein. Auf diese Weise rückt man von Philipp S. ab, jedoch ohne den kalkulierten Knallfeffekt des o.g. Legacy-Artikels. Denn die weitere Vorgehensweise in der “causa VARG” wird man sicherlich von den Reaktionen der Leser, auf diesen Leserbrief, abhängig machen wollen. Erst wenn sich ein Trend abzeichnet, entweder in Form von Desinteresse und Ignoranz oder durch Verurteilungen und Boykottaufrufe, wird die Redaktion des RockHard wohl darüber entscheiden, wie man sich in Zukunft gegenüber Philipp S. verhalten will.

Jedoch kann schon soviel gesagt werden, dass die Tage des “Freki” gezählt zu sein scheinen. Abgesehen von dem VARG-Label Noise Art/Rock The Nation gibt es bislang niemanden aus dem Kreis der “Metalbrüder”, der sich ganz vorbehaltlos zu Philipp S. und VARG bekennen will. Obwohl es am Anfang den Anschein hatte, als würde S. auf die Unterstützung seiner Geschäftspartner und Gönner zählen können, hat sich diese, seine Hoffnung am Ende doch nicht erfüllt.

Das alles (er)klärende Interview mit dem RockHard, welches doch nicht abgedruckt worden ist, legt den Verdacht nahe: Der Wolf ist zum Abschuss freigegeben.

[Quelle: VARG - FREKI - WOLFSZEIT]

Anmerkung: Auch bei diesem offenen Brief, versucht Philipp Seiler aka Freki sich mit vielen Lügen rauszureden. Auf einmal sind es die bösen Nazis. Er erwähnt aber nicht, weshalb er noch vor wenigen Wochen (Januar 2010) mit seiner Band VARG in einem Club der rechten Szene zur “Berliner Schlachtnacht” aufgerufen hat. Er hatte damals längst seine Distanzierungskampagne begonnen und war dennoch weiterhin aktiv am rechten Rand. Oder als er vor gerade mal einem halben Jahr als Veranstalter eines NSBM Konzertes auftrat, auch dies wird bewußt im offenen Brief verschiegen, weil dies alles entgegen seinen Aussagen steht.

Es verwundert zudem das immer so getan wird als wäre nur Philipp Seiler das Proble der Band VARG. Nach mehreren Zeigenaussagen, scheinen auch die anderen Bandmitglieder eine rechtsextreme Gesinnung haben und gerne privat Rechtsrock Bands hören. Auch hatte man im Proberaum NPD Plakate, laut einer Aussage aus dem Umfeld der Band.