Archiv für Januar, 2010

Jetzt auch Callboy Klaus im TV-Container “Big Brother” !

Mit Sex lässt sich alles gut verkaufen – auch TV-Formate. Nach Amateur-Star Sexy Cora hat jetzt auch Callboy Klaus Einzug ins Big Brother Haus gehalten und viele sind gespannt, wie heiß es dort jetzt zugehen wird. Klaus zeigt ja gern, was er hat und kann.
Auch bei der Amateurseite gibt es Videos, in denen er mit von der Partie ist.

Varg – Viel Feind, viel Ehr

Hat sich sich Philipp Seiler, Kopf der Coburger Viking Metal Band VARG, hier seine Idee für das Motto der neuen CD “Blutaar” geholt?

Erst vor wenigen Wochen wurden die engen Kontakte von Philipp Seiler aka Freki in die Neo-Nazi Szene aufgedeckt. Nun wurde von der Rechtsrock-Band “Straftat” ein Lied entdeckt, mit dem selbigen Titel wie das neue Motto von VARG “Viel Feind, viel Ehr”. Hat sich Philipp Seiler von seinem Kameraden inspirieren lassen?

Zwar distanziert sich die Band VARG seit Neuestem ganz massiv von “Nazis”, dies scheint jedoch in erster Linie auf Druck der Plattenfirma zu geschehen. Wer die Entwicklung der Band beobachtet hat, konnte festellen das diese DIstanzierungen immer mehr anwuchsen, je mehr man sich an das neue Album näherte und in Gesprächen mit großen Plattenfirmen war. So mußte sogar das VARG Logo aus selbigen Grund abgeändert werden, da es der Plattenfirma anscheind zu “rechts” war.

Man vergleiche mal hier den Wandel der Logos während der Entstehungsphase des neuen Albums. Das eine Logo besteht schon immer und das “neue Logo” entstand plötzlich nachdem Gespräche mit größeren Labels entstanden sind und der Distanzierungsdruck gegen “Nazis” gewachsen ist.

Varg-blutaar-cover-300x300 in Varg - Viel Feind, viel Ehr Varg-blutaar-cover-neu-300x287 in Varg - Viel Feind, viel Ehr

Sowohl das “Wölfisch & Asentreu” musste verschwinden, wie auch die Runen. Alles verbunden mit einer Anti-Nazi Kampagne, wie man es sonst nur von Seiten der sog. Antifa kennt. Eine Kampagne, die laut früheren Aussagen der Band, niemals denkbar gewesen war.

Hierdurch wird deutlich das man den neuerlichen extremen Distanzierungen kein Glauben schenken kann, sondern diese ganz bewußt stattfinden um im kommerziellen Bereich existieren zu können. Natürlich vor allem auf klaren Vorgaben der Plattenfirmen.

Um so mehr war es nun schockierend für das Plattenlabel und Fachpresse, dass nun die Wahrheit über Philipp Seiler doch noch ans Licht gekommen ist (u.a. tauchte ein Foto von Philipp Seiler auf, welches ihn mit einem Absurd T-Shirt zeigt). Nun gilt es mit allen Mitteln (Lügen) diese Tatsachen zu vertuschen und Philipp Seiler bzw. VARG als geläutert darzustellen, da alles andere nicht nur ein extremer Image-Schaden für die betreffenden Plattenfirmen, Konzertveranstalter und Fach-Presse wäre, sondern auch ein enormer finanzieller Schaden.

Sind wir mal alle gespannt, wie es im Fall Philipp Seiler weitergehen wird.

Philipp “Freki” Seiler: Ein Aussteiger oder ein Aufsteiger?

“rechte black metaller rächen sich an abtrünnigem”, mit dieser reißerischen Schlagzeile wird ein aktueller Artikel im Infoblog “Fight Fascism” überschrieben. Weiter heisst es, dass Philipp “Freki” S. von der deutschen Pagan Metal-Band VARG es “gewagt” habe, sich von dem “rechten Rand” des Black Metal abzuwenden. Deshalb wird ihm nun mit Gewalt gedroht; und eine Rufmord-Kampagne sei ebenfalls aus diesen “rechten Kreisen” gegen S. initiiert worden.

Zugegeben, in so einigen Kommentaren, die man in den vergangenen Tagen im Internet lesen konnte, wurde S. vielleicht zu eilfertig als “Nazi” denunziert. Seine Band VARG kann schon per definitionem gar kein “NSBM” (gewesen) sein, weil diese Band nämlich Pagan Metal – und nicht Black Metal – zu spielen vorgibt. Ab wann ist man ein “Nazi”? Reicht schon das Hören einer Band wie LANDSER, das Tragen eines Hemdes der Band ABSURD, das gelegentliche “Abhitlern” auf Partys und die Phrasendrescherei im Freundeskreis, um als “Nazi” gelten zu können? Zwar gibt es die “Antifaschisten” unter uns, welche diese Annahme unumwunden bejahen werden. Aber realistischerweise sollte ein “Nazi” doch über eine gewisse, ausgeprägte Weltanschauung verfügen – die er auch argumentativ darlegen kann – um als solcher gelten zu können.

Philipp S. wird so einiges nachgesagt. Im Forum des Wacken Open Air schreibt ein “Meister X” von einem Treffen mit der Band VARG, welches folgende Erkenntnisse über S. brachte: “Von klaren Ausländerfeindlichen und antisemitischen Sprüchen, bis zum Bekenntnis das man sich selbst als Rechts sieht und Bands wie Landser, Lunikoff, Stahlgewitter, Division Germania, Racewar, usw. hören würde. (…) Philipp selbst stimmte sogar Lieder von Landser an !!” Ein gewisser Tobias Geipel sekundiert in einem offenen Brief: “Am liebsten hätten Sie (Philipp S. – d.V.) ein paar NSBM Bands spielen lassen, aber Sie meinten das bereits mit den jetzigen Bands schon sehr viel Ärger mit der Stadt Hollfeld bestanden hatte und es sehr schwer ist mit dem Veranstaltungsort.” Dennis Knoll von Schwarze-News.de schildert im Blackpott-Forum seinen Eindruck von den aktuellen Stellungnahmen des Philipp S.: “Wenn man seine ‘Ausreden’ so mit bekommt, dann wirkt das ganze doch peinlich. Vor allem Aktionen auf vorher gegangenen Festivals, wo Gäste dazu spaßeshalber gezwungen wurden (Aussagen von Gästen) Hitler grüße zu machen ist bitter.” Und ein “Daimonic” berichtet bereits 2009 in einem Beitrag auf der Seite resurrection-dead.de, dass Philipp S. mit seinem Kontakt zu Hendrik M. regelrecht geprahlt haben soll.

Aber war S. deshalb ein “Nazi” im eigentlichen Sinne? Besagter Hendrik M. hat dazu im Sonnenritter-Forum geschrieben: “Ich glaube ihm, dass er kein ‘Nazi’ ist. Philipp ist nichts anderes als ein Opportunist, und ein Heuchler/Lügner obendrein. Im Jahr 2007 war eine Wacken-Karrie für Varg noch undenkbar, und er wollte sich damals alle ‘Optionen offenhalten’.”

Man wird einem Hendrik M. wohl zugestehen, dass er seinesgleichen erkennt wenn er sie trifft. Und seine Analyse von Philipp “Freki” S. klingt sehr viel einleuchtender als der schrille “Nazi-Alarm” bei manchen Zeitgenossen. Denn auch wenn alles, was über die Machenschaften von S. berichtet wird, der Wahrheit entsprechen sollte – so darf man ihn sich deshalb noch immer nicht als strammen “Kameraden” und als Parteigänger der NPD vorstellen. Denn S. hätte sich dann einfach nicht sehr viel anders benommen als viele deutsche Heranwachsende ohne Migrationshintergrund. Ihre Verbindung zum Rechtsextremismus ist subkulturell geprägt, und korrespondiert gar nicht mit einer gefestigten Weltanschauung. Man muss sich auch noch einmal die Aussage eines alten Freundes von Philipp S., nämlich Sebastian “Geri/Morsan” F. von der Band IVENBERG, ins Gedächtnis rufen. F. stellt in einem Blog auf dem MySpace-Profil seiner neuen Band fest: “Die jetzigen Mitglieder kenne ich persönlich und ich kann keinerlei politische Interessen bei ihnen feststellen!” Die Betonung liegt auf “keinerlei politische Interessen”. Und in der Tat, ein Hitlergruss macht einen Menschen genauso wenig zum “Nazi” wie das Singen eines Liedes von der Band LANDSER.

Unbestritten sind aber die Kontakte von Philipp S. zu Personen vom “rechten Rand” des Black Metal, die er selbst als “negative Hauptfiguren” bezeichnet. Diese Kontakte hat S. eingeräumt. Um seine Kontaktaufnahme zu verstehen, sollte man sich die Facharbeit, welche S. im Jahr 2007 geschrieben hat und die hier abrufbar ist, genauer durchlesen. Beinahe schon bewundernd schreibt S. über Hendrik M., dass dieser “in der Szene zur Kultfigur” aufgestiegen sei. Dessen ehemalige Band ABSURD kann S. “als einen der Hauptpfeiler benennen, auf die die Beziehung zwischen Rechtsradikalen und dem Pagan Metal seit Anbeginn baut.” Prophetisch erklärt S., dass M. “wohl erst ab Mai 2007 wieder aktiv ins Geschehen eingreifen kann.”

Nun stelle man sich das einmal bildlich vor. Da sitzt ein junger Gymnasiast, der Pagan Metal hört und seine eigene Band, VARG, gegründet hat. Diese Band ist zu jenem Zeitpunkt noch unbekannt, das Debütalbum “Wolfszeit” noch nicht veröffentlicht (i.ü. über ein Label, das man auch als “Tarnfirma” für den als “rechtsradikal” geltenden Wikingerversand bezeichnet hat), und die weitere Karriere ist noch völlig ungewiss. Aber eines weiß Philipp S. wohl ganz genau: Karriere, die will er in dieser Szene des Pagan Metal unbedingt machen! Da gibt es eine “negative Hauptfigur”, die bereits lange vor Philipp S. eine – skandalträchtige – Karriere vorweisen konnte. Philipp S. weiss es bestimmt besser als so mancher Kritiker der Band ABSURD: Die Band, an der Hendrik M. in den 1990-ern mitgewirkt hat, gilt im Jahr 2007 als extrem populär. ABSURD bedienen schon lange kein “Nischenpublikum” mehr; die Musik dieser Band wird auch von solchen Leuten gehört und für gut befunden, welche sich mit den Botschaften, die in dieser Musik transportiert werden sollen, gar nicht identifizieren möchten. So berühmt und erfolgreich möchte Philipp S. mit VARG bestimmt auch gerne sein, natürlich ohne Aufenthalt im Gefängnis und Boykott durch die Musikindustrie. Deshalb ist es auch absolut nachvollziehbar, dass er ein Konzert von ABSURD sozusagen vor seiner eigenen Haustür – in Franken – besucht hat; und seine Kontaktaufnahme mit Hendrik M. erscheint als logische Schlußfolgerung jener Faszination, die S. für eine solche “negative Hauptfigur” zweifelsfrei empfunden haben wird – dazu muss man nur zwischen den Zeilen seiner eigenen Facharbeit lesen.

Zu diesem Zeitpunkt war es tatsächlich nicht absehbar, dass VARG nur drei Jahre später auf den größten Festivals der deutschen Metal-Szene auftreten können – ein Erfolg, der einer Band wie ABSURD aus Gründen, die auf der Hand liegen, wohl immer verwehrt bleiben wird. Aber 2007 war eine derartige Karriere eben außerhalb der Vorstellungskraft, und Philipp S. wird es stattdessen schon genügt haben, dass man seine Band VARG überhaupt irgendwie zur Kenntnis nimmt – egal, in welchen Kreisen.

Sein eigenes Festival – Wolfszeit – hat Philipp S. scheinbar aus hauptsächlich drei Gründen ins Leben gerufen, so steht jedenfalls zu vermuten. Einmal sollte dieses Festival als Vehikel für VARG dienen; zweitens sollte dieses Festival zur Profilierung von Philipp S. beitragen; und drittens sollte mit diesem Festival den eigenen Eltern demonstriert werden, dass man mit Pagan Metal sehr wohl Geld verdienen kann. Aber S. hatte natürlich ein nicht unerhebliches Problem, als ihm die Idee zum Wolfszeit-Festival gekommen ist. Denn es gibt ein anderes Pagan Metal-Festival in Franken, das schon länger existiert und sich kommerziell prächtig entwickelt hat: das Ragnarök-Festival. Natürlich darf man davon ausgehen, dass S. sich vom Ragnarök-Festival überhaupt erst dazu inspirieren ließ, nun sein eigenes Festival aufzuziehen. Aber zwei Pagan Metal-Festivals in der selben Gegend, wo vielleicht auch noch die selben Bands auftreten…? Das hätte nicht funktioniert. Deshalb wird S. sich gedacht haben, dass er sein eigenes Festival vom Ragnarök absetzen muss. Nicht nur andere Bands als auf dem Ragnarök wollte er auf sein Wolfszeit-Festival holen, sondern auch ein anderes Klientel als sein Publikum ansprechen.

Nämlich solche Fans des Pagan Metal, die – wie man es ja auch von S. hört – kein Problem mit Bands wie ABSURD oder TOTENBURG haben. Das Ragnarök hatte nach einem tendenziösen TV-Beitrag 2006 damit begonnen, sich “gegen rechts” abzugrenzen. S. konnte zu Recht darauf hoffen, dass jener Teil des Publikums, der sich ungern vorschreiben lässt welches Bandhemd auf einem Konzert angezogen werden darf, sich vom Ragnarök ab- und zum Wolfszeit-Festival hinwenden wird. Vor diesem Hintergrund kann die Einladung an Hendrik M., doch ebenfalls zu diesem Festival zu kommen, beinahe als geschickter Schachzug im Marketing verstanden werden! Wenn sozusagen die “negative Hauptfigur” des Black und Pagan Metal auf einem solchen Festival unterwegs ist, dann werden die vielen Fans seiner Band ABSURD sich vielleicht ebenfalls gerne dort blicken lassen…!?

Tobias Geipel berichtet in seinem offenen Brief an Philipp S: “Sie erzählten mir von dem Ärger im Vorfeld mit der Antifa und das Sie deshalb den Veranstaltungsort erst kurz vorher bekannt geben konnten und das ganze als geschlossene Veranstaltung laufen müsse, wegen den ‘scheiss Linken’. Am liebsten hätten Sie ein paar NSBM Bands spielen lassen, aber Sie meinten das bereits mit den jetzigen Bands schon sehr viel Ärger mit der Stadt Hollfeld bestanden hatte und es sehr schwer ist mit dem Veranstaltungsort.” Insofern diese Behauptung korrekt ist, wird man wohl davon ausgehen dürfen, dass S. tatsächlich nach Mittel und Wegen gesucht hat um Veranstaltungen mit solchen als kontrovers geltenden Bands, die – wie er in seiner Facharbeit in Bezug auf ABSURD geschrieben hat – sich trotz heftiger Anfeindungen “mit der Zeit zu einem der populärsten Vertreter des Pagan Metals in Deutschland gemausert hat”, durchführen zu können. Schnell wird er eingesehen haben, dass so etwas im Rahmen des Wolfszeit-Festivals undurchführbar ist. Aber als separates Konzert, klandestin organisiert, kann dergleichen auch in Deutschland funktionieren. Laut dem Ablaze Magazin war Philipp S. der Veranstalter eines – kurzfristig abgesagten – Konzertes von KRODA in Annaberg-Buchholz, im Juni 2009. Es bleibt natürlich Spekulation: Aber wenn es in Deutschland kein so aufgeheiztes Klima, welches immer wieder zu abgesagten Konzerten von solchen Bands, denen man eine “rechtsradikale Gesinnung” unterstellt, führt, geben würde – hätte Philipp S. eine Band wie KRODA dann sogar auf sein Wolfszeit-Festival eingeladen?

Hinsichtlich des Wolfszeit-Festivals 2010 hat diese Frage sich ohnehin erübrigt, weil S. sich auf einmal noch antifaschistischer als das Ragnarök-Festival geben will. Wer von ihm oder seiner Security als “Nazi” ermittelt wird, dem droht der unmittelbare Platzverweis. Auch mit der Band VARG schlägt S. plötzlich ganz neue Töne an. “VARG & Fans gegen Nazis”, so lautet das Motto einer virtuellen Kampagne. “Wir sehen die Probleme, kümmern uns darum, was in unserer Szene passiert und lehnen eine Unterwanderung von rechts komplett ab!”, schreibt S. in einem Blog auf dem MySpace-Profil seiner Band. Derartige öffentliche Äußerungen wird man von S. vor 2010 vergeblich suchen. Dabei hat er, man kann es gar nicht oft genug betonen, “die Probleme” einer “Unterwanderung von rechts” doch bereits 2007 in seiner Facharbeit benannt! Woher nun wieder der plötzliche Sinneswandel?

Hat man es – um die Theorie der Antifa aufzugreifen – mit einem “Aussteiger” aus der “rechtsextremen Szene” zu tun? Es ist von S. nicht bekannt, dass er Mitglied einer “rechtsextremen Kameradschaft” o.ä. gewesen sein soll. Dem organisierten “Rechtsextremismus” hat er, allem Anschein nach, zu keinem Zeitpunkt angehört. Ihn nun als “Aussteiger” hinzustellen, das entbehrt jeder Grundlage und Rechtfertigung! Denn aus welchen Strukturen soll er sich gelöst (“befreit”) haben? Organisatorische Strukturen, wie eben festgestellt, waren keine vorhanden. Und Denkstrukturen und -muster?

Weder in den Texten von VARG, soweit von S. verfasst, noch in seinen Interviews macht er den Eindruck eines ideologischen Menschen. Auch sein Interesse an Philosophie und/oder Religion scheint allenfalls rudimentär ausgeprägt zu sein. Man kann Philipp S. nicht gerade als besonders spirituell veranlagten Vertreter des Pagan Metal einstufen. Von daher ist der Versuch, ihn als jungen Mann, der zunächst ideologisch verblendet war, sich dann mit “falschen Freunden” eingelassen hat um schließlich zu einer schmerzhaften Selbsterkenntnis, die ihn zur Abkehr von alledem veranlasst, zu führen, darzustellen, von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Es scheint auf Philipp S. viel eher das Charaktermodell des ehrgeizigen Opportunisten und Karrieristen zu passen, der absolut keine Gelegenheit auslässt um sich “nach oben” zu arbeiten. Dabei bedient er sich wohl auch fragwürdiger Methoden und kontroverser Zeitgenossen, wenn er sich davon nur einen Vorteil verspricht bzw. er sich einbildet, mit deren Hilfe wieder ein gutes Stück auf der Karriereleiter voranzukommen. Und Philipp S. war so gut darin, dass ihn sein eigener und schneller Erfolg überrascht haben dürfte! Sozusagen wurde er augenscheinlich von den Ereignissen überholt, als Nuclear Blast aus Donzdorf, das deutsche Superlabel im Metal-Bereich, Interesse an VARG bekundet hat. Darauf wird S. zwar insgeheim gehofft haben, aber dass das Vertragsangebot so bald kommen würde – sicherlich hat das nicht nur die Metal-Szene, sondern vor allem ihn selbst, sehr überrascht.

Auch diese Überlegung ist wieder spekulativ, aber bei allem, was man nun über S. weiß und erfährt, kann man ihm auch einen gewissen “Masterplan” für seine Karriere als Musiker und Veranstalter unterstellen. In diesem Plan war der Ausflug an den “rechten Rand” des Black Metal nur eine Station auf dem Weg nach oben; eine Station, die S. in absehbarer Zeit hinter sich lassen wollte; darauf vertrauend, dass die ihm jetzt nachgesagten Machenschaften sowieso bald vergessen bzw. auch gar nicht erst bekannt werden. Dieser Zeitpunkt war im Jahr 2009 noch nicht gekommen. Deshalb kam das Angebot, einen Plattenvertrag bei einem Branchenriesen zu unterschreiben, eigentlich um ein, zwei Jahre zu früh.

Wie man weiß, wurde der bereits geschlossene Vertrag (denn Nuclear Blast stellten VARG bereits als Neuzugang auf dem Label vor, weshalb die Verhandlungen zwischen beiden Parteien auch erfolgreich abgeschlossen gewesen sein müssen) kurzerhand aufgekündigt. Über die Gründe wird viel spekuliert. Es erscheint nicht abwegig, dass Nuclear Blast auf Dinge aufmerksam (gemacht) wurde, die Philipp S. nicht zufriedenstellend erklären konnte. Bei Nuclear Blast ist man natürlich auf ein politisch korrektes Image bedacht; und es wäre ein Super-GAU für die Labelpolitik, wenn eine Band, die bei Nuclear Blast unter Vertrag steht, mit jemanden wie Hendrik M. in Verbindung gebracht wird.

Die Theorie, dass Nuclear Blast den Vertrag mit VARG deshalb aufgekündigt haben weil man sich von der anderen Partei “arglistig getäuscht” fühlte, erhält auch Substanz durch die Reaktion von Philipp S. bzw. VARG im Anschluß an die Meldung, dass es keine Veröffentlichung von “Blutaar” über Nuclear Blast geben wird. Auf einmal erkannte S. im Pagan Metal die Gefahr einer “Unterwanderung von rechts” (man erinnere sich jedoch an seine Facharbeit!), gegen die er und seine Band etwas unternehmen wollen. Deshalb wurde nun eine antifaschistische Kampagne inszeniert, die im Pagan Metal ihresgleichen sucht.

Für einen Menschen ohne “politische Interessen” ist das ein sehr bemerkenswertes Engagement; und für einen Menschen mit jahrelangen Verbindungen an den “rechten Rand” des Black Metal ist dieses Engagement sehr verdächtig. Wenn Philipp S. niemals ein “Nazi” war, dann kann er jetzt auch kein “Antifaschist” sein. Aber ein Opportunist ist er nach wie vor, möchte man meinen. Sehr flexibel versucht er sozusagen jede Erwartungshaltung, die ihm ein Weiterkommen im Musikgeschäft ermöglicht, mehr als zufriedenzustellen.

Philipp S. weiß natürlich, dass zum Beispiel der Veranstalter des PartySan Open Air eine klare Linie “gegen rechts” verfolgt. So, wie S. vielleicht dem Hendrik M. mit irgendeinem Verhalten imponieren wollte, wird er nun auch den bekennenden Antifaschisten in der Metal-Szene beweisen wollen, dass er alles aber bloß kein “Nazi” ist. Wie er das macht, beweist einmal mehr seine offenkundig fehlende geistige Reife. Denn er schreibt im erwähnten Band-Blog: “Ich liebe die Vielfalt der Kulturen – und das nicht nur weil ich lettischen und brasilianischen Metal höre und Döner esse! (…) Oder noch klarer ausgedrückt: ich verabscheue Faschismus und Rassismus.” Die Musik die man hört, oder die Mahlzeiten die man verspeist, sollen also ausschlaggebend dafür sein, ob man ein “Nazi” ist – oder nicht? Was soll man da vom Vegetarier Adolf Hitler, der gerne Disney-Filme geschaut hat, halten? So, wie Philipp S. mit dem ihm vorgeworfenen Singen von LANDSER-Liedern eine ideologische Affinität zu “den Rechten” vorgaukeln wollte, so will er der Welt nunmehr allen Ernstes weismachen, das Verspeisen eines Döners mache ihn zum “Antifaschisten”?

Zur Zeit steht für Philipp S. alles auf dem Spiel. Er schreibt davon, dass die Vergangenheit den Menschen manchmal einholt. Daraus kann man schlußfolgern, dass er gemerkt hat, dass der Abstand zwischen seinem geplanten KRODA-Konzert 2009 und seinem geplanten Auftritt mit VARG auf dem Wacken 2010 einfach noch nicht groß genug ist, damit man die Vergangenheit erfolgreich auf Abstand halten kann. Ein gravierender Charaktermakel von Karrieristen ist nämlich ihre Ungeduld und Maßlosigkeit; es kann ihnen nicht schnell genug gehen und sie können auch nie genügend neue Erfolgserlebnisse haben. Dieser Umstand könnte Philipp S. zum Verhängnis werden, und seine Karriere als Musiker im Pagan Metal jäh beenden.

Es sei denn, seine Position als Protegé des RockHard ist schon so sehr gefestigt, dass man ihm den Ausweg als “Aussteiger” eröffnet. Das angekündigte VARG-Interview im RockHard könnte wohl nach dem Schema strukturiert sein, dass Philipp S. tatsächlich zugibt, enger als bisher bekannt mit dem “rechten Rand” des Black Metal verbunden gewesen zu sein. Er habe aber erkannt, wie “falsch” alles bei den “Nazis” sei: deren Ideale und Werte, ihre Kameradschaft, ihre Ziele und Wünsche, etc.pp. – entsprechende Floskeln kann Philipp S. sich ja von anderen “Aussteigern” abschreiben, oder man wird ihm sowieso schon seine Antworten diktieren. Und nachdem S. nun “geläutert” und “gereift” ist, und er “reinen Tisch” mit sich und der Metal-Szene gemacht hat, darf er mit VARG natürlich auch auf dem PartySan Open Air auftreten – als Wiedergutmachung der Metalbrüder für die Seelenpein, welche für Philipp S. mit seinem “Ausstieg” aus der “rechten Szene” verbunden war. Nicht zu vergessen die bestimmt sehr ernstzunehmenden Drohungen gegen ihn, welche in einigen Internet-Foren zirkulieren und S. ganz sicher in Angst und Schrecken versetzen…

Ja, und damit kann es für Philipp “Freki” S. wieder aufwärts gehen. Andere “Aussteiger” glauben, bis auf andere Kontinente flüchten und sich dort vor der Rache ihrer ehemaligen Gesinnungsgenossen verstecken zu müssen. Ein Philipp S. wird stattdessen auf große Tour mit VARG gehen, und auf den Bühnen dieser Welt zu sehen sein.

[Quelle: Varg - Freki - Wolfszeit]

Der Fall “Varg”: Offener Brief von Tobias G.

Gestern Abend erreichte uns folgender offener Brief, zum Fall “Varg” (Tipp-/Rechtschreibfehler im Original):

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Seiler,

in den vergangenen Tagen/Wochen habe ich mit großerem Interesse die Ereignisse in Sachen VARG sowie Ihrer Person verfolgt. Ich habe mit in den ganzen Blogs und Foren bisher rausgehalten, da ich nicht viel von dieser Art der Kommunikation halte, sondern lieber die betreffende Person direkt anschreibe.
Dies mache ich mit diesem offenen Brief, welche gerne veröffentlicht und verbreitet werden darf. Ich stehe auch mit meinem Namen dazu, da ich alle in diesem Brief dargelegten Dinge gerne auch unter Eid vor Gericht bezeuge, wenn dies notwendig werden sollte.

Herr Seiler, ich kenne Sie persönlich seit dem Wolfszeit Festival 2007. Vermutlich werden Sie sich persönlich nicht mehr an mich erinnern, da sie wohl mit vielen Personen persönlichen Kontakt gehabt haben. Aber wenn wir uns vor Gericht gegenüber stehen sollten, werden Sie mich bestimmt wieder erkennen. Apropo Gericht, es würde mich sehr freuen wenn es in diesem Fall zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen würde, dann könte der Fall Varg / Philipp Seiler endlich der breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und ein Gericht kann offiziel feststellen das die Vorwürfe gegen Sie alle der Wahrheit entsprechen. Dann ist es vorbei mit ihren verlogenen Stellungsnahmen, welche von Ihnen derzeit abgegeben werden.

Aber zurück zum Wolfszeit Festival 2007, als ich Sie kennenlernen durfte, auch wenn unsere Unterhaltung nicht allzu lange dauerte (Sie waren als Veranstakter ja mit vielen Dingen beschäftigt). Ich war absoluter Varg Fan und von der Debüt Scheibe “Wolfszeit” absolut begeistert. Ihre Band VARG war für mich der Hauptgrund, das Wolfszeit Festival zu besuchen. Sie fragten mich wie ich auf Varg gekommen bin und ich erklärte Ihnen das ich Varg durch den Legacy Sampler entdeckt habe und von Anfang an von der Musik und dem Text gefesselt wurde. Sie sagten mir das sie es absolut toll fänden, das ich so ein großer Fan von Varg bin und wir hatten zusammen ein Bier getrunken.
Vielleicht erinnern Sie sich ja doch wieder an mich? Es wäre zumindest schön wenn ich einen bleibenden Eindruck bei Ihnen hinterlassen hätte…

Wie dem auch sei, so kamen wir unweigerlich auf das Thema was man sonst so für Musik höre und wir stellten schnel fest, das wir auf der selben Wellenlänge liegen und beide auch gerne Stahlgewitter und Landser hören sowie NSBM Band wie Nordglanz und Absurd. Sie erzählten mir von dem Ärger im Vorfeld mit der Antifa und das Sie deshalb den Veranstaltungsort erst kurz vorher bekannt geben konnten und das ganze als geschlossene Veranstaltung laufen müsse, wegen den “scheiss Linken”. Am liebsten hätten Sie ein paar NSBM Bands spielen lassen, aber Sie meinten das bereits mit den jetzigen Bands schon sehr viel Ärger mit der Stadt Hollfeld bestanden hatte und es sehr schwer ist mit dem Veranstaltungsort. Sie haben sich meine Nummer in ihr Handy abgespeichert und mir versprochen sich zu melden, wenn Sie demnächst ein Konzert mit NSBM Bands oranisieren werden.

Dann war unser Gespräch auch leider wieder zu Ende, da jemand von der Security etwas von Ihnen wollte und wir haben uns verabschiedet und wollten später weiter reden. Leider haben wir dann während des Festivals keine Zeit mehr dafür gehabt.

Wir haben uns jedoch kurze Zeit später bei einer anderen Gelegenheit wieder gesehen, nämlich beim Way of Darkness Festival 2007. Wir hatten uns nach dem Auftritt unterhalten und zusammen Met gerunken. Die Unterhaltung ging zuerst um euren Auftritt. Sie fragten mich wie ich den Auftritt fand und ich sagte Ihnen ganz ehrlich, das der Auftritt nicht so gut war wie beim Wolfszeit Festival und keine wirkliche Stimmung von Seiten Varg gemacht wurde, jedenfalls im Vergleich zum Wolfszeit Festival. Sie sagten das Sie mich ganz Vorne vor der Bühe gesehen haben und sich freuen das ich wieder mit dabei war.
Ihr Schlagzeuger “Sille” war inzwischen zu uns gekommen und hat sich am Gespräch (und am Met trinken) beteiligt. Auch dieses Mal kamen wir wieder auf das Thema Politik und Rechtsrock. Ihr Schlagzeuger sagte das er Landser scheiße findet, weil er von einem Bandmitglied von Landser mal eine auf Maul bekommen habe, aber Stahlgewitter fände er total geil und würde er gerne mal auf ein Konzert gehen. Aber er meinte das man wohl genauso schwer von einem Stahlgewitter Konzert erfahren würde, wie wenn Absurd spielen würde. Aber er wolle unbedingt Stahlgewitter mal Live sehen, weil er die Band einfach total genial findet und die Texte so gut durchdacht seien. Auch euer damaliger Sänger (ich bin mir nicht sicher ob das der war, der jetzt bei der Band IVENBERG ist) stimmt dem im übrigen zu und meinte auch das Stahlgewitter eine geile Band sei und machte so manchen “ausländerkritischen” Spruch. Es war jedenfalls ein lustiger Abend und wir hatten uns ganz gut verstanden.

Soviel also zu unserer persönlichen Bekantschaft.

Ich war also absoluter VARG Fan, habe mich persönlich mit der Band gut verstanden und festgestellt das wir politisch auf der gleichen Wellenlänge liegen (Rechts!) und habe mir auch alle Veröffentlichungen immer Original gekauft (DVD, Spilt-CD, Aufnäher, usw.). Das sie Split-CD ziemlich schlecht war im Vergleich zum Wolfszeit Album, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Jedenfalls muß ich nun feststellen das die Band, die ich einst so verehrt habe, seit einigen Wochen/Monaten sich komplett gewandelt hat. Je näher es an die Veröffentlichung des neuen Albums BLUTAAR ging, je mehr wurde sich plötzlich von Rechts/Nazis distanziert. Die anfängliche Standart-Distanzierungen (Pagan Metal gegen Faschismus) waren ja noch erträglich und Sie sagten mir ja auch das sie dies leider machen müssen wegen der Antia, aber was dann folgen sollte ist nicht mehr hinnehmbar.

Vor allem da der “Wandel” anscheinend nur aus gründen des Profits stattfindet, weil ohne derartige scharfe Anti-Nazi Kampagnen die großen Labels, Festivals und Magazine euch keine Plattform bieten würden. Aus Gründen des Profits, wird alles verraten für das ihr steht/standet und eure eigene politische Meinung wird verkauft und unterdrückt, nur um Profit zu machen. Klar, Sie sagten ja schon immer das es ihr Zeil sei von Varg zu leben, aber um jeden Preis?
Ist es das wert?

Das schlimme ist, das die etablierte Szenen-Presse Ihnen auch noch dieses ganze Theater und die Distanzierungen abnimmt, obwohl es offensichtlich ist ,dass Sie politisch genau so drauf sind wie die, gegen die Sie sich nun mit aller Gewalt distanzieren. Nur im Namen des Profits. Macht es Ihnen Freude nach Außen hin zu hetzen gegen Leute, die sie privat verehren und im stillen Kämmerlein Stahlgewitter und Landser CDs hören?

Gestern noch Nazi und Morgen ein guter Antifaschist der seine Jugendsünde vom Vortag bereut? Tolles Märchen…

Bevor ich diesen Brief nun schließe, möchte ich noch folgendes loswerden:
Ich bin nicht neidisch auf euren “Erfolg”, denn diesen hätte ich euch einmal sehr gegönnt. Nichts ist schöner, als wenn es Kameraden schaffen auf den großen Festivals zu spielen und gerne auch Geld abzugreifen. Es geht hier in erster Linie darum, das ihr nicht das verkörpert, was ihr besingt und unehrlich seit. Ihr macht Hetzkampagnen gegen Andersdenkende, obwohl ihr genau das immer so verteufelt habt.

Hochachtungsvoll,

Tobias G.

Nachsatz: Philipp, du hast vielleicht meine Handynummer noch eingespeichert. Du kannst mich also gerne auch anrufen. Aber Sei dir sicher das ich erst mit dir sprechen werde, wenn ich das Aufnahmegerät eingeschaltet habe, damit du nacher nicht wieder alles verleugnen kannst, wie du es gerade ständig versuchst.

Philipp “Freki” Seiler: Die schützende Hand der Metalbrüder

Philipp “Freki” S: Die schützende Hand der Metalbrüder
(Rückblende):

Anfang 2007 in Essen. Ørjan “Hoest” Stedjeberg betritt völlig betrunken, mit einem aufgemalten Hakenkreuz auf der nackten Brust, die Bühne. Die deutsche Metal-Presse ist außer sich. Stedjeberg wird sich zwar dafür entschuldigen, doch bleibt seine Band TAAKE bis Anfang 2009 in Deutschland boykottiert. Konzerte werden abgesagt bzw. abgelehnt.

Anfang 2007 in Gremsdorf. Philipp “Freki” S. besucht ein Konzert der Band ABSURD. Daraus entsteht eine Bekanntschaft mit Hendrik M., bekannt als “Satansmörder von Sondershausen”, die bspw. zu dessen Einladung auf das Wolfszeit-Festival, von S. veranstaltet, im selben Jahr führt. Die deutsche Metal-Presse schweigt. S. gibt diesen Kontakt zu, aber seine Band VARG darf weiterhin auf dem Wacken und auf dem PartySan Open Air auftreten.

Seit dem 17.01.2010 wurde sehr viel über Philipp “Freki” S. im Internet geschrieben. Die meisten Diskussionen fanden in Online-Foren statt, die zum Beispiel vom RockHard; vom Metal-Hammer; vom Wacken Open Air; vom PartySan Open Air, etc.pp., verwaltet werden. Also an virtuellen Orten, wo sozusagen die gesamte Metal-Szene in ihrer ganzen Vielfalt aufeinandertrifft.

Es ist sehr interessant, die Reaktionen auf das Foto, welches S. mit einem ABSURD-Hemd bekleidet zeigt, sowie auf die sich daran anschließenden Vorwürfe und Stellungnahmen, zu beobachten.

Zunächst gibt es einen grundsätzlichen Abwehrreflex in diesen Foren: Die Kritiker von S. sollen entweder “Linksextreme” auf einer Hexenjagd oder “Rechtsextreme” auf einem Rachefeldzug sein. Mit dieser Einordnung ist für die Mehrzahl der Foren-Mitglieder der Fall auch schon wieder erledigt. Es handelt sich um die Desinteressierten. Sie haben weder ein Interesse an der Person Philipp S., noch an seiner Band VARG, oder gar an irgendeiner Diskussion zu diesem Thema.

Dann gibt es natürlich die Fans von VARG, welche S. als Opfer eines “Rufmords” sehen. Sie können die ganze Aufregung um so ein Hemd gar nicht verstehen; und auch die Tatsache, dass S. sozusagen vor ihrer Nase zwei einander völlig widersprechende Stellungnahmen an ein- und derselben Stelle – dem Blog des VARG-Profils auf MySpace – veröffentlicht, und sich damit als Lügner entlarvt, hat, kann die Fans nicht im geringsten erschüttern. Fairerweise muss man ihnen zugestehen, dass sie parteiisch sind. Etwas anderes sollte man von Fans sowieso nicht erwarten!

Aber dann gibt es die Ignoranten, die es besser wissen könnten – bei denen aber nicht sein kann was nicht sein darf.

In diese Kategorie fallen zum einen alle Geschäftspartner von S.; zum Beispiel sein neues Label NoiseArt/Rock The Nation. Stefan Hattinger von RTN erklärt seinen Standpunkt im Forum des Metalfest so: “Wir lassen uns von euch wichteln nicht zu eurem werkzeug machen und werden VARG NICHT in den dreck kicken – in dem ihr euch sult.” Warum auch? Schließlich hat man das Label NoiseArt extra für die Veröffentlichung des neuen Albums von VARG gegründet, welches am 29.01.2010 erscheinen soll. Die damit verbundene Investition will man natürlich nicht “in den Dreck kicken”, soviel steht fest. Allerdings kann man Stefan Hattinger durchaus zugestehen, dass er wirklich nichts von den Umtrieben, die seinem Schützling Philipp S. nachgesagt werden, wissen kann. Denn die Kreise, in denen S. sich in Mitteldeutschland bewegt haben soll, dürften kaum zu jenen “veranstaltern/agenturen/presseleuten” gehören, mit denen Rock The Nation “seit über 20 jahren” zusammenarbeitet. Demzufolge fehlt es Stefan Hattinger auch an Einblick in eine Szene, die Philipp S. nur zu gut kennt – siehe seine Facharbeit, worin er sich ja ausführlich mit dem “rechten Rand” des Black und Pagan Metal befasst hat.

Es gibt dann auch noch eine Form der Ignoranz, die vor allem in der Redaktion des RockHard anzutreffen ist. Hier arbeiten Menschen, die über vielfältige Kontakte – z.T. auch informeller und inoffizieller Natur – in alle Bereiche der Szene verfügen. Es ist schwer vorstellbar, dass diesen Menschen verborgen geblieben sein soll was sich scheinbar doch landesweit im gesamten Freundes- und Bekanntenkreis von Philipp S. herumgesprochen hat. Jede Grußliste einer Black oder Pagan Metal-Band, die Karriere machen will, wird von diesen Leuten auf Hinweise, die eine Sympathie / Toleranz für bestimmte politische Meinungen vermuten lassen könnten, akribisch durchleuchtet. Wird man fündig, dann helfen dieser Band auch keine “Ausreden” a’la “Man kennt sich halt von Konzerten, und man muss deshalb doch nicht zwangsläufig die selben Meinungen vertreten, etc.pp.” – nein, da werden ganz strenge Maßstäbe angelegt. Nicht so bei Philipp S., der seine “Nazi-Kontakte” – und damit ist niemand geringerer als Hendrik M. gemeint – nach anfänglichen Dementi eingestanden hat.

Andreas Himmelstein vom RockHard erteilte S. schon die Absolution, bevor dessen “mea culpa” überhaupt online ging: “Uns liegt ein sehr gutes Statement von Freki vor, ich warte noch auf sein ok es hier veröffentlichen zu dürfen. Danach dürfte dann ganz sicher Schluss sein, mit dem Unsinn hier.” Also bevor irgendjemand außerhalb der Redaktion des RockHard überhaupt davon erfuhr, dass Philipp S. den Hendrik M. als Ehrengast auf dem Wolfszeit-Festival begrüßt hat, verordnete Himmelstein schon das Ende der Diskussion. Konsequenterweise wurde das Thema kurz darauf geschlossen. In anderen Foren wurde es ebenfalls geschlossen, oder sogar ganz gelöscht.

Auf den ersten Blick mag das als Schutzmaßnahme für Philipp S. erscheinen, damit dieser nicht länger “verleumdet” werden kann. Bei näherer Betrachtung fällt aber auf, dass es keinerlei ernsthafte Diskussion zum Inhalt der dargelegten Vorwürfe gegeben hat (oder geben durfte). Die Vorwürfe an sich wurden als irrelevant abgetan; weil man den Personen, die sie äußerten, alles andere als ehrenwerte Absichten unterstellt.

Natürlich wird jeder, der etwas zur Person von Philipp S. schreibt, eine ganz subjektive Agenda haben. Aber das trifft auch auf die Leute zu, welche ihre schützende Hand über ihn halten!

Worin kann das Motiv des RockHard bei der Unterstützung für S. bestehen? Sicherlich gibt es auch einen finanziellen Aspekt – das Album “Blutaar” von VARG wurde im RockHard groß beworben und hat dafür eine wohlwollende Rezension erhalten. Aber es geht da um mehr. Es geht um einen Gesichtsverlust bei den Redakteuren und Mitarbeitern des RockHard. Sie wollen, sie können nicht eingestehen, dass jemand wie Philipp S. es geschafft haben könnte, sie für dumm zu verkaufen und vor der gesamten Szene dumm dastehen zu lassen. Philipp S. versteht sich gut zu präsentieren und zu vermarkten – die Karriere seiner Band VARG wäre ohne diese Eigenschaft unmöglich. Es ist durchaus denkbar, dass Philipp S. seine Gönner beim RockHard bis zu einem Zeitpunkt belogen hat, als der “point of no return” bereits überschritten war. Denn nachdem man sich in der Redaktion des RockHard erst einmal darauf festgelegt hat, dass S. kein “Nazi” sei und die ihm nachgesagten Machenschaften entweder erfunden oder übertrieben sind, hätte jedes Eingeständnis des Gegenteils eine fatale Auswirkung auf die Glaubwürdigkeit des RockHard als “Szenepolizei” und “Moralapostel” im Black und Pagan Metal. Deshalb kann es jetzt nur noch die Flucht nach vorn geben!

Man kann nur spekulieren, was die genaue Art der Beziehung zwischen Philipp S. und dem RockHard anbetrifft. Aber wenn der Chefredakteur dieser Zeitschrift sich angeblich ganz ungezwungen mit solchen Leuten sozialisiert, die von seinen eigenen Mitarbeitern am “rechten Rand” des Black Metal verortet werden, dann wird man die Kontakte von Philipp S. in dieses Milieu vielleicht mit einer gewissen Nachsicht bzw. Nachlässigkeit betrachtet haben…

Es steht aber fest, dass diese Beziehung sehr eng sein muss. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt arbeitet man gemeinsam an einem umfassenden Interview, welches “keine Fragen offen lassen” soll. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie dieses “Interview” zustande kommt. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird an den Antworten des Philipp S. so lange herumgefeilt, bis passend gemacht ist was unbedingt passen soll. Die Interessen sowohl des RockHard als auch von Philipp S. sind mittlerweile so identisch, dass eine kritische Befragung ausgeschlossen scheint. Nicht von ungefähr war es der RockHard, wo die zweite, umfangreiche Stellungnahme von Philipp S. zuerst veröffentlicht worden ist – nachdem in der Redaktion wohl noch Hand an den Text angelegt wurde, um ihn einigermaßen plausibel erscheinen zu lassen. Zu dumm, dass man dabei wohl ganz vergessen hat auch einmal diese Facharbeit des Philipp S., von der da die Rede ist, zu lesen!

Auch ehemalige Bandkollegen von Philipp S. melden sich jetzt zu Wort, wie zum Beispiel Sebastian “Geri/Morsan” F. von der Band IVENBERG. Er schreibt im Blog seiner Band auf MySpace, dass VARG keine politische Band ist und Philipp S. keine “politischen Interessen” verfolgt. Was soll er denn sonst schreiben? Immerhin war er jahrelang ein Mitglied dieser Band, und ein Weggefährte von Philipp S., bis zur Trennung von VARG. Erst am 08.01.2010 schreibt Sebastian F. in einem anderen Blog-Eintrag auf MySpace über ein klärendes Gespräch zwischen ihm und S: “Dabei wurden viele dieser Gerüchte aus der Welt geschafft, Missverständnisse aufgearbeitet und wir können wieder ganz normal und mit dem nötigen Respekt miteinander umgehen.” Da ist es doch nachvollziehbar, dass er S. nun auch diesen Gefallen tut und ihm attestiert, gar kein “politischer” Mensch zu sein. Aber Moment einmal! Dann ist die Kampagne “VARG & Fans gegen Nazis”, die Philipp S. ins Leben gerufen hat, also gar keine politische Kampagne? Weil S. keinerlei “politische Interessen”, weder in die eine noch in die andere Richtung, besitzt? Demzufolge entsprechen die Behauptungen, S. sei einfach nur ein Opportunist, also doch der Wahrheit? Aber das nur als Randnotiz…

Beim RockHard hat man sich mit der Exkulpation von Philipp S. auf ein regelrechtes Vabanque-Spiel eingelassen, dessen Ausgang völlig offen ist. Dessen ist sich wohl auch “Mieze”, Veranstalter des PartySan Open Air, bewusst. Denn er schreibt in seinem Forum: “Wir beobachten die Entwicklung im Moment sehr genau und werden in Kürze ein Statement dazu abgeben. Bis dahin bitte ich euch Ruhe zu bewahren und euch auch mal die Statements von Philipp anzuschauen.
Es ist nicht so einfach wie man es uns weiß machen will, ( egal von welcher Seite) sich davon ein genaues Bild zu machen. Unberührt läßt uns das definitiv nicht und wir wissen das wir als Party.San Open Air eine klare Linie verfolgen müssen.
Gebt uns und den Entwicklungen noch ein paar Tage.”

Welche Entwicklung soll es in den nächsten Tagen geben? Was könnte noch herauskommen, das bisher unbekannt ist? Wovon macht “Mieze” seine Entscheidung abhängig?

Anfang 2009 haben sich Ørjan “Hoest” Stedjeberg, Philipp “Freki” S., und Hendrik M. übrigens wiedergetroffen. TAAKE spielten ein Konzert in Berlin, das Philipp S. veranstaltet hat. Der einzige Verkaufsstand bei diesem Konzert gehörte – Hendrik M. …

Quelle: Varg – Freki – Wolfszeit

Philipp “Freki” Seiler: Mit 19 ein verantwortungsbewusster Heranwachsender, mit 22 ein dummer Junge?

Philipp “Freki” S: Mit 19 ein verantwortungsbewusster Heranwachsender, mit 22 ein dummer Junge?

Philipp “Freki” S. (Kopf der Coburger Band Varg) hat auf die Veröffentlichung des Fotos, auf dem er mit einem Hemd der Band ABSURD bekleidet zu sehen ist, mit insgesamt drei Stellungnahmen reagiert.

Die erste Stellungnahme wurde am 18.01.2010 im Blog des MySpace-Profils seiner Band VARG veröffentlicht. S. erklärt das Zustandekommen dieses Fotos mit einem Aufenthalt im Krankenhaus Ende 2007. Seine Freunde hätte ihn von dort abgeholt, damit
man gemeinsam nach Niedersachsen fahren kann. Er schreibt: “Da ich nicht wirklich viel Kleidung für diesen überraschenden Trip hatte wurde ich kurzerhand u.a. mit diesem T-Shirt ausgestattet. Für mich war das keine große Sache zur damaligen Zeit, es war einfach ein T-Shirt das ich an diesem Wochenende trug.”

S. behauptet, dass das Hemd nicht ihm gehört. Freunde hätten es ihm ausgeborgt. Er habe es auch nur einmal getragen, und sich dabei nichts weiter gedacht. Aber: “Es war verdammt dämlich diesen „Spaß“ mitzumachen. Ich würde aus heutiger Sicht wohl lieber 3 Tage mit einem verschwitzten getragenen weissen Shirt rumlaufen, aber was geschehen ist kann man nun nicht mehr ändern.”

Am 19.01.2010 hat Hendrik M., der als “Satansmörder von Sondershausen” bekannt gewordene Ex-Schlagzeuger der Band ABSURD, im “Sonnenritter”-Forum folgendes dazu geschrieben:

“Philipp war auf dem Absurd-Konzert in Gremsdorf, Frühjahr 2007. Danach hat er mich als V.I.P. auf sein Wolfszeit-Festival eingeladen. Er war nämlich sehr begierig auf ein persönliches Gespräch mit mir, da er sich – gemeinsam mit seinem nicht minder schwachsinnigen Kumpel “Lee” aus Annaberg-Buchholz – gedacht hat, man könnte doch sozusagen ein NSBM-Pendant zum Wolfszeit organisieren: Also ein Festival mit Bands wie Absurd, Totenburg, Temnozor, Nokturnal Mortum, etc.pp. Der “Lee” sollte das einfädeln, und Philipp wollte es aus dem – vermeintlich sicheren – Hintergrund heraus finanzieren.

Jedenfalls bin ich zu diesem Wolfszeit-Festival gefahren, wo ich, wie von ihm versprochen, auch umsonst reinkam. Viel miteinander gesprochen haben wir zwar nicht, weil er verständlicherweise immer irgendwo unterwegs war. Aber ich hatte den Kofferraum voll mit Absurd-Hemden (Weltenfeind & Ulfhednir), deren Erstauflage zu diesem Zeitpunkt fertig war. Die Hemden wurden von den WZ-Besuchern fleißig gekauft, und auch Philipp hat sich jeweils ein Exemplar von beiden Motiven zugelegt. Weil er nämlich, wie er damals sagte, ein Fan dieser Band ist.”

Daraufhin hat S. seine eigene Stellungnahme komplett überarbeitet. Im Forum des RockHard wurde am 20.01.2010 diese Aussage von S. veröffentlicht:

“Ich bin jetzt 22 Jahre alt/jung, Student der sozialen Arbeit und die Band ist mein Leben. Vor einigen Jahren war ich mir der Problematik, wie sich zunehmend rechte Tendenzen in unsere Szene einschleichen, nicht bewusst. Ich war jung, dumm und naiv. Andererseits war ich aber mittendrin, als der Boom dessen begann, was heute gemeinhin als Pagan/Viking-Metal bekannt ist. Alles war sehr aufregend, familiär, überschaubar, unkommerziell. Leider kann es passieren, dass, wenn ein junger Mensch derart abgeschottet wie in einer Blase heranwächst, man den Überblick, die Weitsicht verliert. Menschen können jedoch ihre Ansichten (wenn man überhaupt von Ansichten bei einem naiven Teenager sprechen kann) ändern, dazulernen, über den Tellerrand hinausblicken. Ich denke, ich habe mittlerweile eindeutig bewiesen, wie sehr ich mir der Gefahr einer Unterwanderung durch die rechte Szene bewusst bin und wie ich aktiv dagegen etwas unternehme.

Doch starten wir beim Anfang:

Im Jahr 2007 schrieb ich meine Facharbeit zum Thema „Pagan Metal Subkultur und politische Verbindungen“. In dieser Zeit begann ich, mich intensiv mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Im Rahmen dieser Facharbeit habe ich mich in einem Kapitel ausgiebig mit der Band „Absurd“ und speziell der Person Hendrik Möbus beschäftigt – was die Neugier weckte, mir das Ganze einmal mit eigenen Augen anzuschauen. In jugendlicher Dummheit und Leichtsinn ließ ich mich dazu verleiten, im Frühjahr 2007 auf ein Absurd Konzert mitzukommen. Ich ließ mich zwar bereits nach dem dritten Song wieder abholen, aber das tut nichts zur Sache, denn bis dahin war ich anwesend.

Gedacht habe ich mir dabei nichts, vor allem nicht, dass all dieser Mist irgendwann in der Zukunft Konsequenzen nach sich ziehen würde. Für mich war das einfach ein Konzert, das man sich mal reinziehen wollte, weil man sich ein Jahr mit der Thematik trocken und auf dem Papier befasst hatte und weil es so „geheim“ war.
Hendrik Möbus war so etwas wie der negative Hauptdarsteller dieser Szene, natürlich ging von ihm eine gewisse Faszination aus und ich wollte einmal mit dem Menschen sprechen, über den ich ein Jahr recherchiert hatte. Diese Faszination war keine Bewunderung, die grausame Tat für die er verurteilt wurde, ist abscheulich und verachtenswert, genau wie seine obskuren und verquerten politischen Ansichten, keine Frage. Dennoch war ich interessiert, wie sich dieser Mensch verhält, wie er heute spricht usw. Einmal angeschrieben kommt man aus dieser Nummer natürlich nicht so einfach wieder raus, vor allem nicht wenn das ganze nicht bekannt werden soll. Sein Name stand also 2007 sogar auf der Gästeliste zum Festival, wer sich aber mit der aktuellen Wolfszeit Geschichte beschäftigt, weiß wie strikt wir gegen Shirts jeder rechten Band vorgehen. Und aus dieser Ecke kommt nun die Schlammschlacht auf meine Person. Sie betiteln mich als Oportunisten, Heuchler, Wendehals – ich sage: ich habe dazugelernt. Nebenbei erwähnt: in meinem direkten Umfeld gab es viele, die ich persönlich kannte, die korrekte Menschen waren – und sie hörten trotzdem Absurd. Ist es nicht ein bisschen verständlich, wenn ein junger Mensch die „Gefahr“ unterschätzt!?

Heute gibt es für mich keine Trennung mehr zwischen der Musik und der Meinung der Menschen, die dahinter stehen. Damals war es so, daran kann ich nichts mehr ändern. Ich kann mich nur dafür entschuldigen.”

S. gibt zu, dass er auf dem Konzert der Band ABSURD in Gremsdorf, im Frühjahr 2007, anwesend war. Weiterhin gibt er zu, dass er Hendrik M. persönlich kennt, und diesen auf sein Wolfszeit-Festival eingeladen hat.

Dadurch wird die o.g. Aussage von M. hinreichend verifiziert, um auch die dort enthaltene Information, woher S. das Hemd der Band ABSURD, mit dem er auf besagten Foto abgelichtet ist, erhalten hat, als glaubwürdig einzustufen.

Dadurch wird S. der Lüge, in seiner ersten Stellungnahme, überführt! Denn während er am 18.01. noch schreibt, dass das Hemd jemand anderen gehört und er es sozusagen notgedrungen angezogen hat, ohne über den Hintergrund der Band ABSURD auch nur nachgedacht zu haben, sieht die Faktenlage nur zwei Tage später ganz anders aus. Auf einmal kennt S. nicht nur die Band ABSURD, sondern er hat sogar deren prominentes (und berüchtigtes) Gründungsmitglied Hendrik M. auf sein Wolfszeit-Festival eingeladen!

Aber auch mit der neuen, zweiten Stellungnahme hat S. wieder viele Fragen aufgeworfen und Widersprüche aufgezeigt.

S. schreibt, dass er im Jahr 2007 eine “Facharbeit zum Thema ‘Pagan Metal Subkultur und politische Verbindungen’” im Geschichtsunterricht geschrieben hat. Diese Facharbeit kann hier heruntergeladen werden.

Diese Facharbeit ist selbst erklärend. Mehrere Seiten beschäftigen sich nur mit Hendrik M. und dessen Band ABSURD. S. hat diese Facharbeit unter folgender Prämisse verfasst:

“Der Verfasser geht von folgenden Thesen aus
1. Es besteht eine Verbindung zw. Pagan Metal und dem
politischen Rechtsradikalismus, die jedoch überschätzt
wird
2. Pagan Metal stellt eine Rückbesinnung auf traditionelle
Werte und damit verbundene Ablehnung moderner Werte
dar
3. Es bestehen Verbindungen zwischen den Werten und
Ideologien des Heidentums mit denen des
Rechtsradikalismus.”

Also bereits 2006/2007, als er 18 bzw. 19 Jahre alt war, hat S. von einer “Unterwanderung” des Pagan Metal durch Rechtsextremisten gewusst. Seine eigenen Worte:
“Dass der Heiden Metal oft auch von den Werten des Heidentums handelt, macht es allerdings auch für viele Rechtsradikale attraktiver ihre radikalen Botschaften in diesem Kontext eingebunden zu verbreiten.”

Man kann sich S. also als einen verantwortungsbewussten, jungen Mann vorstellen, der für die Gefahren, die vom Rechtsextremismus für die Subkultur des Pagan Metal ausgehen, hinreichend sensibilisiert ist. Im Jahr 2007, wohlgemerkt!

Doch wie stellt S. sich heutzutage dar, liest man seine Stellungnahme vom 20.01.2010?

“In jugendlicher Dummheit und Leichtsinn ließ ich mich dazu verleiten, im Frühjahr 2007 auf ein Absurd Konzert mitzukommen. (…) Ist es nicht ein bisschen verständlich, wenn ein junger Mensch die „Gefahr“ unterschätzt!?”

Wie glaubwürdig erscheint diese Aussage?

Es bleibt festzustellen:

1. Philipp S. war im Jahr 2007 kein 14-jähriger Jugendlicher, der durch “falsche Freunde” zu etwas verleitet wird. Er hat im Jahr 2007 eine Facharbeit geschrieben, die ganz klare Aussagen zu Hendrik M.; zu ABSURD; und zu “Rechtsextremismus und Pagan Metal” enthält. S. wusste also ganz genau worauf er sich einlässt!
2. Philipp S. hat in seiner ersten Stellungnahme vom 18.01.2010, hinsichtlich des Besitzes von besagten ABSURD-Hemd, eindeutig gelogen. Seine Glaubwürdigkeit auch in anderer Hinsicht ist nunmehr anzuzweifeln.
3. Philipp S. will im Jahr 2010 die Entschuldigung des “jugendlichen Leichtsinns” für sich beanspruchen. Demnach entsprechen die Angaben in seiner Facharbeit also nicht der Wahrheit, da er zu dem Zeitpunkt, als er diese verfasst hat, doch ein dummer und naiver Junge gewesen sein will?

Mittlerweile gibt es eine dritte Stellungnahme, die ebenfalls am 20.01.2010 im Blog des MySpace-Profils von VARG veröffentlicht wurde. Mit dieser Stellungnahme wurde die vorherige Stellungnahme vom 18.01.2010 einfach ersetzt; diese Stellungnahme befindet sich nicht mehr online.

Philipp S. unterlässt nun jede Bemerkung hinsichtlich seiner Bekanntschaft mit Hendrik M., und schreibt nur noch ganz pauschal:

“Es gibt einige Dinge aus der Vergangenheit auf die ich nicht stolz bin. Bekanntschaften und ihre Feiern/Musik, den dämlichen „Spaß“ den man mitmacht, jugendlicher Leichtsinn, Interesse an negativen Hauptfiguren…”

Zu den konkreten Vorwürfen, die gegen ihn geäußert werden, will er sich erst in einem Interview mit dem RockHard äußern. S. schreibt im Forum seines Wolfszeit-Festivals:

“Um Diskussionen Mutmaßungen usw vorzubeugen:

Es kommt ein großes Rock Hard Interview das keine Fragen offen lassen wird. Bitte wartet das ab und fragt mich dann falls ihr noch etwas wissen möchtet.”

Im Grunde genommen ist das überflüssig, denn die grundsätzlichen Fragen hat S. durch seine drei Stellungnahmen bereits beantwortet.

Hat S. persönliche Beziehungen an den “rechten Rand” des Black Metal unterhalten? Ja, das hat er. Er hat zugegeben, ein Konzert von ABSURD besucht und Hendrik M. auf sein eigenes Festival eingeladen zu haben.

Wusste S. was er tat? Ja, das wusste er. Er hat laut eigener Aussage “ein Jahr lang” über Hendrik M. und ABSURD recherchiert. Somit ist er nicht als “dummer und naiver Junge” an Hendrik M. herangetreten, sondern im vollen Bewusstsein über dessen Werdegang, seine Ideologie und seine Rolle am “rechten Rand” des Black Metal.

Hat S. die Wahrheit gesagt? Nein, S. hat bereits einmal gelogen. Der Wahrheitsgehalt seiner Stellungnahmen kann nur durch die Aussagen anderer Leute verifiziert werden; dazu gibt es eine Äußerung von Hendrik M. selbst, wodurch zumindest die Verbindungen zwischen Philipp S. und Hendrik M. eine Bestätigung erfahren.

Es ist davon auszugehen, dass auch die anderen Vorwürfe, die gegen Philipp S. erhoben werden, nicht frei erfunden sind. Nicht von ungefähr hat man ihm offenkundig geraten, erst einmal keine weitere Stellungnahmen mehr zu veröffentlichen.

Quelle: Varg – Freki – Wolfszeit

Wolfszeit Festival 2010: Ohne Geist und Agrypnie

Die beiden deutschen Black Metal-Bands haben voneinander unabhängig bekanntgegeben, nicht auf dem Wolfszeit-Festival 2010 aufzutreten.
Während GEIST offensichtlich ohne Vertrag beziehungsweise ohne das Wissen der Band auf dem Flyer landeten, distanzieren sich Agrypnie durch ihre Absage von der NSBM-Szene, der nach Ansicht der Band eine der bestätigten Bands nahestehen soll.

Hier die Statements der Bands:

“In contrary to whatever you have heard or read: we are NOT going to perform on Wolfszeit-Festival 2010. Were aware of the fact that posts in one or another forum say something different, and that even flyers with GEIST being confirmed have been spread without our band having signed a contract. There are a couple of reasons for this decision. One is our radical view concerning bands, labels, distributors, organizers and private persons in this specific music scene being not consequent in their mindset towards the pest of NSBM. Whatever may be the motives of these people, be it the idol of mammon or a lack of apprehension (or both?), again:
zero tolerance for such a behaviour from our side.
Another one, and probably the more positive one, is that we`re going to concentrate on composing a new album during the rest of the year and won`t be performing live then. Last chances to see GEIST performing until then: 23rd of January, Bitterfeld and 6th of February, Hamburg.”

[Geist]

“Grund hierfür ist der Auftritt einer umstrittenen Band. Inwieweit die politischen Vorwürfe der Wahrheit entsprechen kann ich an dieser Stelle nicht einschätzen. Da die Band allerdings mindestens ein Album über ein sehr einschlägiges Label veröffentlicht hat, ist dies für mich Grund genug unseren Auftritt abzusagen.”
[Agrypnie]

Der Veranstalter des Wolfszeit Festivals, Philipp Seiler (auch als Freki bei der Band VARG bekannt), steht derzeit in enormer Kritik, nachdem seine Kontakte in die rechte Szene bekannt wurden. Er trat in der Vergangenheit auch als Veranstalter einschlägiger Bands auf, welche der NSBM Szene zugeordnet werden.

Edguy – Supporten die Scorpions

EDGUY werden als Special Guest die SCORPIONS bei ihren Deutschland-Konzerten ihrer Abschiedstour supporten.

EDGUY-Frontmann Tobias Sammet verkündet voller Freude:

„Es ist für uns eine unglaublich große Ehre, von der größten deutschen Rockband aller Zeiten als Special Guest für Ihre Deutschland-Tour eingeladen worden zu sein. Die SCORPIONS haben für sämtliche deutsche Bands den Weg geebnet, egal ob es manche Bands zugeben wollen oder nicht, sie waren die erste Band, die es schaffte im großen Stil im Ausland wahrgenommen zu werden und sie haben ihren Status etliche Male mit großartigen Alben, unzähligen Hits und grandiosen Shows untermauert. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich bei einem gemeinsamen Gig in Bulgarien während ihrer Show am Bühnenrand stand und von Anfang bis Ende einfach nur von ihrer Energie und Spielfreude beeindruckt war. Nicht weniger beeindruckt war ich, als Klaus für mein kommendes AVANTASIA Album seine Gast-Vocals einsang und einmal mehr unterstrich, dass er nach wie vor einer der großartigsten Sänger ist, die die Rockwelt zu bieten hat. Es macht uns als SCORPIONS-Fans sehr traurig, dass sie nun ihre Abschiedstournee spielen werden, aber als Band freuen wir uns auch darauf mit dieser großartigen Band ein letztes Mal die Bühne teilen zu dürfen. Vor allem freue ich mich darauf, nach unseren Shows siebenmal die SCORPIONS-Show vom Bühnenrand aus sehen zu dürfen. Wir sehen uns auf Tour!“

Hier die Deutschland-Termine, auf denen ihr die SCORPIONS zusammen mit EDGUY sehen könnt:

SCORPIONS Farewell Tour
07. Mai 2010 Leipzig, Arena
08. Mai 2010 München, Olympiahalle
12. Mai 2010 Frankfurt, Festhalle
14. Mai 2010 Stuttgart, Hanns-Martin-Schleyer-Halle
29. Mai 2010 Berlin, O2 World
30. Mai 2010 Zwickau, Stadthalle
01. Juni 2010 Hannover, TUI Arena
12. Juni 2010 Recklinghausen, Stadtgarten (Open Air)

Kiss – Wetten dass…?

Die legendären Glam Rocker KISS werden am 27. Februar 2010 auf ZDF bei “Wetten dass…?” zu sehen sein. Herr Gottschalk ist jetzt schon sichtlich begeistert:

Dieser Auftritt wird der erste TV-Auftritt seit zehn Jahren sein.
Hier die Deutschland-Termine:

25.05 Leipzig, Arena Leipzig
26.05 Berlin, O2 World
31.05 Hamburg, Colorline Arena
01.06. Oberhausen, Koenig Pilsner Arena
04.06. Rock am Ring
05.06. Rock im Park

Imperium Dekadenz – Procella Vadens CD Review

Mein Gott, was habe ich diesem Album entgegengezittert. Sowohl positiv, da IMPERIUM DEKADENZ sich gleich mit ihrem Debüt in meine Top-Favoriten gespielt haben, als auch negativ, weil ich einfach Angst davor habe, dass eine Perle wie “Dämmerung der Szenarien” ein One-Hit-Wonder werden könnte. Selten sagt man es so gern wie jetzt im Bezug auf “Procella Vadens”: Mitnichten! IMPERIUM DEKADENZ sind zurück und treten den Beweis an, dass Kreativität, Abwechslung, Herz und Sinn für kalt-warm klirrende Emotionswelten Güter sind, die Bestand haben können.

Wer sich der Scheibe zum ersten Mal hingibt, wird zwar sehr schnell erkennen, um welche Band es sich hier handelt, wohl aber den auf dem Debüt typischen Sound leicht vermissen. Zwar gibt man sich immer noch gut produziert und dennoch in gewisser Weise roh, doch auf “Dämmerung der Szenarien” war es gerade die bis zum Platzen stramm gespannte Snare, die einen Hauptteil des Sounds auszumachen wusste. Nichtsdestotrotz ist “Procella Vadens” abermals ein Vorzeige-, ja, sogar Meisterstück als Vorbild, wie der richtige Sound zur Musik zu kreieren ist. Die kalten Felswände aus Gitarren, das dynamisch und doch knackpräzise Drumming und die unverwechselbare Stimme von Horaz können gar nicht anders in Szene gesetzt werden. Abwechslung und Atmosphäre geben sich die Klinke in die Hand und IMPERIUM DEKADENZ liefern mit “Procella Vadens” eindrucksvolle Underground-Perlen. Es ist übrigens gut zu hören, dass man sich nicht nur basis-instrumentell weiterentwickelt hat, sondern auch das Klavierspiel in weitere Höhen zu tragen weiß. Während auf “Dämmerung der Szenarien” noch eher – man kann es nicht vermeiden zu sagen – dilletantisch dargebotene Klavierpassagen für den ein oder anderen “Uarks!” sorgen konnten, ist das Instrument auf der neuen Scheibe sauber gespielt und das Gespielte selbst wirkt durchaus um Einiges fordernder.

Alles in Allem bliebe als Fazit eigentlich nur ein Wort: Grandios! “Procella Vadens” dürfte so gut wie jedem Untergrund-Freund, Musikfreund, Black-Metal-Anhänger allgemein und wahrscheinlich einigen anderen gefallen. Eingefleischte, vorschnelle Fans sollte man allerdings bremsen und sie bitten, sich das Album zunächst zehn bis zwanzig mal anzuhören, bestenfalls über Kopfhörer, denn als direkter Debüt-Nachfolger ist “Procella Vadens” eher gewöhnungsbedürftig schnell weiterentwickelt. IMPERIUM DEKADENZ schaffen es aber mit Leichtigkeit, die Favoritenrolle zu verteidigen und schleichen sich nun mit dem zweiten Album in meine Top-Ten! Gratulation an die Band, immer weiter so!

Nach oben